HCU-Forscher und waterfront-Mitglied Jochen Schiewe gibt anhand von 3D-Animationen „tiefe Einblicke“ in die Elbvertiefung

schiews-2Gemeinsam mit der Tageszeitung DIE WELT hat das Team des Labors für Geoinformatik und Geovisualisierung der HafenCity Universität Hamburg unter Leitung von Prof. Dr. Jochen Schiewe eine multimediale Ansicht des Flussbettes der Unterelbe erarbeitet. Die Projektzusammenarbeit zwischen lokaler Forschung und überregionaler Zeitung unter dem Titel „ Ein neuer Blick in die Elbe“ zeigt eine Visualisierung des kompletten Elbgrundes und der Uferzonen von Cuxhaven bis Hamburg. Diese neugewonnene Perspektive  könnte zu einer Annäherung der Befürworter und Gegner der geplanten Elbvertiefung führen.

Die Elbe ist Deutschlands größter Strom, die Lebensader des Hamburger Hafens und eine Heimat für Millionen Menschen. Die Elbe ist zudem ein hoch bedeutsamer und verdichteter Wirtschaftsraum. Umweltschutz und der Wirtschaftsfaktor einer freien Schiffbarkeit stehen hier immer wieder in einem besonderen Spannungsverhältnis zueinander. Die geplante Vertiefung und Verbreiterung der Elbfahrrinne für die immer größeren Containerschiffe ist dabei der Streithöhepunkt verschiedener Akteure und Interessensgruppen. Die „Fahrrinnenanpassung“, wie das Projekt in der Sprache der Planer heißt, wäre die neunte Erweiterung des Fahrwassers seit Beginn des 19. Jahrhunderts. Seit knapp 15 Jahren laufen die umfangreichen Planungen und in Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit wird seitdem über das Großprojekt unnachgiebig gestritten.

Einzigartige visuelle Darstellung der Unterelbe

img_9647Zum ersten Mal überhaupt zeigt die HCU in Kooperation mit der WELT, wie die Fahrrinne der Unterelbe aussieht und warum sie ein weiteres Mal vergrößert werden soll. Die einzigartigen 3D-Animationen von Schiewe und seinem Team ermöglichen bisher nicht gekannte Sichtweisen auf die Elbe und verknüpfen in der Betrachtung des Flussbettes interaktive Ansichtsmöglichkeiten und Videos. Die entscheidenden Peildaten für das Forschungsprojekt wurden von den Wasser- und Schifffahrtsämtern der Städte Cuxhaven und Hamburg und von der Hamburg Port Authority zur Verfügung gestellt. Die gelieferten Datenmengen wurden von den HCU-Wissenschaftlern anhand von Computeranimationen visualisiert, sodass die eindrucksvollen „eintauchenden“ Wasserbilder herauskamen. Diese bis dato neuartigen Ergebnisse integrierten die Wissenschaftler in ein Multimedia-Special, welches zudem 360-Grad-Aufnahmen des Hamburger Hafens aus der Perspektive eines Schiffes beinhaltet. Ambitioniertes Ziel des Forschungsprojektes ist es, den städtischen Entscheidungsträgern und Bürgern eine neue Sichtweise auf die komplexe Elbvertiefung zu geben.

„Ein neuer Blick in die Elbe“ – Zukunft für die Präsentation von Großprojekten

Frank Horch, Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation in Hamburg, zeigte sich begeistert: „Ich habe eine Präsentation und Darstellung der Elbvertiefung in dieser Form bisher noch nicht gesehen. Derartige 3D-Ansichten und interaktive Möglichkeiten sind in der Lage einen besseren Eindruck zu vermitteln und die Akzeptanz von infrastrukturellen Großprojekten oder möglichen Eingriffen in die Umwelt zu veranschaulichen, zu erklären und nachvollziehbarer zu machen.“ (WELT, 01.09.2016). Jeder Interessierte kann sich unter www.welt.de/elbvertiefung ein eigenes Bild über das besondere HCU-Projekt machen.

Historikerin Lisa Kosok übernimmt Professur an der HCU

Historikerin Dr. Lisa Kosok wechselt ab dem Wintersemester 2016/17 als Professorin für „Kulturerbe und Museumswissenschaften“ an die HafenCity Universität Hamburg (HCU). Auch die Konzeption und Leitung eines Hamburger Forschungs-, Informations- und Aus-stellungszentrums für Architektur und Stadtentwicklung gehört zum neuen Aufgabenfeld der ehemaligen Direktorin des Museums für Hamburgische Geschichte.

