Drei neue Professuren in der HCU-Architektur

Interdisziplinär, forschungsstark und dabei praxisnah – die HCU Hamburg hat im vergangenen Jahr sechs erfolgreiche Architektinnen und Architekten gesucht, die neue Perspektiven in Forschung und Lehre einbringen. Drei der Professuren konnten zum Sommersemester 2017 im Studienprogramm Architektur begrüßt werden: Prof. Christoph Heinemann übernimmt die Professur „Architektur und Stadt“, Prof. Mona Mahall „Architektur und Kunst“ und Prof. Antje Stokman „Architektur und Landschaft“.

Christoph Heinemann ist neuer Professor für „Architektur und Stadt“

Prof. Christoph Heinemann beschäftigt sich mit den Fragen und Ansprüchen, die die Stadt politisch, sozial und räumlich an Architektur stellt: Wie muss Architektur beschaffen sein, um in der Stadt „aufgehen“ zu können?

Neben der Professur „Architektur und Stadt“ arbeitet Christoph Heinemann in der Architektengruppe ifau (Institut für angewandte Urbanistik), die er 1998 direkt im Anschluss an sein Architekturstudium an der RWTH Aachen und der École d’Architecture de Paris la Villette gemeinsam mit Susanne Heiß und Christoph Schmidt gegründet hat. Bis 2009 war er zudem am Lehrstuhl für Städtebau und Entwerfen an der Fakultät für Architektur, Bauingenieurwesen und Stadtplanung der BTU Cottbus tätig.

Mit ifau hat Heinemann diverse Projekte für Kulturinstitutionen realisiert, so den Umbau des Palais Thinnfeld in Graz, The Showroom in London sowie Projekträume des Goethe-Instituts und den Umbau des Artists Space in New York. ifau beschäftigt sich zudem intensiv mit partizipativen Wohnformen und kostengünstigem Wohnungsbau. In Kooperation mit Jesko Fezer und Heide & von Beckerath konnte 2012 das gemeinschaftliche Wohnprojekt R50 realisiert werden, ein weiteres Wohnprojekt, das verschiedene Nutzungen und Wohnformen mischt wird derzeit fertiggestellt.

Heinemann versteht Architektur als Ort alltäglicher Handlungen und Verhandlungen und entwickelt aneignungsoffene Räume, die vielfältige Interpretationen und unterschiedliche Gebrauchsmuster zulassen: „Alternativen für den Wohnungsbau zu schaffen bedeutet Verfahren und Räume zu entwerfen, die Akteuren und zukünftigen Nutzern Beteiligung und Teilhabe ermöglichen.“

Prof. Mona Mahall lehrt und forscht an der HCU zu Architektur und Kunst

Mona Mahall untersucht als Professorin für „Architektur und Kunst“ Architektur im Verhältnis zur kritischen und reflexiven Praxis der Kunst. In unterschiedlichen Medien und Formaten, vor allem in Ausstellungen, Installationen, Typologien und Texten entwickelte sie in der Vergangenheit bereits Projekte, die bestehende, künstlerische wie architektonische Positionen erfassen und in die technologische Gegenwart übersetzen. Mahalls Arbeiten werden international ausgestellt und publiziert, darunter die Istanbul Design Biennale (2016), das Art Center Los Angeles (2015) oder Shenzhen Bi-City Biennale of Urbanism/Architecture (2015). Als Co-Editorin gibt sie seit 2007 das internationale Magazin „Junk Jet. Magazine on Architecture, Art, and Media“ heraus. Mahall hat über spekulative Entwurfsstrategien in der Moderne promoviert. Sie hat als Professorin für Grundlagen der Gestaltung und Experimentelles Entwerfen an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, sowie für Architektur an der Cornell University gelehrt.

Ausgehend von ihrer Praxis beginnt Mona Mahall ihre Zeit an der HCU Hamburg mit einem Lehrprojekt, das sich mit flüchtigen Strukturen und prekären städtischen Prozessen auseinandersetzt. In Kooperation mit dem Architekturmuseum der Pinakothek der Moderne in München werden Studierende zeitgleiche, aber ungleiche temporäre Phänomene wie das Oktoberfest, einen thailändischen Markt auf einem Bahngleis oder das Burning Man Festival untersuchen. Ziel ist die Erforschung neuer Geschwindigkeiten der Architektur in der globalisierten Welt, sowie die Reflexion und Projektion damit verbundener Vorstellungen von Technik, Leben, Material und Gemeinsamkeit.

