Abschied von der HCU: Prof. Michael Koch „Weg, aber trotzdem noch da“

Für waterfront-Mitglied Prof. Dr. Michael Koch endete im Jahr 2018 seine offizielle Dienstzeit an der HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg). Auch wenn er „formal“ im wohlverdienten Ruhestand ist, bleibt er der HCU weiterhin für Promotionen sowie nationale und internationale fachliche Kooperationen erhalten. Für sein Wirken in Forschung und Lehre und seine Verdienste um die HCU Hamburg ist ihm die Hochschule sehr dankbar.

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Auf die Frage, was er an der HCU nach seinem Abschied am meisten vermisst, antwortet Koch: „Ich vermisse die Möglichkeit auf kurzen Wegen spannende Kooperationen zu verabreden und im kleinen Haus die Vielfältigkeit der Disziplinen schnell spüren zu können, immer wieder Anlass zu Neugier zu haben und die damit verbundene Energie im Haus.“

 

 

Michael Koch ist Architekt und Stadtplaner. Er promovierte an der ETH Zürich. Seine Forschungsprojekte befassten sich mit städtebaulichen und stadtplanerischen Themen, wie „Zusammenhang von Verkehrsinfrastrukturen und Siedlungsentwicklung“ sowie zu „aktuellen Problemen urbanisierter Territorien außerhalb der Kernstädte“ und zum „nachhaltigen Umbau vorhandener Stadtstrukturen“.

In seinen HCU-Jahren hat er sich sowohl in Forschung und Lehre als auch in der Selbstverwaltung in unterschiedlichen Rollen engagiert: Die HCU hat trotz ihrer Startschwierigkeiten mit vielen Projekten auf sich aufmerksam gemacht. Ein Lehr- und Forschungsprojekt der Anfangszeit steht für mich sehr für die mit der HCU verbundenen Aufbruchsstimmung und die Suche nach neuen Wegen der Ausbildung und Forschung: Die „Universität der Nachbarschaften“.“

Michael Koch hatte zahlreiche Lehraufträge an verschiedenen Hochschulen in der Schweiz, war von 1999 bis 2000 Gastprofessor an der Technischen Universität Berlin und von 1999 bis 2004 Professor für Städtebau an der Bergischen Universität Wuppertal. Von 2004 bis 2018 war Koch Professor für Städtebau und Quartierplanung im Studienprogramm Stadtplanung an der HCU Hamburg. Zudem war er seit 2012 mehrere Jahre Dekan der Stadtplanung. Unter seinem maßgeblichen Mitwirken entstand auch der Aufbau des Studienprogramms Urban Design.

Mit dem Ausscheiden an der HCU widmet sich Michael Koch nun vermehrt der Arbeit in seinem Büro „yellow z“ in Berlin und Zürich und ist darüber hinaus als Berater und Gutachter tätig. Seine freie Berufstätigkeit erstreckt sich von Wohnungsbauprojekten über Straßenumbauten sowie Stadtteilplanungen bis hin zu stadtregionalen Leitbildern.

„Ich wünsche der HCU für die Zukunft, dass sie ihr thematisches Gründungsversprechen immer besser wird einlösen können und weitere Impulse in „Baukunst und Metropolenentwicklung“ setzen kann. Ich bin nach wie vor von dem Potenzial dieser thematisch fokussierten Universität überzeugt.“