„EUROPA-CENTER SUHR BIM PREIS 2019“ erstmalig an der HCU Hamburg vergeben

Prämiert wurden Bachelor- bzw. Masterarbeiten im Bereich BIM (Building Information Modeling), die den kooperativen Aspekt der Zusammenarbeit mit BIM bzw. die Verknüpfung einzelner Arbeitsprozesse auf Grundlage digitaler Bauwerksdatenmodelle aufzeigen. Unter den Preisträgerinnen und Preisträgern befinden sich zwei HCU-Studierende aus dem Studienprogramm Bauingenieurwesen.

Um den Preis haben sich Bachelor- und Masterabsolventen aus sechs Hochschulen in Deutschland, vorwiegend aus der Fachrichtung Bauingenieurwesen, beworben. Die Arbeiten decken ein sehr breites thematisches Spektrum ab: von konkreten Fragestellungen bei der Anwendung der BIM-Methodik in Hoch- und Tiefbauprojekten über Lösungen für die Prozessautomatisierung und -optimierung für Ökobilanzierungen von Gebäuden, bis hin zu wirtschaftsinformatischen Ansätzen für die Entwicklung von „Business Ecosystemen“ in der Architektur.

Um die Vielfalt und Qualität der geleisteten Beiträge entsprechend zu würdigen, hat die Jury entschieden, zwei 3. Preise zu vergeben und die Preissummen entsprechend anzupassen.Die Preisträgerinnen und Preisträger sind:

1.Preis (2.500 Euro): Verena Wolf, Bauingenieurwesen, Technische Universität München:
„Entwicklung eines Konzeptes zur Bewertung digitaler Datenmodelle am Beispiel einer Bahnsteigplanung“
Betreuer: Prof. Dr.-Ing. André Borrmann und Štefan Jaud, M.Sc.

2. Preis (1.500 Euro): Kasimir Forth, Energieeffizientes und nachhaltiges Bauen, Technische Universität München: „BIM-integrierte Ökobilanzierung“
Betreuer: Prof. Dr.-Ing. André Borrmann und Alexander Braun, M.Sc.

3. Preis (1000 Euro): Sina Petersen, Bauingenieurwesen, HCU Hamburg:
„Vergleich der konventionellen Entwurfsplanung und der Anwendung BIM-gestützter Methoden am Beispiel einer Autobahnüberführung mit Verbundquerschnitt“
Betreuer: Prof. Dr.-Ing. Annette Bögle und Dipl.-Ing. Jörg Seifried

3. Preis (1000 Euro): Anton Kanstantsinau, Bauingenieurwesen, Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG):
„BIM im Membranbau. Konzipierung einer effizienten BIM-Kette für den Membranbau“
Betreuer: Prof. Oliver Fritz und Dr.-Ing. André Ihde

Besondere Erwähnung der Jury: Simon Tabarelli
, Bauingenieurwesen, HCU Hamburg:
„Nichtlineare Optimierung im Bauingenieurwesen. Entwicklung der n-1-dimensionalen Gruppierung als Methode zur Visualisierung von mehrdimensionalen Daten“
Betreuer: Prof. Dr.-Ing. Annette Bögle und Kai Schramme, M. Sc.

Die Jury bestand aus fünf Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, öffentlicher Hand und Forschung: Prof. Dipl. Arch. ETH SIA BDA Daniel Mondino (Digitales Integriertes Prozessmanagement – Planen (Building Information Modeling), HCU Hamburg), Prof. Dr.-Ing. Annette Bögle (Entwurf und Analyse von Tragwerken, HCU Hamburg), Prof. Dr. rer. nat. Dr.-Ing. habil. Klaus-Uwe Fehlauer (Professor für CAD, Bauinformatik, Mathematik und CAFM, Hochschule Wismar und Leiter des Forschungsinstituts für angewandte Informatik im Bauwesen (IAIB e.V.)), Andreas Jantzen (Gesamtprojektleitung, Projektmanagement Planung und Bau und BIM-Management, EUROPA-CENTER AG) und Felix Scholz (Leitung PMO & Digitalisierung – Technical Division Engineering & Construction, Hamburg Port Authority).

 

Bild: Von links nach rechts: Anton Kanstantsinau, Kasimir Forth, Verena Wolf, Jörg Seifried als Vertreung für Sina Petersen

Jubiläumsfeier: 10 Jahre Studienprogramm „REAP“ an der HCU

Am vergangenen Freitag (22. November) feierten mehr als 200 aktuelle Studierende, Ehemalige, Lehrende sowie Freundinnen und Freunde des Studienprogramms das zehnjährigen Bestehen des Master-Programms „REAP“ (Resource Efficiency in Architecture and Planning”). Die Gäste kamen aus vielen verschiedenen Ländern, zum Teil für die Veranstaltung extra weit angereist. Von der ersten bis zur aktuellen „REAP-Generation“ waren Teilnehmende vertreten. Den ganzen Tag über fanden vielfältige Programmpunkte und ein buntes Rahmenprogramm statt.

