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Urbane Energieversorgung im Fokus der HCU Hamburg – DHC-Symposium präsentiert nachhaltige Lösungsansätze und Best-Practice-Beispiele

Vier Tage (9.-12. September) diskutierten 250 Teilnehmende aus 28 Ländern auf dem 16. Internationalen Symposium für Wärme- und Kälteversorgung („International Symposium on District Heating and Cooling”, DHC2018) an der HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg) über städtische Energiesysteme, Ressourceneffizienz, Fernwärme- und Fernkältesysteme sowie hybride Energienetze. Neben Jens Kerstan, Hamburger Senator für Umwelt und Energie, der das Symposium mit einer Rede eröffnete, gab insbesondere Henrik Lund (Aalborg University, Dänemark), Experte im Bereich der Temperaturabsenkung im Wärmenetz neue Impulse für die anstehenden Aufgaben und Herausforderungen der Branche in der Wärmewende.

Prof. Henrik Lund (Aalborg University, Dänemark): „Niedertemperaturwärme wird in naher Zukunft das zentrale Thema bei der Wärmeversorgung von Gebäuden sein. Dabei muss müssen sich die Systembereiche Strom und Wärme aufgrund der Sektorenkopplung gegenseitig stützen.“

 

waterfront-Mitglied Prof. Dr.-Ing. Ingo Weidlich (HCU Hamburg): „Die Fernwärmebranche kann die Energiewende durch die Wärmewende signifikant stützen und einen entscheidenden Beitrag leisten. Dies kann nur gelingen, wenn den erforderlichen Transformationsprozessen durch die entsprechenden wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen der Weg bereitet wird. Es gilt die Endkunden zu überzeugen, dass auch sie eine Verantwortung für die Energiewende tragen. Nur wenn sich der Kunde auch mit der Versorgungstechnologie auseinandersetzt, können neue „smarte“ Konzepte greifen.“

Die Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Forschung und Industrie, zu denen auch Startups aus Hamburg zählten, tauschten sich außerdem über die Digitalisierung, politische Regulierung und Flexibilitätsoptionen in Energiesystemen und über „Kauf und Verkauf von Energienetzen“ aus.

 

Das Symposium DHC2018 wurde unter der Leitung von waterfront-Mitglied Prof. Dr.-Ing. Ingo Weidlich (HCU Hamburg) gemeinsam mit dem Energieeffizienzverband für Wärme und Kälte e.V. (AGFW) organisiert. Die Schirmherrschaft trägt der Bereich DHC der International Energy Agency (IEA).

BMBF-gefördertes Forschungsprojekt StadtLandNavi entwickelt anpassungsfähige Tools für ein nachhaltiges Flächenmanagement

Anfang September begann mit einem Kick-off Treffen in Leipzig das Forschungsprojekt StadtLandNavi, das von der HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg) koordiniert wird. Das Projekt entwickelt den Ansatz einer strategischen Navigation für eine ressourcenschonende Landnutzung am Beispiel der Stadtregion Leipzig und erprobt diesen. Dazu werden zusammen mit den regionalen Akteuren Geodaten sowie Planungs- und Kooperationsprozesse analysiert und weiterentwickelt. Damit soll ein gemeinsames, flexibles Handeln über administrative Grenzen hinweg ermöglicht werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert StadtLandNavi bis zum Jahr 2023 mit insgesamt 2,3 Mio. Euro im Rahmen der Fördermaßnahme Stadt-Land-Plus. Beteiligt sind neben der HCU Hamburg der Grüne Ring Leipzig, die Hochschule Anhalt, der Regionale Planungsverband Leipzig-Westsachsen, die Stadt Leipzig und die Technische Universität Dresden.

Copyright: Peter Radke

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Ungewissheit darüber, was in der Zukunft geschehen wird, ruft beim Menschen Verunsicherung und Ängste hervor. Eine vorausschauende Planung der räumlichen Entwicklung ist eine Strategie, um Unsicherheiten entgegenzuwirken. In der Regel ist es jedoch schwierig, in formellen Planungsprozessen flexibel auf unvorhergesehene Ereignisse zu reagieren. StadtLandNavi entwickelt und erprobt daher einen Planungsansatz, der mit einem Navigationsgerät vergleichbar ist. Er ermöglicht, bei geänderten Rahmenbedingungen und Entwicklungen die Route zur Erreichung des Ziels neu zu berechnen.

