„Wenn ich mit der U-Bahn fahre und Endstation ist die HafenCity Universität, dann habe ich ein gutes Gefühl!“

HCU-Hochschullehrer und waterfront-Mitglied Bernd Kritzmann geht in den Ruhestand

Nach über 70 Semestern und 35 Jahren Lehrtätigkeit im Bauwesen verlässt Professor Dr.-Ing. Bernd Kritzmann die HafenCity Universität Hamburg (HCU) und wurde zum Ende des Wintersemesters 2016/2017 feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Professor Kritzmann hat sich in den vergangenen Jahrzehnten mit hohem Engagement für die Hochschule, seinen Studiengang Architektur und die Studierenden eingesetzt. Im Interview spricht er über die HCU, seine akademische Laufbahn und den zukünftigen Ruhestand.

 

Herr Professor Kritzmann, Sie blicken auf über 35 Jahre Lehrtätigkeit zurück ­- wie sieht die persönliche Bilanz ihrer akademischen Laufbahn aus?

Ich blicke mit großer Freude und mit Stolz auf meine akademische Laufbahn. Ich habe über 70 Semester und 35 Jahre in der Lehre gearbeitet und schaue nun auf über 50 Jahre Berufserfahrung im Bereich Bauwesen zurück. Durch meine Mitarbeit und die vielfältigen Tätigkeiten im wissenschaftlichen Bereich hatte ich das Glück, die gesamte Entwicklung von Hamburger Hochschulen in den letzten 25 Jahren – und natürlich speziell die der HafenCity Universität Hamburg – mitzubekommen. Von Beginn an war ich an jedem Schritt unserer jungen Hochschule beteiligt: von der Namensgebung bis zum Spatenstich für unseren Neubau. Es war eine sehr intensive und spannende Zeit. Über Hamburg hinaus verfüge ich heute über ein Netzwerk in ganz Deutschland, Europa und darüber hinaus.

 

Sie sind seit der Planung und der Gründung ein Teil der HCU. Wie wird die HCU Ihrer Einschätzung nach von anderen Hochschulen gesehen bzw. wie lässt sie sich in die deutsche Hochschullandschaft verorten?

Die HCU wurde in ihrer Gründungsphase von der gesamten Hochschullandschaft in der Bundesrepublik – und auch in der Schweiz und in Österreich – sehr stark beobachtet. Eine Verschmelzung von Fachhochschule, Universität und Kunsthochschule zu einer Hochschule war etwas völlig neues. Die HCU ist und war auf jeden Fall ein Innovationsschub. Alle Beteiligten, zu denen auch ich zählte, hatten die Möglichkeit eine Universität mitaufzubauen. Der gesamte Prozess wurde sehr stark von außen unter die Lupe genommen, und dabei auch kritisch gesehen. Die HCU hat sich aber fest in der Hochschullandschaft etabliert und wir haben einiges auf dem Weg gebracht. Hervorzuheben wäre beispielsweise die Kooperation mit dem MIT (Massachusetts Institute of Technology) und unserem City Science Lab. Das ist wirklich eine tolle und einmalige Sache. Die HCU ist mittlerweile auch bei den Protagonisten in der Stadt und in der Metropolregion Hamburg fest verankert und angesehen.

 

Wie sieht Ihr persönliches Bild von der HCU aus?

Die HCU hat einen sehr guten Weg hinter sich, es gibt sehr viele positive Aspekte und ich habe hier unglaublich gerne gearbeitet. Bei Wettbewerben zeigt sich deutlich die Qualität der HCU, da unsere Studierenden reihenweise Preise und Auszeichnungen gewinnen und immer vorne mit dabei sind. Aber natürlich gibt es da noch mehr Potenzial und wir können definitiv noch eine Schippe drauf legen. Die HCU braucht Menschen und Fachkräfte, die nachrücken. Es muss immer eine Weiterentwicklung und Innovationen geben. Die Ansätze und Problemlösungen der jungen Menschen müssen dabei miteinfließen. Die Hochschule ist auch ein Lebens- und Aufenthaltsraum, das kann noch mehr genutzt und gefördert werden. Was ich der HCU ins Buch schreiben würde: Vernetzt euch noch mehr intern – die noch bessere Vernetzung unserer einzelnen Studiengänge birgt weiteres Potenzial. Sonst fühle ich mich nach wie vor sehr wohl in unserem schönen Gebäude und in unserer Hochschule. Wenn ich mit der U-Bahn fahre und Endstation ist die HafenCity Uni, dann ist das schon ein gutes Gefühl!