Von großer Bedeutung ist Mahall der Austausch mit den Nachbardisziplinen Kultur der Metropole und Stadtplanung, um Perspektiven auf städtische Prozesse zu erweitern. In diesem Austausch liegt für Mahall das große Potential der HCU: „Die HCU hat als eine der wenigen Hochschulen Interdisziplinarität strukturell verankert, um komplexen urbanen Prozessen forschend wie entwerfend gerecht zu werden.“

Antje Stokman übernimmt die Professur „Architektur und Landschaft“

Ab dem Sommersemester 2017 wird Antje Stokman als Professorin für „Architektur und Landschaft“ Strategien der Gestaltung urbaner Landschaften an der HCU Hamburg entwickeln. Zuletzt war Stokman Professorin und Leiterin des Instituts für Landschaftsplanung und Ökologie an der Fakultät für Architektur und Stadtplanung der Universität Stuttgart.  Als Forscherin, praktizierende Landschaftsarchitektin und Mitglied der interdisziplinären Plattform „Studio Urbane Landschaften“ entwickelte sie seit 2005 vielfältige nationale und internationale Forschung-, Praxis- und Lehrprojekte im Spannungsfeld von Klimawandel, Urbanisierungsdruck und Freiraumentwicklung in Städten wie Hamburg, Changde, Lima und Cairo. Für ihre Arbeiten erhielt sie im Jahr 2009 den Niedersächsischen Wissenschaftspreis als herausragende Nachwuchswissenschaftlerin und den 2011 den internationalen Topos Landscape Award. Wichtige Erkenntnisse aus ihren Forschungs-, Lehr- und Praxisprojekten präsentiert sie im Rahmen der von ihr ko-kuratierten laufenden Gruppenausstellung „draussen. Landschaftsarchitektur auf globalem Terrain“in der Pinakothek der Moderne in München (bis August 2017).

Als Landschaftsarchitektin ist Antje Stokman der festen Überzeugung, dass eine zukunftsweisende Entwicklung urbaner Lebensräume bedeutet, die Anforderungen des ökosystemaren Landschaftshaushalts, die nachhaltige Entwicklung der Infrastruktursysteme und die ästhetische Stadt- und Landschaftsgestaltung zu integrieren. Hamburg stellt für Stokman als „grüne Stadt am Wasser“ ein perfektes Lehr- und Forschungslabor für landschafts- und wasserbezogene Strategien des Bauens und der Metropolenentwicklung dar. „Die Landschaftsarchitektur bietet eine wichtige konzeptionelle Folie für die Suche nach neuen landschaftlichen Ausdrucksformen, Gestaltungslösungen und Organisationsstrukturen, die als ‚grüne Infrastruktur‘ eine zunehmend wichtigere gesellschaftlich-politische Bedeutung bekommen. Hier liegen große Zukunftsaufgaben vor uns – direkt vor unserer Haustür, wie auch international.“

2.000 Teilnehmende in Hamburg beim „March for Science“

Mehr als 2.000 Menschen haben sich am vergangenen Samstag auf dem Rathausmarkt versammelt, um beim „March for Science“ für die Werte freier Wissenschaft zu demonstrieren – darunter auch zahlreiche Studierende und Mitarbeitende der HCU Hamburg.

Der Hamburger March for Science ist Teil einer weltweiten Bewegung, die ihren Ursprung in den USA hat. In mehr als 600 Städten weltweit fanden am „World Earth Day“ am 22. April Märsche statt, um auf die Bedeutung wissenschaftlicher Forschung als Grundlage für die gesellschaftliche Entwicklung aufmerksam zu machen. In Deutschland gab es an 22 Orten Demonstrationen, zu denen nicht nur Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sondern alle Bürgerinnen und Bürger aufgerufen waren. Zahlreiche Hochschulen und wissenschaftliche Einrichtungen unterstützen die Märsche.

