SBE16 Hamburg: Internationale Konferenz zum nachhaltigen Bauen an der HCU verzeichnet 450 Fachbesucher

Hendricks Fegebank eröffnen SBE16Vom 8. bis zum 11. März 2016 trafen sich 450 Experten aus über 40 Nationen zur SBE16 „International Conference on Sustainable Built Environment“ an der HafenCity Universität in Hamburg. Unter dem Motto „Strategies, Stakeholders, Success factors“ ging es in wissenschaftlichen Vorträgen, Podiumsdiskussionen, Workshops für Nachwuchswissenschaftler sowie Posterausstellungen um Nachhaltigkeit in der gebauten Umwelt. Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks und HCU-Präsident Dr.-Ing. Walter Pelka eröffneten gemeinsam mit Hamburgs Zweiter Bürgermeisterin und Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank die internationale Konferenz.

Hausherr und HCU-Präsident Dr.-Ing. Walter Pelka würdigte in seinen Grußworten die über 15-jährige Tradition der SBE-Veranstaltungen und attestierte: „Die Internationalität, mit 213 Beiträgen aus über 40 Ländern, und die interdisziplinäre Ausrichtung der Konferenz auf Nachhaltigkeit passen sehr gut zur HafenCity Universität Hamburg als Hochschule neuen Typs, an der diese Zuschnitte bereits erfolgreich implementiert sind.“

Dr. Barbara Hendriks, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, bezeichnete klimaverantwortliches Bauen als verpflichtenden Ansatz für die Zukunft: „Hamburg als Stadt an der Wasserkante ist von einem steigendem Meeresspiegel bedroht: das wird mit hohen Kosten verbunden sein. Ebenso werden Klimaflüchtlinge in der Zukunft eine wesentlich stärkere Herausforderung darstellen.“

IMG_7717Hamburgs Zweite Bürgermeisterin und Senatorin für Wissenschaft Katharina Fegebank beschrieb Hamburg als „eine der führenden Städte in Bezug auf Nachhaltigkeit“ und ergänzte, dass „die HCU daher mit ihrem Ansatz zur richtigen Zeit in der richtigen Stadt angesiedelt ist“. Sie rief die großen Herausforderungen im Zusammenhang mit der Gründung der HCU in Erinnerung: „Die HCU ist eine gelungene Umsetzung einer transdisziplinären Perspektive auf die gebaute Umwelt. Die HCU kooperiert zudem mit diversen Nachhaltigkeitsclustern und hat ihr Labor im größten innerstädtischen Stadtentwicklungsprojekt Europas.“ Sie dankte der HCU mit ihrem CityScienceLab darüber hinaus für die Umsetzung eines Beteiligungsprozesses im Zusammenhang mit den Herausforderungen der Flüchtlingsunterbringung in Hamburg.

Das breite Spektrum der 5-tägigen Veranstaltung behandelte inhaltlich die strategischen Ziele zur Reduzierung des CO2- Ausstoßes im Gebäudesektor, Lösungsansätze zur europäischen Energieeffizenz-Strategie und bot Anlass zum wissenschaftlichen und fachlichen Austausch durch Vorträge, Workshops und Special Sessions. Im Rahmen der begleitenden Ausstellung bot die SBE16 Hamburg zahlreiche Möglichkeiten zum Austausch mit Akteuren aus der Praxis. Führungen, Exkursionen und ein abwechslungsreiches Abendprogramm u.a. mit einem Welcome-Event in der Handelskammer sowie einem HCU-Abend mit der Verleihung der Holcim (Deutschland) GmbH Studienpreise für Nachhaltigkeit rundeten die Konferenz gelungen ab. Führungen, Exkursionen und ein abwechslungsreiches Abendprogramm u.a. mit einem Welcome-Event in der Handelskammer sowie einem HCU-Abend mit der Verleihung der Holcim (Deutschland) GmbH Studienpreise für Nachhaltigkeit rundeten die Konferenz gelungen ab.

