Archiv des Autors: waterfront

Last Lecture und Verabschiedung von Prof. Dr. Wolfgang Willkomm

Seine letzte Vorlesung an der HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg) hielt waterfront-Mitglied Wolfgang Willkomm, Professor für Baukonstruktion und Baustoffe im Studienprogramm Architektur der HCU Hamburg, am 14. Juni vor aktuellen und ehemaligen Studierenden, Kolleginnen und Kollegen sowie Freunden anlässlich seines Eintritts in den Ruhestand. Gastredner waren seine langjährigen Wegbegleiter Helmut Rogawski (Berlin) und waterfront-Mitglied Prof. Klaus Sill (HCU Hamburg). Nach seiner Last Lecture und der emotionalen Verabschiedung im vollbesetzten Hörsaal 200 wurde im Ökumenischen Zentrum in der HafenCity bis in die späten Abendstunden weitergefeiert. Unterstützt wurde die Veranstaltung durch die Henri Benthack Stiftung, das Dekanat des Studienprogramms Architektur an der HCU Hamburg und den Förderverein waterfront e.V. der HCU Hamburg.

Entwurf und Konstruktion – „Architektur erhält Sinn nur durch Menschen“

Der Ingenieur Helmut Rogawski veranschaulichte in seinem Gastvortrag anhand der Eissporthalle München und des Großmarktes Hamburg das gelungene Zusammenwirken von Architekten und Ingenieuren, wenn beide gemeinsam interdisziplinäre Projekte realisieren. Klaus Sill hielt einen Vortrag mit dem Titel „praktizieren + analysieren + notieren“ und berichtete über verschiedene Projekte aus der eigenen Berufsvergangenheit und zeigte anhand von Formaten wie den Tea Time Lectures und verschiedenen Werkberichten, wie Studierende der Architektur und des Bauingenieurwesens heute an der HCU Hamburg zusammenarbeiten und auf eine gemeinsame berufliche Zukunft vorbereitet werden.

Zu guter Letzt hielt Wolfgang Willkomm seine letzte Vorlesung mit dem Titel „Entwurf und Konstruktion“, wobei er den Untertitel von „entwerfen und konstruieren zu erfinden und ausprobieren“ umtaufte. Willkomm entführte den vollbesetzten Hörsaal mit einem Potpourri aus mehreren Jahrzehnten Lehre und Forschung einmal um den Globus herum: Er berichtete von spannenden Exkursionen mit Studierenden und Projekten mit Architekten und Ingenieuren auf nahezu allen Kontinenten der Erde und zeigte Projektbilder aus Südamerika, Asien und Afrika. Willkomm schloss seine Last Lecture mit dem Satz, der ihn durch mehrere Jahrzehnte Lehrtätigkeit begleitete: „Architektur erhält Sinn nur durch Menschen“. Sichtlich gerührt war Wolfgang Willkomm am Ende seiner letzten Vorlesung: Mit stehenden Ovationen würdigten ihn seine Kolleginnen und Kollegen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Weggefährten und Studierenden. Nach der Last Lecture wurde Willkomm noch bei Snacks und Getränken gebührend gefeiert.

Wolfgang Willkomm

Prof. Dr. Wolfgang Willkomm forscht und lehrt seit 2006 an der HCU Hamburg, unter anderem in den Studienprogrammen Architektur und Resource Efficiency in Architecture and Planning (REAP). Willkomm hatte wesentlichen Anteil am Aufbau des englischsprachigen Master-Studienprogramms und Forschungsgebietes REAP. Nun geht er nach über einem Jahrzehnt Engagement in Forschung, Lehre und Hochschulpolitik an der HCU Hamburg in den Ruhestand. Mit dem Ausscheiden aus der HCU Hamburg widmet sich Willkomm nun freiberuflichen Tätigkeiten sowie der Lehre im englischsprachigen Masterstudiengang „Real Estate & Leadership“ an der Hamburg School of Business Administration.

Henri Benthack Stiftung

Finanziell unterstützt wurde der Abend und die anschließende Feier von der Henri Benthack Stiftung. Die Henri Benthack Stiftung wurde im Jahr 2005 von Gerdi Benthack (Witwe des Firmengründers Henri Benthack Baustoffgroßhandel) und ihrer Tochter Sigrid Schölzel gegründet. Die Stiftung fördert die Hochschulausbildung in den Bereichen Architektur und Bauingenieurwesen. Die Stiftung unterstützt, vertreten durch ihren Vorsitzenden Klaus Lühmann, in diesem Bereich mehrere Hochschulen durch die Vergabe von Stipendien, Zahlung von Zuschüssen für wissenschaftliche Arbeiten und Forschungsvorhaben sowie durch die Förderung studentischer Projekte. An der HCU Hamburg hat die Henri Benthack Stiftung seit dem Jahr 2007 immer wieder große Projekte und zahlreiche Studierende unterstützt. Weitere Informationen finden Sie unter: www.benthack-stiftung.de

Vizepräsident der EU-Kommission Andrus Ansip zu Gast an der HafenCity Universität Hamburg: Erfahrungsaustausch zur Digitalisierung von Städten

Andrus Ansip, Vizepräsident der EU-Kommission und EU-Kommissar für den digitalen Binnenmarkt, traf am Donnerstag (22. März 2018) Vertreterinnen und Vertreter der HafenCity Universität Hamburg (HCU) und der Stadt Hamburg. Ansip informierte sich im CityScienceLab der HCU Hamburg über die digitale Strategie der Stadt Hamburg sowie aktuelle Lösungen aus der Forschung zur Digitalisierung von Städten.