Marina Brink, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der HCU ist Teil des Organisationsteams des March for Science und hat die Kundgebungen moderiert: „Mit den Märschen wollen wir nicht nur zeigen, dass die Freiheit der Wissenschaft als demokratisches Grundprinzip gewährleistet bleiben muss. Wir wollen auch ein Zeichen der Solidarität gegenüber Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern setzen, die durch politische Rahmenbedingungen in ihrem Grundrecht auf freie Lehre und Forschung beschränkt werden. Wir freuen uns sehr über die große Aufmerksamkeit und dass so viele Menschen unserem Aufruf gefolgt sind!“

„Make Science, not War“, „Wer nichts weiß, muss alles glauben“ oder „Forschen statt Faken“ – kreativ zeigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Gestaltung von Schildern und Bannern. Der Hamburger March for Science startete auf dem Hamburger Rathausmarkt und setzte sich dann über den Jungfernstieg und Gänsemarkt in Richtung Universität Hamburg fort. Nach der Abschlusskundgebung präsentierten dort  junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei einem Science Slam unterhaltsam und verständlich ihre aktuellen Forschungsprojekte.

 

„Wenn ich mit der U-Bahn fahre und Endstation ist die HafenCity Universität, dann habe ich ein gutes Gefühl!“

HCU-Hochschullehrer und waterfront-Mitglied Bernd Kritzmann geht in den Ruhestand

Nach über 70 Semestern und 35 Jahren Lehrtätigkeit im Bauwesen verlässt Professor Dr.-Ing. Bernd Kritzmann die HafenCity Universität Hamburg (HCU) und wurde zum Ende des Wintersemesters 2016/2017 feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Professor Kritzmann hat sich in den vergangenen Jahrzehnten mit hohem Engagement für die Hochschule, seinen Studiengang Architektur und die Studierenden eingesetzt. Im Interview spricht er über die HCU, seine akademische Laufbahn und den zukünftigen Ruhestand.

 

Herr Professor Kritzmann, Sie blicken auf über 35 Jahre Lehrtätigkeit zurück ­- wie sieht die persönliche Bilanz ihrer akademischen Laufbahn aus?

Ich blicke mit großer Freude und mit Stolz auf meine akademische Laufbahn. Ich habe über 70 Semester und 35 Jahre in der Lehre gearbeitet und schaue nun auf über 50 Jahre Berufserfahrung im Bereich Bauwesen zurück. Durch meine Mitarbeit und die vielfältigen Tätigkeiten im wissenschaftlichen Bereich hatte ich das Glück, die gesamte Entwicklung von Hamburger Hochschulen in den letzten 25 Jahren – und natürlich speziell die der HafenCity Universität Hamburg – mitzubekommen. Von Beginn an war ich an jedem Schritt unserer jungen Hochschule beteiligt: von der Namensgebung bis zum Spatenstich für unseren Neubau. Es war eine sehr intensive und spannende Zeit. Über Hamburg hinaus verfüge ich heute über ein Netzwerk in ganz Deutschland, Europa und darüber hinaus.

 

Sie sind seit der Planung und der Gründung ein Teil der HCU. Wie wird die HCU Ihrer Einschätzung nach von anderen Hochschulen gesehen bzw. wie lässt sie sich in die deutsche Hochschullandschaft verorten?

Die HCU wurde in ihrer Gründungsphase von der gesamten Hochschullandschaft in der Bundesrepublik – und auch in der Schweiz und in Österreich – sehr stark beobachtet. Eine Verschmelzung von Fachhochschule, Universität und Kunsthochschule zu einer Hochschule war etwas völlig neues. Die HCU ist und war auf jeden Fall ein Innovationsschub. Alle Beteiligten, zu denen auch ich zählte, hatten die Möglichkeit eine Universität mitaufzubauen. Der gesamte Prozess wurde sehr stark von außen unter die Lupe genommen, und dabei auch kritisch gesehen. Die HCU hat sich aber fest in der Hochschullandschaft etabliert und wir haben einiges auf dem Weg gebracht. Hervorzuheben wäre beispielsweise die Kooperation mit dem MIT (Massachusetts Institute of Technology) und unserem City Science Lab. Das ist wirklich eine tolle und einmalige Sache. Die HCU ist mittlerweile auch bei den Protagonisten in der Stadt und in der Metropolregion Hamburg fest verankert und angesehen.