Die Herausforderungen der Stadtregion Leipzig und deren Rahmenbedingungen haben sich in den vergangenen 30 Jahren mehrfach grundlegend geändert. Nach drastischen Einwohnerverlusten in den 1990er Jahren stagnierte die Einwohnerentwicklung in der Stadtregion. Seit dem Jahr 2011 wächst sie wieder rasant. Damit gehen Angebotsengpässe im Wohnungsmarkt sowie damit verbunden steigende Mieten einher. Der Druck auf Grün- und Freiflächen steigt. Kern von StadtLandNavi ist ein regionales Konzept für die Kulturlandschaft, dass heißt die natürlich erlebbare, kulturell gewachsene und identitätsstiftend wirkende Landschaft. Es soll Möglichkeiten für die Entwicklung der Kulturlandschaft sowie von Siedlungen und Wohnflächen aufzeigen und damit einen Interessenausgleich zwischen Stadt und Land fördern. Dazu werden unter anderem Grundlagen für ein regionales Wohnflächenkonzept entwickelt, das neue Standorte für den Wohnungsbau verortet. In den kooperativen Prozess, der in enger Zusammenarbeit mit dem ebenfalls vom BMBF-geförderten Projekt Interko² erfolgt, werden die regionalen Akteure einbezogen. Umsetzungsprojekte dienen dazu, Freiräume aufzuwerten und Siedlungsflächen zu aktivieren. Ein Monitoringsystem zeigt auf, wenn sich Entwicklungen oder Rahmenbedingungen ändern, sodass die regionalen Akteure ihre Strategien anpassen können.

waterfront-Mitglied Prof. Dr.-Ing. Jörg Knieling, Professor für Stadtplanung und Regionalentwicklung an der HCU Hamburg und Leiter des Forschungsprojekts StadtLandNavi :„In einer engen Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis entwickelt und erprobt StadtLandNavi ein Instrumentarium für das Planungsmanagement, das es der Stadtregion Leipzig ermöglicht, auf die Herausforderungen ungewisser Zukünfte flexibel zu reagieren.“

Dr. Thomas Zimmermann (HCU Hamburg), neben waterfront-Mitglied Prof. Dr.-Ing. Jörg Knieling Leiter des Forschungsprojekts StadtLandNavi: „Im Gegensatz zum vorherrschenden Planungsmodus, der mit dem Fahren nach einem Autoatlas vergleichbar ist, erfordert eine nachhaltige Flächennutzung ein Vorgehen, das einem Navigationsgerät ähnelt und ständig die Route neu berechnet. Um ein gewisses Ziel zu erreichen ist es erforderlich, sich an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen.“

Heiko Rosenthal, Bürgermeister der Stadt Leipzig für Umwelt, Ordnung, Sport sowie Sprecher des Grünen Ringes Leipzig: „Die grüne und blaue Infrastruktur sind wesentliche weiche Standortfaktoren, die zur hohen Lebensqualität der Stadtregion Leipzig beitragen und deshalb geschützt und gestärkt werden müssen. Durch das Bevölkerungswachstum beobachten wir einen immer stärkeren Nutzungsdruck auf die Freiflächen, was eine Neuausrichtung von Planungsansätzen notwendig macht. Mit dem Grünen Ring Leipzig verfügen wir in der Stadtregion Leipzig seit 1996 über ein funktionierendes interkommunales Arbeitsnetzwerk, das sich vor allem über die Umsetzung des bestehenden Strategiepapieres „Regionales Handlungskonzept des Grünen Ringes Leipzig“ in das Forschungsprojekt StadtLandNavi einbringen wird, um daraus Rückschlüsse und neue Impulse für die künftige Entwicklung ableiten sowie Pilotprojekte umsetzen zu können.“

Drei weitere Jahre Zusammenarbeit: HCU Hamburg und CityScienceLab bauen Kooperation mit dem MIT Media Lab aus