 

Über 70 Semester waren Sie für Ihre Studierenden da. Was wird Ihnen am meisten fehlen?

Das kann ich natürlich jetzt noch nicht absehen. Ich hatte in der Regel 200 Studierende pro Semester und man ist sehr viel im direkten Kontakt mit den Studierenden: Vorlesungen, Forschungsprojekte sowie der soziale und fachliche Austausch in der Sprechstunde. Wahrscheinlich werden mir am meisten die vielen Menschen fehlen, die ich immer um mich brauche und die ich jeden Tag in der HCU um mich hatte. Ich habe schon meiner Frau gesagt, dass wir reichlich Feste feiern müssen, um viele Menschen einzuladen, weil ich das einfach brauche. Das werde ich wirklich vermissen. Ich habe in den Jahre über 5000 Architekten mitausgebildet. Wichtig war mir in all den Jahren immer die Lehre an der HCU, für Studierende da zu sein und mich mit einzubringen. Gleichzeitig war es auch immer ein Ansporn für mich die fachliche Expertise und Kompetenz zu behalten und „dranzubleiben“. Das hat mir in den vielen Semestern eine Menge Spaß bereitet.

 

Haben Sie ein persönliches Highlight unter den vielen Projekten, die Sie in den letzten 35 Jahren betreut haben?

Zu den Highlights zählen sicherlich die über 30 Exkursionen: Ich war mit meinen Studierenden in Nepal, den USA, in Frankreich und Italien sowie in vielen anderen Ländern. Wir haben den Studierenden auch außergewöhnliche Angebote wie eine „architektonische“ Fahrradtour durch Mecklenburg-Vorpommern direkt nach der Wende ermöglicht. Ich habe weiterhin große Freude am Verreisen und meine Frau und ich werden auch in der Zukunft weiterhin viel reisen. Ich werde auch weiterhin Architektur-Fotos machen. Wenn ich alles zusammenrechne, dann habe ich von all den Exkursionen, Reisen und Seminaren bestimmt über 2 Terrabyte Fotos.

 

Seit Anfang April sind Sie nun im wohlverdienten Ruhestand. So wie man Sie kennt, wird Ihr Eintritt in den Ruhestand kein endgültiger Abschied von der Architektur sein. Was machen Sie in Zukunft?

Ich werde der Architektur in verschiedenen Funktionen weiter erhalten bleiben: Ich berate weiterhin den Akkreditierungsverbund für Studiengänge der Architektur und Planung (ASAP), da ich in meiner gesamten Laufbahn alle deutschsprachigen Universitäten und Hochschulen und die jeweiligen Architekturabteilungen kennengelernt habe. Zudem bin ich nach wie vor im Vorstand von Barrierefrei Leben e.V. und in verschiedenen beratenden Tätigkeiten für die Freie und Hansestadt Hamburg aktiv. In meiner Freizeit werde ich mich meinem größten Hobby, der Malerei, widmen. Ich gehöre seit 1998 der Hamburger Aquarellwerkstatt an und bin Mitglied eines Gemeinschaftsateliers.

Ramboll ist 100. Mitglied im Förderverein der HafenCity Universität Hamburg

Die Ramboll IMS Ingenieurgesellschaft mbH ist das 100. Mitglied im waterfront e.V. – der Förderverein unterstützt die HafenCity Universität Hamburg (HCU) in Wissenschaft, Lehre und Forschung.

Der Förderverein waterfront e.V. unterstützt die HafenCity Universität Hamburg (HCU) in Wissenschaft, Lehre und Forschung. Dabei bringt er Menschen aus den Bereichen Bauen, Immobilien und Metropolenentwicklung in den Dialog. Die Mitglieder ermöglichen der HCU durch persönliches Engagement und materielle Förderung wichtige und innovative Projekte umzusetzen.

Die dänische Ramboll Group A/S ist ein weltweit agierendes Ingenieur- und Beratungsunternehmen, in dem weltweit über 13.000 Expertinnen und Experten in der Ingenieur-, Planungs- und Managementberatung arbeiten. Seit über 40 Jahren erarbeitet die seit 2012 zum Ramboll-Konzern gehörende und in Hamburg ansässige Ramboll IMS Ingenieurgesellschaft mbH innovative Lösungen im Bereich Wasserbau & Häfen.

Wasserbau- und Hafenprojekte sind häufig von hoher Komplexität geprägt. Der Entwurf und die Planung dieser Projekte erfordern ein breites Spektrum an Kompetenzen. Ramboll ist führender Anbieter unabhängiger Beratungsleistungen im Bereich Häfen und Wasserstraßen sowie Küsten- und Hochwasserschutz.