Feierliches Jubiläum zum 10-jährigen Geburtstag der HCU

IMG_6460Die Gäste der HCU-Jubiläumsfeier wurden am 22. Januar von einem in Rottönen illuminierten Foyer und stimmungsvoller Musik einiger Studierender empfangen. Beim Sektempfang wurden Erinnerungen aus zehn Jahren HCU ausgetauscht, bevor die Gäste zur offiziellen Begrüßung durch den HCU-Präsidenten Dr.-Ing. Walter Pelka im Holcim-Auditorium Platz nahmen. Weitere namhafte Persönlichkeiten und Mitglieder des ersten und zweiten Hochschulrates der HCU blickten vor allem auf die Anfangszeit der noch jungen Universität zurück.

Walter Pelka startete mit einem Überblick über die bewegte Geschichte der HCU, und hob finanzielle Herausforderungen ebenso hervor wie die der Zusammenführung von fünf Standorten, IMG_6491die ein fachübergreifendes Zusammenarbeiten zu Beginn kaum möglich machten. Umso mehr freute sich der Präsident daher, dass 10 Jahre nach der Gründung ein ausgeglichener Finanzhaushalt herrscht und alle Mitarbeiter und Studierenden im Neubau am Baakenhafen unter einem Dach an spannenden, interdisziplinären Projekten arbeiten können. „Im Zuge des Bologna-Prozesses ist es zu einer Annäherung von Universitäten und Fachhochschulen und damit zu einem Paradigmenwechsel in der deutschen Hochschullandschaft gekommen. Gleichzeitig wuchs die Erkenntnis, dass sich die drängenden Probleme dieser Welt nur in einer konsequent fachübergreifenden Forschung und Lehre erfolgreich angehen lassen. Aus diesen beiden Entwicklungssträngen heraus entstand die Vision einer Universität neuen Typs, die mit der HCU realisiert wurde.“

Werner Sobek, Vorsitzender des Gründungshochschulrates, erinnerte sich als zweiter Redner an arbeitsintensive Anfänge der Universitätsgeschichte: alle Studiengänge wurden neu konzipiert, einige sogar ganz neu entwickelt. Auch Katharina Fegebank, zweite Bürgermeisterin der Stadt Hamburg und Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, lobte die positive Entwicklung der Universität ebenfalls. Den Blick auf die Anfangszeit fände sie spannend, besonders hob sie aber die mittlerweile feste Verankerung der HCU in der Hamburger Hochschullandschaft hervor.

Es folgte ein fesselnder Impulsvortrag von Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Direktor des Wuppertal Instituts für Klima, Energie und Umwelt. Er thematisierte den Paradigmenwechsel in der IMG_6573Wissenschaft: Die Vorstellung eines Wissenschaftlers im Elfenbeinturm sei veraltet. Forschung finde heute nicht mehr in der Abgeschiedenheit eines Labors statt, sondern in ständigem Austausch mit der Umwelt. Aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen wie der Klimawandel, wirtschaftliche Veränderungen oder auch Migrationsströme seien zentrale Themen im „Real-Labor“ der Wissenschaft und würden vor allem Städte in den Fokus der Forschung stellen. Schneidewind zeigte sich daher überzeugt davon, dass die Gründungsidee der HCU – eine Universität für Baukunst und Metropolentwicklung zu schaffen – eine zukunftsweisende ist und wünschte sich auch in anderen Bereichen der Wissenschaft mehr interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Bevor die Gäste zum informellen Teil des Abends und der AStA-Party in die Caféteria entlassen wurden, hatte Leo Mittelholzer, Vorsitzender des 2. Hochschulrates der HCU, das Wort. Mit schweizerischer Gelassenheit und Humor resümierte er die positive Entwicklung der Universität von den Kinderschuhen an. Die Pubertät, so schloss er, stünde ja noch bevor.