Im Rahmen einer Delegationsreise der Zweiten Bürgermeisterin und Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, Katharina Fegebank, unterzeichneten die Vizepräsidentin für Forschung der HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg), waterfront-Mitglied Prof. Dr. Gesa Ziemer, und der Direktor des MIT Media Lab, Kent Larson, einen neuen Kooperationsvertrag in Boston. Darin verständigen sich die Partner, ihre Zusammenarbeit auszubauen und in den kommenden drei Jahren zu intensivieren. Die Kooperation zwischen der HCU Hamburg und dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) besteht bereits seit der Gründung des CityScienceLab im Jahr 2015 und fördert einen fortlaufenden wissenschaftlichen Austausch. Die Zusammenarbeit wird nun für drei weitere Jahre bis Ende 2021 verlängert und seit ihrem Bestehen im Rahmen der Strategie der Digitalen Stadt von der Senatskanzlei der Freien und Hansestadt Hamburg finanziert.

waterfront-Mitglied Prof. Dr. Gesa Ziemer, Leiterin des CityScienceLab, HCU Hamburg: „Mit der Verlängerung der Vereinbarung zwischen MIT und HCU Hamburg können wir die Zukunft der Städte weiter an unseren digitalen Stadtmodellen visualisieren und mit unterschiedlichen Stakeholdern konstruktive Dialoge über Stadtentwicklung führen.“

Kent Larson, Direktor MIT Media Lab: „Die CityScience Gruppe am MIT Media Lab freut sich, die Kooperation mit der HCU Hamburg zu verlängern und spannende Projekte in Hamburg zu bearbeiten. Gemeinsam mit der HCU Hamburg entwickeln wir datenbasierte Stadtmodelle, mit denen man urbane Umgebungen und Städte verbessern und mehr Lebensqualität schaffen kann.“

 

Die feierliche Unterzeichnung der Vereinbarung zwischen dem MIT und der HCU Hamburg fand im Rahmen eines einwöchigen Forschungsaufenthaltes des CityScienceLab-Teams am MIT Media Lab statt. Schwerpunkte der zukünftigen Zusammenarbeit sind unter anderem digitale Partizipationsmethoden im Bereich der Wohnraumplanung, neue Mobilitätsformen in urbanen Quartieren, E-Culture sowie die Integration städtischer Daten auf einer zentralen Plattform (Urban Data Hub) mit digitalen Anwendungen für verschiedene Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft.

Über das CityScienceLab:

Das CityScienceLab der HCU Hamburg ist eine Kooperation mit dem Media Lab des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und dient als Forschungseinheit zur Untersuchung von Städten in der digitalen Zeit. Zur Diskussion von komplexen städtischen Zusammenhängen wurden im Rahmen der Kooperation mit dem MIT Media Lab 2015 erstmals so genannte „City Scopes“ nach Deutschland geholt, die zunächst für das Projekt „FindingPlaces“ weiterentwickelt wurden.

Innovative Lösungen für Städte: HafenCity Universität Hamburg als Kooperationspartner im EU-Projekt CLEVER Cities beteiligt

Im Juni startete die HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg) zusammen mit der Freien und Hansestadt Hamburg als Koordinatorin und dem Bezirk Harburg als Projektträger, dem Hamburger Weltwirtschaftsinstitut, der Stadtenwicklungsgesellschaft Hamburg (STEG) sowie der Technischen Universität Hamburg (TUH) und in Kooperation mit 33 weiteren Städten und Institutionen aus Europa, Südamerika und China das EU-geförderte Projekt CLEVER Cities. Mit einem interdisziplinären Team ist die HCU Hamburg in den Bereichen Bürgerbeteiligung, Stadtplanung und Landschaftsarchitektur beteiligt. Geleitet wird das Projekt an der HCU Hamburg von den waterfront-Mitgliedern Prof. Dr.-Ing. Jörg Knieling, Prof. Dr.-Ing. Jörg Noennig und Prof. Antje Stokman. Modellstädte des Projekts sind unter anderem Hamburg, London und Mailand. Dort sollen naturbasierte Lösungen und Methoden der Stadtplanung zur Aufwertung und Regenerierung benachteiligter Stadtteile beitragen. In die Gestaltungsprozesse werden neben den Expertinnen und Experten auch die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadtteile eingebunden. Das Projekt läuft bis ins Jahr 2023.