HCU-Präsident und waterfront-Vorstand Dr.-Ing. Walter Pelka: „Wir freuen uns sehr, mit der Ramboll IMS Ingenieurgesellschaft mbH ein führendes Ingenieur- und Beratungsunternehmen als 100. Mitglied für unseren Förderverein gewonnen zu haben. Unser erst vor vier Jahren gegründeter Förderverein ist erfreulich schnell gewachsen und zeigt die zunehmende Anerkennung für unsere Hochschule in der Stadt. Attraktive  Mitglieder im waterfront e.V. verstärken das fachliche Netzwerk der HCU“.

Dr.-Ing. Peter Ruland, Direktor der Ramboll IMS Ingenieurgesellschaft mbH: „Wir unterstützen sehr gerne die HCU. Darüber hinaus gibt es viele wechselseitige Interessen: Einerseits sind wir „Abnehmer“ der Absolventen, andererseits gibt es viele Anknüpfungspunkte für eine Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis. Die räumliche Nähe unseres Bürostandortes am Stadtdeich zur HCU wird diese Zusammenarbeit besonders leicht machen“.

Herzlich Willkommen!

waterfront unterstützt Studierende beim Entwurf für neue Eingangssituation der HCU

Architektur-Studierende haben im Rahmen des Produktdesign-Wahlpflichtfachs „HCU Concierge“ Entwürfe für eine neue Eingangssituation an der HCU entwickelt, die die verschiedenen Funktionen des Foyers auf kreative Weise vereinen. Der von der HCU-Jury gekürte Gewinnerentwurf von Jonas Käckenmester, Ardiana Kastrati und Maria Mahinova wird umgesetzt.

Das sich über zwei Stockwerke erstreckende Foyer der HCU Hamburg ist ein lebendiger Ort, an dem vielfältige Veranstaltungsformate wie Seminare, Präsentationen und Ausstellungen stattfinden. Zusätzlich zur Nutzung im Rahmen von Veranstaltungen bietet der Eingangsbereich des öffentlich zugänglichen Gebäudes Besuchern auch Orientierung.

Im Rahmen eines Produktdesign-Wahlpflichtfaches im aktuellen Wintersemester wurde die Aufgabe gestellt, einen Entwurf für eine neue Eingangssituation zu erstellen, der die verschiedenen Funktionen des Foyers vereint. Zentrales Element der Entwürfe sollte eine leistungsfähige Kommunikationszelle im Erdgeschoss sein, die Platz für einen Concierge bietet. Der Aufgabe, diese neue Pförtnerloge in die vorhandene Architektur einzupassen, haben sich rund 25 Architektur-Studierende unter der Leitung von Dipl.-Des. Dominik Lutz gewidmet.

Ihre Ergebnisse präsentierten die Studierenden am 1. Februar vor einer Jury, bestehend aus HCU-Präsidenten Dr.-Ing. Walter Pelka, Kanzlerin Stephanie Egerland, Prof. Klaus Sill, Prof. Dr. Michael Staffa (alle waterfront Mitglied), Dipl.- Ing. Architekt Gerd Streng, Dipl.- Ing. Architektin Heike Hillebrand, Marina Brink (waterfront Mitglied) aus dem Referat Kommunikation und AStA-Vorstand Björge Köhler. Die Jury-Mitglieder achteten bei den zehn Entwürfen neben dem Design vor allem auch auf die Funktionalität: Die künftige Pförtnerloge soll der Information und dem Empfang dienen, aber bei internen und externen Veranstaltungen auch als Repräsentations- und Informationsscharnier zwischen Eingangssituation und Veranstaltung  dienen. Der zu entwickelnde Tresen muss darüber hinaus flexibel an verschiedenen Orten eingesetzt werden können.

Der Siegerentwurf „Potential of an empty Space“ von Jonas Käckenmester, Adiana Kastrati und Maria Mahinova überzeugte durch seine Eleganz und hohe Flexibilität in der Nutzung. „Besonders gut gefällt uns die Einbindung der besonderen Architektur des Foyers mit Hilfe von Projektionen“, kommentierte Jury-Mitglied Prof. Klaus Sill die Entscheidung. Die Studierenden entwickelten einen schlichten Corian-Block, der in einen Willkommenstresen mit zwei Arbeitsplätzen verwandelt werden kann. Mit Hilfe eines zusätzlichen Beamers kann das gesamte Foyer in eine interaktive Präsentationsfläche verwandelt werden.

„Im nächsten Schritt geht es darum, den Entwurf nun baubar zu detaillieren, sodass wir anschließend eine Firma mit der Ausführung beauftragen können“, erläutert Jury-Mitglied Gerd Streng das weitere Vorgehen.