Nacht des Wissens an der HCU ein voller Erfolg

Senatorin Katharina Fegebank und HCU-Präsident Dr.-Ing. Walter Pelka erhalten von Prof. Martin Wickel Erläuterungen zu den ausgestellten Projekten

Senatorin Katharina Fegebank und HCU-Präsident Dr.-Ing. Walter Pelka erhalten von Prof. Martin Wickel Erläuterungen zu den ausgestellten Projekten

Am 7. November hat in Hamburg zum sechsten Mal die Nacht des Wissens stattgefunden, an der sich 55 Hochschulen, Forschungsinstitute und wissenschaftliche Einrichtungen mit insgesamt über 1.000 Programmpunkten beteiligt haben. Die Zahlen zeigen, das Interesse der Hamburger Bürgerinnen und Bürger ist stark: ca. 30.000 Besucher machten sich auf, um sich von 17 bis 24 Uhr über die Angebote der Wissenschaftseinrichtungen der Hansestadt zu informieren, an Kursen teilzunehmen, Ausstellungen zu besuchen oder Vorträge zu hören.

Viele Interessierte nutzen die Möglichkeit, an Werkstattführungen teilzunehmen

Viele Interessierte nutzen die Möglichkeit, an Werkstattführungen teilzunehmen

Die HCU hat sich bereits zum 3. Mal erfolgreich an dieser schönen Aktion beteiligt. Die Studierenden und Mitarbeiter haben mit sehr viel persönlichem Einsatz 24 Ausstellungen, Filmvorführungen und Mitmach-Angebote auf die Beine gestellt und 11 öffentliche Vorträge aus allen Studiengängen der HCU gehalten. Von einer Kindervorlesung „Warum gibt es Städte und wieso sieht jede Stadt anders aus?“ zum Veranstaltungsbeginn bis zur „Architekturvermittlung belletristisch verpackt“ kurz vor Mitternacht war für alle Besucher etwas dabei.

Volles Haus auch kurz vor Mitternacht in der Bibliothek

Volles Haus auch kurz vor Mitternacht in der Bibliothek

Mit diesem engagierten Programm und einer großen Video-Projektion auf der stadtseitigen HCU-Außenfassade blieb der Erfolg nicht aus: die HCU hat ihren bisherigen Besucherrekord gebrochen, und konnte zur Nacht des Wissens 1.289 Besucher (2013: 1.036 Besucher) begrüßen. Darüber hinaus war die HCU auch Station der VIP-Delegation von Frau Senatorin Fegebank, die mit ihren Gästen (Mitglieder des Wissenschaftsausschusses, Deputierte, hochrangige Vertreter anderer Hamburger Hochschulen) an der HCU Station gemacht hat und sich drei Exponate hat erläutern lassen.

Russisch-ukrainisches Friedenskonzert: Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“

Unter der Schirmherrschaft von Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler fand am 1. November das Friedenskonzert „Bilder einer Ausstellung. Ein Repost.“ von Mussorgsky/Kosak in der HafenCity Universität Hamburg statt. Russische und ukrainische Musiker führten gemeinsam eine Neubearbeitung des bedeutendsten Werkes des russischen Komponisten Modest Mussorgsky auf. Über 400 Besucher erlebten im Foyer Ost eine außergewöhnliche musikalische Performance: neben der exzellenten Qualität der beteiligten Musikerinnen und Musiker, war es vor allem auch der „Klangkörper“ HCU-Neubau, der – bei geöffnetem HOLCIM-Auditorium – seine flexiblen Raumgestaltungsmöglichkeiten unterstützend einbringen konnte.