Den Abschluss machte eine feierliche Abschlusszeremonie, zudem wurde der „Holcim Studienpreis für Nachhaltigkeit“ an die Preisträgerinnen und Preisträger, zum größten Teil REAP-Studierende bzw. REAP-Absolventinnen und Absolventen, vergeben. Das Master-Studienprogramm REAP – „Ressourceneffizienz in Architektur und Planung“ – ist ein internationales und interdisziplinäres Programm, das den Studierenden sowohl Planungsrahmen als auch technologische Werkzeuge zur Verfügung stellt, um ressourceneffiziente Lösungen für eine nachhaltige städtische Umwelt zu konzipieren und zu gestalten.

Seit 2009 lernen internationale Studierende aus aller Welt, die nachhaltige Lösungen für die gebaute städtische Umwelt kennen, erforschen und entwickeln. Im Mittelpunkt des REAP-Programms steht die Begegnung von Menschen aus verschiedenen Kontinenten, Kulturen und beruflichen Hintergründen, die sich gegenseitig und ihre Lernerfahrung bereichern. Viele der Absolventen bleiben in Hamburg und Deutschland und bringen ihr Fachwissen in verschiedene interessante Positionen ein. Viele von ihnen kehren in ihre Heimatländer zurück und leisten dort wichtige Pionierarbeit in den fachbezogenen Clustern und bilden ein wachsendes REAP-Netzwerk rund um den Globus.

Holcim Studienpreis für Nachhaltigkeit 2019 an der HCU Hamburg verliehen

Am 22. November wurde vor 200 Gästen an der HafenCity Universität Hamburg (HCU) zum zwölften Mal der Holcim Studienpreis für Nachhaltigkeit verliehen. Die Verleihung des mit insgesamt 5.500 Euro dotierten Preises an Bachelor- und Master-Absolventen erfolgte im Rahmen der Feierlichkeiten zum zehnjährigen Bestehen des Master-Programms “REAP – Resource Efficiency in Architecture and Planning”.

Joachim Dietz, Mitglied der Geschäftsführung der Holcim (Deutschland) GmbH, überreichte gemeinsam mit dem HCU-Vizepräsidenten und Jury-Vorsitzenden Prof. Dr. Harald Sternberg die Auszeichnungen im Holcim Auditorium. „Wir sind sehr erfreut, dass in diesem Jahr besonders viele Arbeiten mit erneut vielfältigen disziplinären Ansätzen und Themen eingereicht wurden“, so Prof. Dr. Harald Sternberg. Joachim Dietz ergänzt: „Nachhaltiges Denken und Handeln geht uns alle an. Es würde mich zudem sehr freuen, wenn die Studenten auch am laufenden weltweiten Award der LafargeHolcim Foundation for Sustainable Construction teilnehmen würden, denn hier gibt es auch die Kategorie Next Generation“.

Die von Lucy Henriques Lobato verfasste Master-Arbeit „The influence of the built environment on walking: The further development and application of a walkability tool in a comparison study of two selected neighborhoods and the proposal of guidelines to foster active behaviour in Hamburg, Germany“ wurde mit 1.500 Euro prämiert. Die Arbeit aus dem Studienprogramm REAP wurde von Prof. Dr. Udo Dietrich und Dipl.-Ing. Stefan Kreutz betreut.

Ebenfalls mit 1.500 Euro wurde die Master-Arbeit von Anastasiya Andrukovich ausgezeichnet. Die Arbeit mit dem Titel „Adaptation guidance for flooding risk mitigation in Minsk, Belarus“ im Studienprogramm REAP wurde von Prof. Dr. Wolfgang Dickhaut betreut.

Einen mit gleichfalls 1.500 Euro dotierten Preis erhielt die Master-Arbeit von Pakdad Pourbozorgi Langroudi zum Thema „Quantity determination of specific arbitrary substances in heterogeneous construction materials to receive reliable information of structure condition over service life“. Seine ebenfalls im Studienprogramm REAP eingereichte Arbeit betreuten Prof. Dr. Gesa Kapteina und Prof. Dr. Ingo Weidlich.

Unter den Bachelor-Absolventen wurde die Abschlussarbeit von Anika Henning „Neubau Stadtquartiere: Die DGNB Zertifizierung als Instrument nachhaltiger Stadtplanung“ mit 1.000 Euro prämiert. Die Arbeit wurde von Prof. Dr. Jörg Knieling und Nancy Kretschmann im Studienprogramm Stadtplanung betreut.

Holcim Studienpreis für Nachhaltigkeit

2007 entwickelten der Baustoffproduzent Holcim (Deutschland) GmbH und die HafenCity Universität Hamburg (HCU) einen Wettbewerb für Studierende, bei dem jährlich die besten Arbeiten zum Thema nachhaltiges Planen und Bauen an der HCU ausgezeichnet werden. Wissenschaftliche Exzellenz und gesellschaftliche Verantwortung sollen durch den Wettbewerb in allen Studienprogrammen der HCU gefördert werden. Bislang wurden damit von Holcim insgesamt 32 Abschlussarbeiten von 37 Preisträgern mit einem Gesamtbetrag von 48.500 Euro prämiert.