Bild: Pexels (CC0-Lizenz)

Zur Behebung sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Probleme in ausgewählten Stadtteilen setzen die teilnehmenden Städte auf naturbasierte Interventionen, wie etwa die Errichtung von grünen Korridoren oder die Gestaltung von Fassaden- und Dachbegrünung. Dabei werden auch die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadtteile sowie lokale Unternehmen und bürgerschaftliche Initiativen in die Planungsprozesse einbezogen. Zu den grünen Interventionen, die im Rahmen von CLEVER Cities in Hamburg umgesetzt werden, zählt die Entwicklung von naturbasierten Lösungen im Harburger Stadtteil Neugraben-Fischbek, in dem die Hälfte der Bevölkerung einen Migrationshintergrund hat. Hier sind Wohnbauprojekte geplant, die auch Asylunterkünfte beinhalten.

waterfront-Mitglied Prof. Dr.-Ing. Jörg Knieling, Professor für Stadtplanung und Regionalentwicklung und Koordinator des HCU-Teams: „Im Rahmen von CLEVER Cities entwickelt die HCU Hamburg in enger Kooperation mit der Stadt Hamburg innovative naturbasierte Lösungen, um die Lebensqualität im Bezirk Harburg zu steigern. Die Lösungen sollen Vorbildcharakter haben.“

waterfront-Mitglied Prof. Dr.-Ing. Jörg Noennig, Professor für Digital City Science am CityScienceLab der HCU Hamburg: „Die Digitalisierung bietet neue Ansätze und Lösungen für Bürgerbeteiligungsprozesse im Projekt CLEVER Cities. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem Bezirk und den Bürgerinnen und Bürgern.“

waterfront-Mitglied Prof. Antje Stokman, Professorin für Landschaftsarchitektur an der HCU Hamburg: „Naturbasierte Lösungen bieten eine Bandbreite an Möglichkeiten zur kreativen Intervention im öffentlichen Raum. CLEVER Cities wird von diesen innovativen Ansätzen, die sich in andere teilnehmende Städte transferieren lassen, profitieren.“

Thomas Jacob, Projektkoordinator CLEVER Cities, Senatskanzlei Hamburg: „Die Bebauung in Neugraben-Fischbek stammt zu einem erheblichen Teil aus den 1960er und 1970er Jahren. Gleichzeitig ist die Arbeitslosigkeit in Neugraben-Fischbek deutlich höher als in anderen Stadtteilen Hamburgs. Neugraben-Fischbek gehört zu den am schnellsten wachsenden Gebieten in Hamburg und die multikulturelle Bevölkerung birgt große Potentiale. Ich bin sicher, dass wir naturbasierte Lösungen finden werden, durch die wir gemeinsam Probleme lösen können.“

Weitere europäische Teilprojekte von „CLEVER Cities“ sind die Anlage eines Grünkorridors entlang einer Bahnstrecke in Mailand und die Neugestaltung des Gebiets Thamesmeade in London. Neben Hamburg, London und Mailand gehören mit Belgrad, Larissa, Madrid, Malmö, Quito und Sfantu Gheorghe sechs weitere Städte in Europa und Südamerika zum Projekt. Beteiligt sind darüber hinaus Forschungseinrichtungen und Städte in China.

Eröffnung des BIM-Forschungslabs an der HafenCity Universität Hamburg

An der HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg) ist am 9. Juli 2018 im Holcim Auditorium vor rund 100 Gästen und Interessierten aus Architektur- und Ingenieurbüros und aus Hamburger Behörden sowie mit zahlreichen Lehrenden und Studierenden die Auftaktveranstaltung für das Building Innovation Lab (BIMLab@HCU) begangen worden. In dem neuen Lehr- und Forschungslaboratorium für BIM – Building Information Modeling – sollen vielfältige Themen zu digitalen integrierten Prozessen und neue Perspektiven sowie praxisnahe Möglichkeiten erarbeitet werden. BIM bezeichnet dabei eine kooperative, modellbasierte Planungsmethodik und nutzt digitale Prozesse und Strategien für Planung, Bau und Betrieb von Gebäuden. Das BIMLab@HCU wird von waterfront-Mitglied und Bauingenieur-Professorin Dr.-Ing. Annette Bögle, Architektur-Professor Dipl.-Ing. Reinhold Johrendt und dem Architekten Prof. Daniel Mondino geleitet. Künftig soll das Lab der Metropolregion Hamburg als Laboratorium für die Anwendung von BIM und als Plattform für die Weiterentwicklung der Methode dienen.