 

Wie sieht Ihr persönliches Bild von der HCU aus?

Die HCU hat einen sehr guten Weg hinter sich, es gibt sehr viele positive Aspekte und ich habe hier unglaublich gerne gearbeitet. Bei Wettbewerben zeigt sich deutlich die Qualität der HCU, da unsere Studierenden reihenweise Preise und Auszeichnungen gewinnen und immer vorne mit dabei sind. Aber natürlich gibt es da noch mehr Potenzial und wir können definitiv noch eine Schippe drauf legen. Die HCU braucht Menschen und Fachkräfte, die nachrücken. Es muss immer eine Weiterentwicklung und Innovationen geben. Die Ansätze und Problemlösungen der jungen Menschen müssen dabei miteinfließen. Die Hochschule ist auch ein Lebens- und Aufenthaltsraum, das kann noch mehr genutzt und gefördert werden. Was ich der HCU ins Buch schreiben würde: Vernetzt euch noch mehr intern – die noch bessere Vernetzung unserer einzelnen Studiengänge birgt weiteres Potenzial. Sonst fühle ich mich nach wie vor sehr wohl in unserem schönen Gebäude und in unserer Hochschule. Wenn ich mit der U-Bahn fahre und Endstation ist die HafenCity Uni, dann ist das schon ein gutes Gefühl!

 

Über 70 Semester waren Sie für Ihre Studierenden da. Was wird Ihnen am meisten fehlen?

Das kann ich natürlich jetzt noch nicht absehen. Ich hatte in der Regel 200 Studierende pro Semester und man ist sehr viel im direkten Kontakt mit den Studierenden: Vorlesungen, Forschungsprojekte sowie der soziale und fachliche Austausch in der Sprechstunde. Wahrscheinlich werden mir am meisten die vielen Menschen fehlen, die ich immer um mich brauche und die ich jeden Tag in der HCU um mich hatte. Ich habe schon meiner Frau gesagt, dass wir reichlich Feste feiern müssen, um viele Menschen einzuladen, weil ich das einfach brauche. Das werde ich wirklich vermissen. Ich habe in den Jahre über 5000 Architekten mitausgebildet. Wichtig war mir in all den Jahren immer die Lehre an der HCU, für Studierende da zu sein und mich mit einzubringen. Gleichzeitig war es auch immer ein Ansporn für mich die fachliche Expertise und Kompetenz zu behalten und „dranzubleiben“. Das hat mir in den vielen Semestern eine Menge Spaß bereitet.

 

Haben Sie ein persönliches Highlight unter den vielen Projekten, die Sie in den letzten 35 Jahren betreut haben?

Zu den Highlights zählen sicherlich die über 30 Exkursionen: Ich war mit meinen Studierenden in Nepal, den USA, in Frankreich und Italien sowie in vielen anderen Ländern. Wir haben den Studierenden auch außergewöhnliche Angebote wie eine „architektonische“ Fahrradtour durch Mecklenburg-Vorpommern direkt nach der Wende ermöglicht. Ich habe weiterhin große Freude am Verreisen und meine Frau und ich werden auch in der Zukunft weiterhin viel reisen. Ich werde auch weiterhin Architektur-Fotos machen. Wenn ich alles zusammenrechne, dann habe ich von all den Exkursionen, Reisen und Seminaren bestimmt über 2 Terrabyte Fotos.

 

Seit Anfang April sind Sie nun im wohlverdienten Ruhestand. So wie man Sie kennt, wird Ihr Eintritt in den Ruhestand kein endgültiger Abschied von der Architektur sein. Was machen Sie in Zukunft?