Henning-Voscherau-Platz in der HafenCity feierlich eingeweiht

Der Vorplatz der HafenCity Universität Hamburg, zwischen Buenos-Aires-Kai und Überseeallee, ist am Donnerstag (14.11.2019) nach Altbürgermeister Dr. Henning Voscherau (1941 – 2016) benannt worden. Die Entscheidung der dafür zuständigen Senatskommission geht auf den Vorschlag von Bürgermeister Peter Tschentscher zurück, der den Platz heute gemeinsam mit Bezirksamtsleiter Falko Droßmann und Mitgliedern der Familie Voscherau einweihte.

Henning Voscherau war von 1988 bis 1997 Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg und stellte in dieser Zeit unter anderem die Weichen für die Entstehung der HafenCity. Der Henning-Voscherau-Platz soll an den Altbürgermeister erinnern und sein Engagement für die HafenCity würdigen.

Tag der Digitalisierung an der HCU Hamburg – Digitalstaatsministerin Dorothee Bär und Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank zu Gast an der HCU

Der „Tag der Digitalisierung“ an der HafenCity Universität Hamburg (HCU) fand heute im Beisein von Digitalstaatsministerin Dorothee Bär sowie der Wissenschaftssenatorin und Zweiten Bürgermeisterin Katharina Fegebank mit rund 300 Teilnehmenden statt. Im Fokus standen die enge Verbundenheit sowie auch die Zukunftsorientierung von Digitalisierung, Planung, Konstruktion und Bauen sowie den Smart City-Metropolregionen im wissenschaftlichen Kontext von Wirtschaft und Gesellschaft zu akzentuieren. Zudem wurden verschiedene digitale Projekte der HCU präsentiert und die Zukunft des urbanen Raums im Zeitalter der Digitalisierung diskutiert.

Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitalisierung bei der Bundeskanzlerin: „Hamburg ist, auch dank der HCU, eine Smart City und ein Vorbild für viele Aktivitäten in Deutschland, Europa und darüber hinaus. Wir freuen uns, wenn Hamburger Erkenntnisse in den Wissenstransfer der Modellprojekte Smart Cities einfließen und somit helfen, andere Kommunen zum Kompetenzaufbau zu befähigen.“

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Hamburg steht im bundesweiten Vergleich auf Platz 1 des Smart City Index – das ist Ansporn und Auftrag zugleich, dass immense Potenzial digitaler Technologien für die Stadt der Zukunft zu nutzen. In der HafenCity Universität haben wir dafür eine starke Partnerin: Das preisgekrönte Projekt „Finding Places“ des City Science Labs, der vor wenigen Wochen stattgefundene, internationale City Science Summit oder die Förderzusage über 10 Millionen Euro Bundesmittel für das 5G-Projekt „Level 5 Indoor Navigation“ sind alle beeindruckende Beispiele für die ausgeprägte wissenschaftliche Qualität der HCU. Das City Science Lab oder die geplante Eröffnung eines UN Technology Innovation Labs sind überdies Ausdruck für den hohen Grad an fach- und branchenübergreifendem Forschen. Mit Herrn Professor Müller-Lietzkow wird nun ein ausgesprochener Digitalexperte die Geschicke der HCU leiten – ich wünsche ihm zu seiner Amtseinführung am heutigen „Tag der Digitalisierung“ eine glückliche Hand und gutes Gelingen und freue mich auf die Zusammenarbeit.“

Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow, Präsident der HafenCity Universität Hamburg: „Wer die Zukunft der Städte planen, konstruieren und bauen will, kommt an einer smarten Nutzung digitaler Spitzentechnologien, wie KI, Blockchain und Data Science nicht vorbei – Die HCU ist dazu bereit und freut sich dies am Tag der Digitalisierung zeigen zu können.“

Hintergrund: Tag der Digitalisierung

Alle Lebensbereiche sind von der Digitalisierung betroffen – so auch die „gebaute Umwelt“, sei es in der Stadt oder auf dem Land. Die Digitalisierung verändert dabei nicht nur die Möglichkeiten der (technischen) Ausgestaltung, sondern auch Quartiere und Städte – Smart Cities und smarte Metropolregionen schöpfen dabei die Potenziale der Digitalisierung voll aus.

Darin liegen große Chancen für Forschung, Lehre und Transfer der Spezialuniversität HCU. Diese Herausforderungen und Chancen greift die HCU Hamburg in vielen Bereichen interdisziplinär heute schon auf. Mit dem „Leuchtturmprojekt“ CityScienceLab oder dem jüngst eingeworbenen BMVI-Projekt „Level 5 Indoor Navigation Projekt“ werden Digitalisierung und weitere Thematiken auf hohem Niveau erforscht und angewandt. Der Tag der Digitalisierung gibt, auch unter Berücksichtigung weiterer gesellschaftlicher Ziele, wie zum Beispiel Klimapolitik oder neue Mobilitätsformen, innovative Antworten auf drängende Fragen.