Lisa Kosok erforscht Hamburger Tradition der Architektur und Stadtentwicklung an der HCU

Lisa KosokHamburg verfügt über wegweisende Stadtentwicklungs- und Architekturprojekte, die in ihrer Zeit nicht nur für Hamburg prägend waren, sondern auch internationale Entwicklungen maßgeblich beeinflussten. „Die Hamburger Tradition einer sich sozial verpflichtenden Moderne zu erforschen, zu reflektieren und in die öffentlichen Debatten einzubringen, ist mir ein besonderes Anliegen – nicht zuletzt deshalb, weil es sich in der besten Kontinuität zu meinen bisherigen Aufgaben befindet“, so Prof. Lisa Kosok über ihren neuen Tätigkeitsbereich.

Die aus dem Ruhrgebiet stammende Lisa Kosok trat 2008 das Amt der wissenschaftlichen Direktorin des Museum für Hamburgische Geschichte an, zugleich wurde ihr die Leitung der neu gegründeten Stiftung Historische Museen Hamburg übertragen. Vor ihrem Wechsel an die HCU Hamburg, war sie zuletzt 2015 als Gründungsdirektorin des Europäischen Hansemuseums in Lübeck tätig.

HCU-Präsident Dr.-Ing. Walter Pelka: „Dass wir mit Lisa Kosok eine so erfahrene und mit der Hamburger Geschichte bestens vertraute Historikerin gewinnen konnten, ist nicht nur eine sinnvolle inhaltliche Ergänzung, sondern eine persönliche Bereicherung des HCU-Professoriums. Auch der Aufbau eines Hamburger Archivs für Architektur und Stadtentwicklung an der HCU ist für uns ein wichtiger Schritt, der neue Impulse für die interdisziplinäre Forschung und Lehre an der Universität setzen wird.“

Eine Stimme des baukulturellen Erbes

Neben Ihrer Forschungs- und Lehrtätigkeit an der HCU Hamburg wird Lisa Kosok an der HCU auch mit der Konzeption eines Hamburger Forschungs-, Informations- und Ausstellungszentrum für Architektur und Stadtentwicklung betraut.

Lisa Kosoks Programm für den Start lässt sich am besten mit dem Stichwort ‚Vernetzung‘ beschreiben:

„Es geht mir zunächst einmal darum, die vielfältigen Aktivitäten zur Hamburger Stadt- und Baukultur, zur Stadtentwicklung und zur Denkmalpflege zu verknüpfen und für sie eine Plattform zu errichten. Ein geeigneter Ort wird hoffentlich auch bald gefunden sein.

Die verschiedenen Hamburger Architekturarchive, Museen, Universitäten und andere Institutionen beheimaten namhafte Nachlässe und Sammlungen zur Bau- und Stadtgeschichte. Alle übernehmen wichtige Aufgaben für den Erhalt des baukulturellen Erbes, die jeweils für sich wichtig sind. Diese Vielfalt könnte jedoch anstelle des Nebeneinanders ein wenig mehr Miteinander gebrauchen, um eine wirksame Stimme in der Stadtdebatte zu entfalten.“

Berufungsverfahren für sechs neue Architektur-Professuren an der HCU abgeschlossen

Ein halbes Jahr ist erst vergangen, seit das Präsidium der HCU beschlossen hat, das Fachgebiet Architektur massiv zu stärken. Sechs Architektur-Professuren wurden ausgeschrieben. Was ist seitdem schon passiert und wie läuft so ein Berufungsverfahren überhaupt ab? Ein Zwischenbericht.

16-06-10_HCU Dach (7)Das Anforderungsprofil: interdisziplinär, forschungsstark und dabei praxisnah. Die HCU sucht erfolgreiche Architektinnen und Architekten, die neue Perspektiven auf Forschung und Lehre einbringen können. Praktische Erfahrungen sollen die theoretische Reflexion ergänzen, weshalb im Januar dieses Jahres sechs halbe Stellen ausgeschrieben wurden: Die neuen Architektur-Professoren können neben der Tätigkeit an der Universität so ihre Büros weiter führen.