Auch die weiteren Platzierten bewiesen ein hohes Maß an Kreativität bei ihren Entwürfen und zeigten unterschiedliche Möglichkeiten der Umsetzung auf. Der Entwurf der Zweitplatzierten Emils Kepitis, Ulrich Hellmann und Christian Behrens gestaltet das Foyer als Aufenthaltsort mit Lounge-Möbeln, die als Sitzflächen dienen, sich aber auch als skulpturale Objekte in den Eingangsbereich einpassen.

Der dritte Platz ging an den Entwurf „Faltwerk“ von Gerrit Westermann, Mike Gauß und Kim Körner, die einen Empfangstresen entworfen haben, der durch Faltlamellen verschließbar ist und durch Rollen einfach bewegt werden kann.

Für ihre kreative Idee einer Tischtennisplatte in Doppelfunktion erhielten Christopher Löbig und Paul Pöthke einen Sonderpreis. Ihre Idee: Der Empfangstresen sollte tagsüber als Tischtennisplatte genutzt werden und abends in einen Empfangstresen zusammengeklappt werden können.

Die Erstplatzierten erhielten einen Gutschein in Höhe von 300 Euro für den Campus-Shop, die Zweitplatzierten einen Gutschein in Höhe von 200 Euro, die Drittplatzierten und der Sonderpreis erhielten einen Gutschein in Höhe von 100 Euro. Die Gutscheine wurden von waterfront e.V. Förderverein der HCU Hamburg, dem zur Verfügung gestellt.

HCU-Forscher und waterfront-Mitglied Jochen Schiewe gibt anhand von 3D-Animationen „tiefe Einblicke“ in die Elbvertiefung

schiews-2Gemeinsam mit der Tageszeitung DIE WELT hat das Team des Labors für Geoinformatik und Geovisualisierung der HafenCity Universität Hamburg unter Leitung von Prof. Dr. Jochen Schiewe eine multimediale Ansicht des Flussbettes der Unterelbe erarbeitet. Die Projektzusammenarbeit zwischen lokaler Forschung und überregionaler Zeitung unter dem Titel „ Ein neuer Blick in die Elbe“ zeigt eine Visualisierung des kompletten Elbgrundes und der Uferzonen von Cuxhaven bis Hamburg. Diese neugewonnene Perspektive  könnte zu einer Annäherung der Befürworter und Gegner der geplanten Elbvertiefung führen.

Die Elbe ist Deutschlands größter Strom, die Lebensader des Hamburger Hafens und eine Heimat für Millionen Menschen. Die Elbe ist zudem ein hoch bedeutsamer und verdichteter Wirtschaftsraum. Umweltschutz und der Wirtschaftsfaktor einer freien Schiffbarkeit stehen hier immer wieder in einem besonderen Spannungsverhältnis zueinander. Die geplante Vertiefung und Verbreiterung der Elbfahrrinne für die immer größeren Containerschiffe ist dabei der Streithöhepunkt verschiedener Akteure und Interessensgruppen. Die „Fahrrinnenanpassung“, wie das Projekt in der Sprache der Planer heißt, wäre die neunte Erweiterung des Fahrwassers seit Beginn des 19. Jahrhunderts. Seit knapp 15 Jahren laufen die umfangreichen Planungen und in Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit wird seitdem über das Großprojekt unnachgiebig gestritten.

Einzigartige visuelle Darstellung der Unterelbe

img_9647Zum ersten Mal überhaupt zeigt die HCU in Kooperation mit der WELT, wie die Fahrrinne der Unterelbe aussieht und warum sie ein weiteres Mal vergrößert werden soll. Die einzigartigen 3D-Animationen von Schiewe und seinem Team ermöglichen bisher nicht gekannte Sichtweisen auf die Elbe und verknüpfen in der Betrachtung des Flussbettes interaktive Ansichtsmöglichkeiten und Videos. Die entscheidenden Peildaten für das Forschungsprojekt wurden von den Wasser- und Schifffahrtsämtern der Städte Cuxhaven und Hamburg und von der Hamburg Port Authority zur Verfügung gestellt. Die gelieferten Datenmengen wurden von den HCU-Wissenschaftlern anhand von Computeranimationen visualisiert, sodass die eindrucksvollen „eintauchenden“ Wasserbilder herauskamen. Diese bis dato neuartigen Ergebnisse integrierten die Wissenschaftler in ein Multimedia-Special, welches zudem 360-Grad-Aufnahmen des Hamburger Hafens aus der Perspektive eines Schiffes beinhaltet. Ambitioniertes Ziel des Forschungsprojektes ist es, den städtischen Entscheidungsträgern und Bürgern eine neue Sichtweise auf die komplexe Elbvertiefung zu geben.