Ich werde der Architektur in verschiedenen Funktionen weiter erhalten bleiben: Ich berate weiterhin den Akkreditierungsverbund für Studiengänge der Architektur und Planung (ASAP), da ich in meiner gesamten Laufbahn alle deutschsprachigen Universitäten und Hochschulen und die jeweiligen Architekturabteilungen kennengelernt habe. Zudem bin ich nach wie vor im Vorstand von Barrierefrei Leben e.V. und in verschiedenen beratenden Tätigkeiten für die Freie und Hansestadt Hamburg aktiv. In meiner Freizeit werde ich mich meinem größten Hobby, der Malerei, widmen. Ich gehöre seit 1998 der Hamburger Aquarellwerkstatt an und bin Mitglied eines Gemeinschaftsateliers.

Ramboll ist 100. Mitglied im Förderverein der HafenCity Universität Hamburg

Die Ramboll IMS Ingenieurgesellschaft mbH ist das 100. Mitglied im waterfront e.V. – der Förderverein unterstützt die HafenCity Universität Hamburg (HCU) in Wissenschaft, Lehre und Forschung.

Der Förderverein waterfront e.V. unterstützt die HafenCity Universität Hamburg (HCU) in Wissenschaft, Lehre und Forschung. Dabei bringt er Menschen aus den Bereichen Bauen, Immobilien und Metropolenentwicklung in den Dialog. Die Mitglieder ermöglichen der HCU durch persönliches Engagement und materielle Förderung wichtige und innovative Projekte umzusetzen.

Die dänische Ramboll Group A/S ist ein weltweit agierendes Ingenieur- und Beratungsunternehmen, in dem weltweit über 13.000 Expertinnen und Experten in der Ingenieur-, Planungs- und Managementberatung arbeiten. Seit über 40 Jahren erarbeitet die seit 2012 zum Ramboll-Konzern gehörende und in Hamburg ansässige Ramboll IMS Ingenieurgesellschaft mbH innovative Lösungen im Bereich Wasserbau & Häfen.

Wasserbau- und Hafenprojekte sind häufig von hoher Komplexität geprägt. Der Entwurf und die Planung dieser Projekte erfordern ein breites Spektrum an Kompetenzen. Ramboll ist führender Anbieter unabhängiger Beratungsleistungen im Bereich Häfen und Wasserstraßen sowie Küsten- und Hochwasserschutz.

HCU-Präsident und waterfront-Vorstand Dr.-Ing. Walter Pelka: „Wir freuen uns sehr, mit der Ramboll IMS Ingenieurgesellschaft mbH ein führendes Ingenieur- und Beratungsunternehmen als 100. Mitglied für unseren Förderverein gewonnen zu haben. Unser erst vor vier Jahren gegründeter Förderverein ist erfreulich schnell gewachsen und zeigt die zunehmende Anerkennung für unsere Hochschule in der Stadt. Attraktive  Mitglieder im waterfront e.V. verstärken das fachliche Netzwerk der HCU“.

Dr.-Ing. Peter Ruland, Direktor der Ramboll IMS Ingenieurgesellschaft mbH: „Wir unterstützen sehr gerne die HCU. Darüber hinaus gibt es viele wechselseitige Interessen: Einerseits sind wir „Abnehmer“ der Absolventen, andererseits gibt es viele Anknüpfungspunkte für eine Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis. Die räumliche Nähe unseres Bürostandortes am Stadtdeich zur HCU wird diese Zusammenarbeit besonders leicht machen“.

Herzlich Willkommen!

waterfront unterstützt Studierende beim Entwurf für neue Eingangssituation der HCU

Architektur-Studierende haben im Rahmen des Produktdesign-Wahlpflichtfachs „HCU Concierge“ Entwürfe für eine neue Eingangssituation an der HCU entwickelt, die die verschiedenen Funktionen des Foyers auf kreative Weise vereinen. Der von der HCU-Jury gekürte Gewinnerentwurf von Jonas Käckenmester, Ardiana Kastrati und Maria Mahinova wird umgesetzt.

Das sich über zwei Stockwerke erstreckende Foyer der HCU Hamburg ist ein lebendiger Ort, an dem vielfältige Veranstaltungsformate wie Seminare, Präsentationen und Ausstellungen stattfinden. Zusätzlich zur Nutzung im Rahmen von Veranstaltungen bietet der Eingangsbereich des öffentlich zugänglichen Gebäudes Besuchern auch Orientierung.