Prof. Gesa Ziemer, Vize-Präsidentin Forschung: „Wir suchen Architekten und Architektinnen, die forschen. Das passiert traditionell in der Architektur an Hochschulen noch zu wenig, dabei eignet sich gerade diese Disziplin hervorragend für interdisziplinäres Forschen, da neben gestalterischen und technischen Aspekten auch immer kulturelle Fragen stehen. Jede dieser neuen Professuren erhält daher auch eine Qualifikationsstelle, auf der promoviert werden soll.“

Die Berufungskommission hat insgesamt 381 eingegangene Bewerbungen gesichtet. Architektur und Kunst, Architektur und Experimentelles Entwerfen, Architektur und Baukonstruktion, Architektur und Experimentelles Konstruieren, Architektur und Stadt sowie Architektur und Landschaft lauten die Denominationen der neuen Professuren. Fünf bis sechs Architektinnen und Architekten wurden pro Stelle eingeladen, hochschulöffentlich einen Berufungsvortrag sowie eine Lehrprobe zu halten. Auch wenn dies mit dem Ablauf des Sommersemesters bereits erfolgt ist, dauert es bis zu einer finalen Entscheidung für einen Kandidaten oder eine Kandidatin noch etwas: Nach der Erstellung von Einzelgutachten und vergleichenden Gutachten wird eine Berufungsliste erstellt, die durch den Senat beschlossen wird. Erst nach den anschließenden Berufungsverhandlungen durch das Präsidium wird ein Ruf an die HCU erteilt.

IMG_9065„Sämtliche Kommissionsmitglieder – sieben in jeder Kommission einschließlich Kolleginnen und Kollegen anderer Universitäten, dazu 70 bis 80 aktive Studierende  in den Lehrproben, der Fachschaftsrat Architektur sowie die Kolleginnen und Kollegen der Verwaltung der HCU engagieren sich intensiv, um die jeweils optimale Besetzung der einzelnen Stellen zu finden. Und dies so zeitnah wie möglich, damit die neuen Kolleginnen und Kollegen möglichst schon zum Wintersemester in das Lehrprofil der Architektur und die interdisziplinären Projekte der HCU integriert werden können“, so Prof. Klaus Sill, Dekan der Architektur und Leiter des Berufungsausschusses Architektur und Stadt. „Die neuen Berufungen sind ein guter Ausgangspunkt, um die Architektur an der HCU strategisch und inhaltlich weiterzuentwickeln.“

 

HCU Dank der waterfront-Mitglieder bei der Vergabe der Deutschlandstipendien bundesweit vorn mit dabei

Vergabefeier in der "Bugspitze" der HCU mit den Studierenden und Förderern

Vergabefeier in der „Bugspitze“ der HCU mit den Studierenden und Förderern

Die HafenCity Universität Hamburg (HCU) vergab am 25. Mai für das Sommersemester 2016 bereits zum fünften Mal das Deutschlandstipendium für den Förderzeitraum von zwei Semestern. Die Förderung in Höhe von 300 Euro monatlich soll besonders leistungsstarke und engagierte Studierende beim Studium unterstützen. Die einkommensunabhängigen Stipendien werden zu gleichen Anteilen gemeinsam vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie den Förderern der HCU zur Verfügung gestellt. Die HCU konnte die Anzahl der Geförderten von 2015 auf 2016 um 20% auf 24 Studierende erneut steigern. Auf die Anzahl der Studierenden in Regelzeit bezogen, steht die HCU mit einer Förderquote von 1,33% noch vor dem Saarland, das im letzten Jahr mit 1,22% den Spitzenreiter im Ländervergleich bildete.

HCU Präsident Dr.-Ing. Walter Pelka (re.) mit Förderern sowie Vizepräsident Prof. Harald Sternberg (li.)

HCU Präsident Dr.-Ing. Walter Pelka (re.) mit Förderern sowie Vizepräsident Prof. Harald Sternberg (li.)

Aus dem Bereich der waterfront-Mitglieder fördert die Henri Benthack Stiftung seit Beginn und maßgeblich 13 Stipendien für die Studierenden der HCU. Dr. Hesse und Partner Ingenieure stellen bereits zum dritten Mal ein Stipendium zur Verfügung. Mit ihrer zweiten Teilnahme an dem Förderprogramm haben die Europa Center Uwe Heinrich Suhr Stiftung (3 Stipendien) und die Ingeborg Suhr Stiftung (3 Stipendien) ihr Engagement um 2 Stipendien erhöht. Neu dabei sind in diesem Jahr WTM Engineers (1 Stipendium). Somit setzen sich die Förderer des Deutschlandstipendiums zu 87% aus waterfront-Mitgliedern zusammen.