„Ein neuer Blick in die Elbe“ – Zukunft für die Präsentation von Großprojekten

Frank Horch, Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation in Hamburg, zeigte sich begeistert: „Ich habe eine Präsentation und Darstellung der Elbvertiefung in dieser Form bisher noch nicht gesehen. Derartige 3D-Ansichten und interaktive Möglichkeiten sind in der Lage einen besseren Eindruck zu vermitteln und die Akzeptanz von infrastrukturellen Großprojekten oder möglichen Eingriffen in die Umwelt zu veranschaulichen, zu erklären und nachvollziehbarer zu machen.“ (WELT, 01.09.2016). Jeder Interessierte kann sich unter www.welt.de/elbvertiefung ein eigenes Bild über das besondere HCU-Projekt machen.

Historikerin Lisa Kosok übernimmt Professur an der HCU

Historikerin Dr. Lisa Kosok wechselt ab dem Wintersemester 2016/17 als Professorin für „Kulturerbe und Museumswissenschaften“ an die HafenCity Universität Hamburg (HCU). Auch die Konzeption und Leitung eines Hamburger Forschungs-, Informations- und Aus-stellungszentrums für Architektur und Stadtentwicklung gehört zum neuen Aufgabenfeld der ehemaligen Direktorin des Museums für Hamburgische Geschichte.

Lisa Kosok erforscht Hamburger Tradition der Architektur und Stadtentwicklung an der HCU

Lisa KosokHamburg verfügt über wegweisende Stadtentwicklungs- und Architekturprojekte, die in ihrer Zeit nicht nur für Hamburg prägend waren, sondern auch internationale Entwicklungen maßgeblich beeinflussten. „Die Hamburger Tradition einer sich sozial verpflichtenden Moderne zu erforschen, zu reflektieren und in die öffentlichen Debatten einzubringen, ist mir ein besonderes Anliegen – nicht zuletzt deshalb, weil es sich in der besten Kontinuität zu meinen bisherigen Aufgaben befindet“, so Prof. Lisa Kosok über ihren neuen Tätigkeitsbereich.

Die aus dem Ruhrgebiet stammende Lisa Kosok trat 2008 das Amt der wissenschaftlichen Direktorin des Museum für Hamburgische Geschichte an, zugleich wurde ihr die Leitung der neu gegründeten Stiftung Historische Museen Hamburg übertragen. Vor ihrem Wechsel an die HCU Hamburg, war sie zuletzt 2015 als Gründungsdirektorin des Europäischen Hansemuseums in Lübeck tätig.

HCU-Präsident Dr.-Ing. Walter Pelka: „Dass wir mit Lisa Kosok eine so erfahrene und mit der Hamburger Geschichte bestens vertraute Historikerin gewinnen konnten, ist nicht nur eine sinnvolle inhaltliche Ergänzung, sondern eine persönliche Bereicherung des HCU-Professoriums. Auch der Aufbau eines Hamburger Archivs für Architektur und Stadtentwicklung an der HCU ist für uns ein wichtiger Schritt, der neue Impulse für die interdisziplinäre Forschung und Lehre an der Universität setzen wird.“

Eine Stimme des baukulturellen Erbes

Neben Ihrer Forschungs- und Lehrtätigkeit an der HCU Hamburg wird Lisa Kosok an der HCU auch mit der Konzeption eines Hamburger Forschungs-, Informations- und Ausstellungszentrum für Architektur und Stadtentwicklung betraut.

Lisa Kosoks Programm für den Start lässt sich am besten mit dem Stichwort ‚Vernetzung‘ beschreiben:

„Es geht mir zunächst einmal darum, die vielfältigen Aktivitäten zur Hamburger Stadt- und Baukultur, zur Stadtentwicklung und zur Denkmalpflege zu verknüpfen und für sie eine Plattform zu errichten. Ein geeigneter Ort wird hoffentlich auch bald gefunden sein.

Die verschiedenen Hamburger Architekturarchive, Museen, Universitäten und andere Institutionen beheimaten namhafte Nachlässe und Sammlungen zur Bau- und Stadtgeschichte. Alle übernehmen wichtige Aufgaben für den Erhalt des baukulturellen Erbes, die jeweils für sich wichtig sind. Diese Vielfalt könnte jedoch anstelle des Nebeneinanders ein wenig mehr Miteinander gebrauchen, um eine wirksame Stimme in der Stadtdebatte zu entfalten.“