Nach einer Begrüßung durch waterfront-Mitglied Prof. Dr. Gesa Ziemer (Vize-Präsidentin Forschung und Direktorin des CityScienceLabs der HCU Hamburg), stellte Matthias Wieckmann (Leitstelle Digitale Stadt der Hamburger Senatskanzlei) Hamburgs Pläne zur Digitalisierung vor. Mit der Strategie der Digitalen Stadt möchte der Hamburger Senat die Chancen des technologischen Fortschritts zur Verbesserung von Hamburgs Lebensqualität und wirtschaftlicher Attraktivität nutzen. Wie der Einsatz innovativer Technologien das Verkehrsmanagement in Hamburg weiterentwickeln kann, präsentierten im Anschluss Sebastian Hetzel (Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation) sowie Jeff Marengwa (Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer). Prof. Dr. Gesa Ziemer, Astrid Köhler (Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen) sowie Matthias Kuhr (Hochschule für Angewandte Wissenschaft Hamburg) zeigten den Gästen praktische digitale Lösungen zur Vermittlung von Prozessen der Stadtentwicklung, darunter der Location-Finder und das Projekt „FindingPlaces“ des CityScienceLabs und eine Virtual Reality Anwendung der HAW aus dem Gesamtprojekt „Speicherstadt Digital“ der Behörde für Kultur und Medien.

Prof. Dr. Gesa Ziemer: „Hamburg setzt konsequent darauf, digitale Lösungen in allen Lebensbereichen einzusetzen. Das ist kein Selbstzweck – ob in der Bildung, der Mobilität oder Stadtplanung. Wir wollen damit mehr Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger erreichen. Projekte wie FindingPlaces und Technologien wie die interaktiven Location-Finder ermöglichen neue Formen der digitalen Bürgerbeteiligung. Darüber hinaus bieten offene, urbane Datenplattformen eine besondere Chance für die Transparenz in der Stadtentwicklung und unterstützen weitere Innovationen.“

FindingPlaces, die interaktive Flächensuche für Flüchtlingsunterkünfte wurde im Auftrag der Stadt Hamburg vom CityScienceLab der HCU Hamburg von Februar bis September 2016 entwickelt und umgesetzt. Im vergangenen Sommer hatte das EU-Programm URBACT Hamburg für das Projekt „FindingPlaces“ als „Good Practice“-Stadt ausgezeichnet. Die EU-Auszeichnung als Good Practice-Stadt ermöglicht den 97 ausgezeichneten Städten einen breiten Erfahrungsaustausch im Bereich der nachhaltigen, integrierten Stadtentwicklung. Der Besuch Ansips in Hamburg intensiviert den europaweiten Dialog zum Thema. Ansip war von 2005 bis 2014 Ministerpräsident Estlands, das als Vorreiter für gelebte Digitalisierung gilt.

 

Pädagogik trifft Architektur: Interdisziplinäre Teams der HCU und der Universität Hamburg beim Schulbau-Wettbewerb 2017

Der zum fünften Mal stattfindende Schulbau-Wettbewerb wurde in diesem Jahr erstmals interdisziplinär angelegt: Gemischte Teams aus Architektur-Studierenden der HafenCity Universität Hamburg (HCU) sowie Pädagogik-Studierenden der Universität Hamburg haben gemeinsam Entwürfe für ein Schulbau-Vorhaben der Stadt Hamburg erstellt, die beim internationalen Schulbau Salon 2018 am 7. und 8. Februar 2018 im Hamburg Cruise Center Altona präsentiert wurden.

Für den Wettbewerb 2017/18 wurde die Neuerstellung einer Grundschule und einer weiterführenden Schule im Elbinselquartier in Wilhelmsburg ausgewählt. Neun interdisziplinäre Teams beschäftigten sich mit dem realen, zur Umsetzung anstehenden Schulbauprojekt, das von den Kooperationspartnern Schulbau Hamburg (SBH) und der Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) ausgewählt wurde.