Ebenfalls zum zweiten Mal engagiert sich die Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG (2 Stipendien), neu dabei sind PRISMA Projektingenieure (1 Stipendium).

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten aus allen Studiengängen der HCU erhielten im Rahmen einer feierlichen Verleihung im Präsidium der HCU ihre Urkunden persönlich durch die Förderer und HCU-Präsident Dr.-Ing. Walter Pelka. Gefördert wird damit auch der nachhaltige Kontakt zwischen Stipendiaten und Förderern – ebenfalls ein Anliegen des Deutschlandstipendiums. Durch ein vom Bund zur Verfügung gestelltes und stetig weiterentwickeltes online Bewerbungs- und Verwaltungstool sowie ein moderiertes Auswahlverfahren wird der Aufwand an der HCU extrem schlank gehalten, so dass an der HCU kein weiterer Verwaltungsaufwand entsteht.

Für die Stipendien hatten sich insgesamt 79 Studierende beworben. In einer Jurysitzung wurden die Siegerinnen und Sieger gekürt. Ausschlaggebend waren neben gute Noten und Studienleistungen auch weiche Kriterien wie fachliches Engagement, die Bereitschaft, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen sowie das erfolgreiche Meistern von Hindernissen im eigenen Lebens- und Bildungsweg.

 

Stadt Hamburg nutzt interaktives Stadtmodell der HafenCity Universität zur Suche von Flächen für Flüchtlingsunterkünfte

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz eröffnete gestern einen breit angelegten Prozess zur Einbindung der Öffentlichkeit in die Suche nach geeigneten Flächen für Flüchtlingsunterkünfte: FindingPlaces.hamburg

Der Erste Bürgermeister Olfa Schol zwischen Prof. Ziemer (li) und Moderatorin Julia Sen

Der Erste Bürgermeister Olaf Scholz zwischen Prof. Ziemer (li) und Moderatorin Julia Sen

FindingPlaces.hamburg ist ein Kooperationsprojekt der HafenCity Universität Hamburg (HCU) und der Stadt Hamburg. Im Rahmen angewandter Forschung nehmen die Hamburgerinnen und Hamburger in den kommenden Wochen mit Hilfe eines interaktiven und digitalen Stadtmodells aktiv an der Flächensuche für Flüchtlingsunterkünfte teil. Erprobt wird das Modell anhand der Aufgabenstellung, Flächen in Hamburg zu finden, die sich für die Errichtung von Unterkünften für 20.000 Flüchtlinge eignen.

Die Stadt erhofft sich durch das Projekt konkrete Hinweise auf noch unentdeckte Flächen, die sich zur Errichtung von Flüchtlingsunterkünften eignen und setzt dabei auf die Expertise und die Ortskenntnis der Hamburgerinnen und Hamburger.

Podiumsdiskussion vor einem Bild des Stadtmodells

Podiumsdiskussion vor einem Bild des Stadtmodells

An der Eröffnungsveranstaltung zum Projekt FindingPlaces an der HCU Hamburg nahmen neben Olaf Scholz auch Hamburgs Zweite Bürgermeisterin und Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank, Dr.-Ing. Walter Pelka, Präsident der HCU Hamburg, Prof. Dr. Gesa Ziemer, Direktorin des CityScienceLabs an der HCU Hamburg, Anselm Sprandel, Leiter des Zentralen Koordinierungsstabs Flüchtlinge (ZKF) und der extra aus den USA angereiste Kent Larson, Direktor der Changing Places Group am Media Lab des Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston, teil.