Die Digitalisierung des Alltags schreitet mit großen Schritten voran, der digitale Wandel verändert auch das Planen, Bauen und Betreiben von Bauwerken. BIM als digitales integriertes Prozessmanagement zur Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Bauwerken, auch „Bauwerksdatenmodellierung“ genannt, ist dabei unerlässlich. Das neu gegründete BIMLab@HCU findet an der HCU Hamburg mit ihrem inter- und transdisziplinären Ansatz ein ideales Umfeld für Building Information Modeling als Querschnittsdisziplin. Die kooperative Arbeitsmethodik zur digitalen Verwaltung der Informationen und Daten von Bauwerken soll an der HCU Hamburg künftig gemeinsam mit allen Akteuren des Planens, Bauens und Betreibens weiterentwickelt werden. Mit der Besetzung der neuen Stiftungsprofessur für Digitales Integriertes Prozessmanagement durch den Architekten Prof. Daniel Mondino wird die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit digitalen Planungswerkzeugen und der interdisziplinäre Austausch an der HCU Hamburg gestärkt. Ermöglicht wurde die Professur durch die EUROPA-CENTER Uwe Heinrich Suhr Stiftung.

Dr.-Ing. Walter Pelka, Präsident der HafenCity Universität Hamburg und waterfront-Mitglied: „BIM ist geeignet die allgegenwärtigen „7 Plagen des Bauens“ zu beherrschen – angefangen von der präzisen und realistischen Definition des Bauvorhabens über die intensive Kommunikation und einen aktuellen Informationsaustausch bis hin zum Management von Planung und Bau. BIM ist eine zeitgemäße Methodik, eine Philosophie, Sichtweise und Handlungsgrundlage für alle Baubeteiligten. Das BIMLab@HCU soll für die Lehre, die Forschung und den intensiven Austausch aller Interessierten die Plattform des Nordens werden.“

Uwe Heinrich Suhr, EUROPA-CENTER Uwe Heinrich Suhr Stiftung: „Als Praktiker, der täglich mit Architekten, Bauherren und Investoren zu tun hat, weiß ich, wie wichtig eine verifizierte Datengrundlage für große Projekte ist. BIM sollte für alle Bauherren relevant sein und hilft Lösungsansätze zu finden. Ich wünsche mir, dass Hamburg und die HCU Hamburg in Zukunft bei BIM eine Vorreiterrolle einnehmen.“

Prof. Daniel Mondino, Professur für Digitales Integriertes Prozessmanagement – Planen, Building Information Modeling (BIM), HCU Hamburg: „Wir müssen uns bewusst sein, dass die Menschen, die wir heute ausbilden am Ende des Studiums einer völlig anderen digitalen Welt begegnen. Darauf muss unsere Ausbildung reagieren. Wir verstehen das BIMLab als Hotspot für die Digitalisierung im Bauen, Planen und Betreiben der Metropolregion Hamburg.“

waterfront-Mitglied Prof. Dr.-Ing. Annette Bögle, Professur für Entwurf und Analyse von Tragwerken, HCU Hamburg: „Wir müssen über die Grenzen der Disziplinen hinaus kommunizieren, da BIM eine Querschnittsdisziplin ist. Wir wollen in Zukunft das dazugehörige Kompetenzzentrum sein.“

 

Die Vorbereitungen für die Einrichtung des Lab haben drei Jahre in Anspruch genommen. Das Lab hat bereits im Januar 2018 die Arbeit aufgenommen. Das BIM Lab@HCU soll zu einer ersten Adresse bei der Erforschung und Weiterentwicklung modellbasierter Planung und Bearbeitung von Bauprojekten in Hoch- und Tiefbau sowie in der Infrastrukturplanung werden. Darüber hinaus wird die Digitalisierung von Bauplanung, Ausführung und Instandsetzung auch die Berufsbilder in Architektur und Bauingenieurwesen in den kommenden Jahren und Jahrzehnten nachhaltig verändern. Die HCU Hamburg und das BIMLab@HCU wollen in Forschung und Lehre diese Entwicklung mitgestalten und in Bezug auf die Methode BIM und den damit verbundenen Qualifikationsmöglichkeiten die Studierenden, Absolventinnen und Absolventen zeitgemäß und zukunftsorientiert auf die Praxis und spätere Berufswelt vorbereiten.