Im Rahmen eines Produktdesign-Wahlpflichtfaches im aktuellen Wintersemester wurde die Aufgabe gestellt, einen Entwurf für eine neue Eingangssituation zu erstellen, der die verschiedenen Funktionen des Foyers vereint. Zentrales Element der Entwürfe sollte eine leistungsfähige Kommunikationszelle im Erdgeschoss sein, die Platz für einen Concierge bietet. Der Aufgabe, diese neue Pförtnerloge in die vorhandene Architektur einzupassen, haben sich rund 25 Architektur-Studierende unter der Leitung von Dipl.-Des. Dominik Lutz gewidmet.

Ihre Ergebnisse präsentierten die Studierenden am 1. Februar vor einer Jury, bestehend aus HCU-Präsidenten Dr.-Ing. Walter Pelka, Kanzlerin Stephanie Egerland, Prof. Klaus Sill, Prof. Dr. Michael Staffa (alle waterfront Mitglied), Dipl.- Ing. Architekt Gerd Streng, Dipl.- Ing. Architektin Heike Hillebrand, Marina Brink (waterfront Mitglied) aus dem Referat Kommunikation und AStA-Vorstand Björge Köhler. Die Jury-Mitglieder achteten bei den zehn Entwürfen neben dem Design vor allem auch auf die Funktionalität: Die künftige Pförtnerloge soll der Information und dem Empfang dienen, aber bei internen und externen Veranstaltungen auch als Repräsentations- und Informationsscharnier zwischen Eingangssituation und Veranstaltung  dienen. Der zu entwickelnde Tresen muss darüber hinaus flexibel an verschiedenen Orten eingesetzt werden können.

Der Siegerentwurf „Potential of an empty Space“ von Jonas Käckenmester, Adiana Kastrati und Maria Mahinova überzeugte durch seine Eleganz und hohe Flexibilität in der Nutzung. „Besonders gut gefällt uns die Einbindung der besonderen Architektur des Foyers mit Hilfe von Projektionen“, kommentierte Jury-Mitglied Prof. Klaus Sill die Entscheidung. Die Studierenden entwickelten einen schlichten Corian-Block, der in einen Willkommenstresen mit zwei Arbeitsplätzen verwandelt werden kann. Mit Hilfe eines zusätzlichen Beamers kann das gesamte Foyer in eine interaktive Präsentationsfläche verwandelt werden.

„Im nächsten Schritt geht es darum, den Entwurf nun baubar zu detaillieren, sodass wir anschließend eine Firma mit der Ausführung beauftragen können“, erläutert Jury-Mitglied Gerd Streng das weitere Vorgehen.

Auch die weiteren Platzierten bewiesen ein hohes Maß an Kreativität bei ihren Entwürfen und zeigten unterschiedliche Möglichkeiten der Umsetzung auf. Der Entwurf der Zweitplatzierten Emils Kepitis, Ulrich Hellmann und Christian Behrens gestaltet das Foyer als Aufenthaltsort mit Lounge-Möbeln, die als Sitzflächen dienen, sich aber auch als skulpturale Objekte in den Eingangsbereich einpassen.

Der dritte Platz ging an den Entwurf „Faltwerk“ von Gerrit Westermann, Mike Gauß und Kim Körner, die einen Empfangstresen entworfen haben, der durch Faltlamellen verschließbar ist und durch Rollen einfach bewegt werden kann.

Für ihre kreative Idee einer Tischtennisplatte in Doppelfunktion erhielten Christopher Löbig und Paul Pöthke einen Sonderpreis. Ihre Idee: Der Empfangstresen sollte tagsüber als Tischtennisplatte genutzt werden und abends in einen Empfangstresen zusammengeklappt werden können.

Die Erstplatzierten erhielten einen Gutschein in Höhe von 300 Euro für den Campus-Shop, die Zweitplatzierten einen Gutschein in Höhe von 200 Euro, die Drittplatzierten und der Sonderpreis erhielten einen Gutschein in Höhe von 100 Euro. Die Gutscheine wurden von waterfront e.V. Förderverein der HCU Hamburg, dem zur Verfügung gestellt.