Olaf Scholz: Finding Places ist das Hamburger Modell der digital informierten Bürgerbeteiligung in einer offenen Gesellschaft. Hier ist ein wahrhaft soziales und interaktives Modell entstanden. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich zu beteiligen.“

Die Zweite Bürgermeisterin und Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung Katharina Fegebank

Die Zweite Bürgermeisterin und Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung Katharina Fegebank

Katharina Fegebank: „Die Digitalisierung durchmischt alle gesellschaftlichen Bereiche und ermöglicht neue Formen der Beteiligung. Die HafenCity Universität Hamburg ist durch ihren Zuschnitt prädestiniert, diese Erkenntnis auch in der Auseinandersetzung mit dem Wachstum und der Entwicklung von Städten zu nutzen. FindingPlaces ist ein Reallabor für Hamburgs Bürgerinnen und Bürger. Mit dem Modell spielen wir nicht ‘SimCity‘ im Offline-Modus, es ist uns ernst damit.“

Walter Pelka: „Durch das CityScienceLab, der Kooperation der HCU Hamburg mit dem MIT Media Lab in Boston, wird Stadtplanung begreifbarer und interaktiver. Als wissenschaftliche Institution stellen wir gerne Werkzeuge und Plattformen für einen konstruktiven Stadtdialog zur Verfügung und öffnen unser Haus damit weit für die Hamburgerinnen und Hamburger.“

Gesa Ziemer: „Mit FindingPlaces präsentieren wir den Hamburgerinnen und Hamburgern ein technisch ausgefeiltes Modell, das Lust macht, mitzudiskutieren. Sein volles Potenzial zur politischen Meinungsbildung entfaltet sich durch eine konstruktive Beteiligung in den Workshops.“

Anselm Sprandel: „Flächen für Unterkünfte zu finden ist und bleibt eine Herausforderung in unserer Stadt, auch wenn derzeit weniger Schutzsuchende in Hamburg ankommen. Wichtig bleibt, dass wir integrationsfreundliche Lösungen für alle, das heißt insbesondere auch für die Bürgerinnen und Bürger, finden. Ich gehe fest davon aus, dass gemeinsam erarbeitete Ergebnisse helfen, den Integrationsprozess erfolgreich weiterzuführen.“

Kent Larson: „Städte nutzen in der Stadtplanung seit Jahrzehnten die gleichen Methoden. Wir haben mit den City Scopes eine Plattform geschaffen, um modernen Anforderungen mit modernen Methoden zu begegnen. Dieses Open Source-Modell wird bereits in vielen Städten genutzt, die HCU Hamburg stärkt mit ihren technischen Weiterentwicklungen die Bedeutung des Modells für die Stadtplanung noch weiter.“

In Workshops am Stadtmodell sollen städtische Flächen ab 1.500m² gefunden werden, für die zügig mit der Bauvorbereitung von Flüchtlingsunterkünften begonnen werden kann, die für eine Dauer von mindestens drei bis fünf Jahren errichtet werden sollen.

Am Morgen gab es eine Pressekonferenz und eine Präsentation des Modells für Medienvertreter

Am Morgen gab es bereits eine Pressekonferenz und eine Präsentation des Modells für Medienvertreter

Die jeweils rund zweistündigen Workshops starten am 25. Mai und finden im CityScienceLab an der HCU Hamburg statt. Maximal 30 Personen können nach vorheriger Anmeldung pro Workshop teilnehmen und Flächen für Flüchtlingsunterkünfte in den sieben Hamburger Bezirken diskutieren. Die Stadt wird die gefundenen Flächen auf die tatsächliche Eignung zur Errichtung einer Unterkunft prüfen und das Prüfergebnis innerhalb von 14 Tagen veröffentlichen. FindingPlaces soll damit den Dialog zum Thema Flüchtlingsunterbringung fördern und zur Transparenz bei der Flächenprüfung durch die Stadt beitragen.

Das in den Workshops verwendete interaktive Stadtmodell ist ein so genanntes City Scope. Die Besonderheit der City Scopes ist die Übertragung von digitalen Informationen in physische Interaktion: Mit einfachen Bausteinen, die mit Datenmengen codiert sind, kann direkt an einem Arbeitstisch modelliert werden. Die Veränderungen werden mit Beamern und Kameras sofort im Datenmodell projiziert und erfasst. Diese interaktiven Stadtmodelle dienen der anschaulichen Darstellung der Ergebnisse und deren Vermittlung auch für Nicht-Fachleute. Entwickelt vom MIT in Boston, wurde das verwendete CityScope unter der Leitung von Prof. Gesa Ziemer an der HCU Hamburg weiterentwickelt und an die Anforderungen des Projektes FindingPlaces.hamburg angepasst.

Workshop-Termine, Anmeldung, weitere Informationen und FAQ zum Projekt unter: www.findingplaces.hamburg