Friedenskonzert„Bilder einer Ausstellung“ von Mussorgsky ist nicht nur eine der bekanntesten und meist gespielten Kompositionen der Weltgeschichte. Es ist auch eine wichtige Projektionsfläche für die kulturelle Identität sowohl für russische als auch für ukrainische Bürger. Angesichts der jüngsten politischen Spannungen und kriegerischen Auseinandersetzungen im Südosten der Ukraine sollte das Konzert mithilfe der verbindenden Kraft der Musik ein Zeichen für die behutsame Pflege der gemeinsamen kulturellen Wurzeln setzen. Hierbei erfährt das Werk Mussorgskys eine Verwandlung. Ein neuer Zugang zum Alten lässt Einendes zwischen Vergangenheit und Gegenwart in den Vordergrund treten.

Das Projekt wurde von der Stadt Hamburg und der Kulturbehörde unterstützt. Gesponsort wurde das Konzert darüber hinaus u.a. von HafenCity GmbH, Tschaikowsky-Haus Hamburg, Deutsch-Russischer Wirtschaftsbund e.V., Fondazione Kodra und Dovgan GmbH.

Besetzung:
Klavier – Alina Kabanova (Hamburg)
Violine – Alexander Brussilovsky (Paris)
Violoncello – Fjodor Elesin (Hamburg)
Zwei Streichorchester – Lemberger Solisten (Lviv) und Taurida Orchester (Petersburg)
Dirigent – Mikhail Golikov
Komponist – Boris Kosak

HCU-Studentin holt Bronze bei den Europameisterschaften

HCU Präsident Dr.-Ing. Walter Pelka gratuliert Charlotte Stapenhorst zu ihrem Erfolg

HCU Präsident Dr.-Ing. Walter Pelka gratuliert Charlotte Stapenhorst zu ihrem Erfolg

Charlotte Stapenhorst, seit knapp einem Jahr Bachelor-Studentin Architektur an der HCU, hat im August mit der Deutschen Frauennationalmannschaft die Bronzemedaille bei den Hockey-Europameisterschaften in England gewonnen. Nach dem knapp verpassten Finaleinzug besiegte Charlotte die Gegnerinnen aus Spanien mit einem Dreierpack beim deutschen 5:1 Sieg im Spiel um Platz 3 fast im Alleingang.

Gebürtig aus Berlin kommend, infizierte sie sich mit dem Hockey-Virus in der eigenen Fami-lie: „Wenn die größeren Geschwister von Turnieren mit Medaillen nach Hause kommen, dann will man das auch!“, so Charlotte, die seit ihrem 5. Lebensjahr Hockey spielt. Des Sports wegen ging es deshalb vor einem Jahr auch nach Hamburg – im Hockey eine absolute Hochburg: der halbe Kader der Nationalmannschaft kommt aus der Hansestadt. Allein beim UHC hat Charlotte neun Kolleginnen aus dem DHB-Team.

Für den Schritt nach Hamburg waren auch die Gespräche mit Pamela Wittfoth, Laufbahnberaterin am Olympiastützpunkt Hamburg/Schleswig-Holstein in Dulsberg, ausschlaggebend. Gemeinsam mit IMG_4147Charlotte hat sie sich mit der damaligen Studiengangkoordinatorin Christina de la Cruz zusammengesetzt, um die Vereinbarkeit von Spitzensport und Studium an der HCU zu klären. Um Charlotte auf ihrem sportlichen Weg optimal zu unterstützen, kümmern sich jetzt Tutor*innen um spezielle Korrekturzeiten oder unterstützen bei anderen Seminarterminen, an denen sie auf Grund von Terminen, Lehrgängen oder Länderspielen nicht teilnehmen kann. „Auch Frau Professor Rabenschlag hat mich ganz toll unterstützt, und sich immer extra Zeit für mich genommen – das hat mir sehr geholfen!“, berichtet Charlotte begeistert.

Für die Anerkennung ihrer Leistung erhielt Charlotte von waterfront e.V., dem Förderverein der HCU, einen Gutschein in Höhe von 250 Euro für Studienmaterialien. Die HCU wird Charlotte weiterhin unterstützen, und wir wünschen ihr auf dem Weg nach Rio 2016 viel Glück und viel Erfolg!