Mit dem ersten Preis und 1.200 Euro wurde das Team Felix Behnecke (HCU), Paul Schneider (HCU), Anne-Lena-Hennings (UHH) und Elisabeth Gajare (UHH) ausgezeichnet. Ihr Entwurf verbindet architektonisch und im pädagogischen Konzept die Ansprüche der verschiedenen Schulformen und Altersgruppen unter den Bedingungen von Inklusion und Ganztagesbetreuung. Der zweite Preis (800 Euro) ging an Veronika Rehwinkel (HCU), Christine Dold (UHH) und Mary Muhsal (UHH). Der dritte Preis (600 Euro) wurde an Candy Lück (HCU), Marina Schröder (HCU), Lisa-Marie Brinkmann (UHH) und Jana Evers (UHH) verliehen. Eine Anerkennung für ein besonderes pädagogisches Konzept (300 Euro) erhielten Johanna Dorn (HCU), Finn Martens (HCU), Haithem Ouaja (UHH) und Matthias Dolezyk (UHH).

Initiiert und ausgelobt wurde der Studentische Architektur Wettbewerb Schulbau vom Cubus Medien Verlag. Fachlich begleitet wurden die Studierenden durch waterfront-Mitglied Prof. Florian Fink, Professor für Entwurf und Baukonstruktion an der HCU Hamburg sowie Prof. Dr. Angelika Paselka, Erziehungswissenschaftlerin der Universität Hamburg.

Neues DFG-Forschungsprojekt an der HCU: Fluch oder Segen? Mikrokredite im informellen Selbstbau in Mexiko

Die zunehmende Vermarktung und Institutionalisierung von Mikrokrediten führt derzeit dazu, dass immer mehr Haushalte in Entwicklungs- und Schwellenländern Kredite aufnehmen, um ihre Selbstbauhäuser zu renovieren und umzubauen. In einem neuen, durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt unter der Leitung von waterfront-Mitglied Prof. Dr. Monika Grubbauer werden an der HafenCity Universität Hamburg (HCU) am Beispiel Mexiko die Effekte erforscht, die die zunehmende Aufnahme der Mikrokredite auf die Praktiken des Selbstbaus in Haushalten mit geringem Einkommen hat.

Egal ob in Afrika, Asien oder Lateinamerika – Urbanisierungsprozesse im globalen Süden vollziehen sich in hohem Maße in Form informeller Stadtentwicklung, mit hohen Anteilen von im Selbstbau errichteten Unterkünften und Häusern. Mikrokredite sollen Haushalte mit geringen Einkommen bei ihren Bauprozessen unterstützen und ihnen so auch helfen, sich eine Existenz aufzubauen. Mikrokredite als Instrumente zur Armutsbekämpfung gelten jedoch als umstritten, da sie die Armut ausnutzen oder sogar verfestigen können. Welche positiven oder negativen Konsequenzen Mikrokredite für den informellen Selbstbau haben, ist derzeit eine wichtige Forschungsfrage.

Das durch die DFG für drei Jahre geförderte Forschungsprojekt an der HCU Hamburg widmet sich dem Thema der Mikrokredite aus zwei sich ergänzenden Perspektiven: Anhand von Dokumentenanalysen und Experteninterviews werden die Rolle von Mikrokrediten innerhalb der nationalen, regionalen und lokalen Wohnungspolitiken, die Akteure auf diesem Markt und die anvisierten Zielgruppen untersucht. Zum anderen wird erfasst, welche Konsequenzen die Ausweitung von Mikrokrediten auf Praktiken des Selbstbaus in Haushalten mit geringen Einkommen in Mexiko hat. Hierzu werden Bauprojekte und -aktivitäten von ausgewählten Haushalten in der Metropolregion Mexico City und der Küstenregion des Staates Quintana Roo im Rahmen von qualitativen Fallstudien und Tiefeninterviews evaluiert.

Prof. Dr. Monika Grubbauer: „Das Projekt verspricht in zweifacher Weise neue Erkenntnisse: Es trägt dazu bei, das Konzept der Finanzialisierung zu schärfen, also den wachsenden Einfluss der Finanzmärkte auf die Realökonomie. Dies geschieht wiederum in einem geografischen, ökonomischen und kulturellen Kontext, der aus den euro- und USA-zentrierten Perspektiven in der Stadt- und Planungstheorie bislang vernachlässigt wurde.“

Stadt Hamburg und HafenCity Universität Hamburg starten Forschungs- und Entwicklungsprojekt zur digitalen Bürgerbeteiligung

Die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, der Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung und die HafenCity Universität Hamburg (HCU) haben sich in einem gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zusammengetan: Das Online-Beteiligungstool der Stadt soll mit dem vom CityScienceLab entwickelten Stadtmodell CityScope zusammengeführt und zu einem integrierten, online und vor Ort einsetzbaren digitalem Partizipationssystem (DIPAS) ausgebaut werden.

Senatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt: „Hamburg ist eine dynamische Stadt, in der laufend gebaut und geplant wird. Dabei binden wir die Menschen vor Ort ein und gehen bei der Bürgerbeteiligung neue Wege, sei es bei der Öffnung von städtebaulichen Wettbewerben wie aktuell in Oberbillwerder oder bei der Online-Beteiligung. Ich freue mich, dass wir mit dem Projekt DIPAS nun weitere Kräfte bündeln können und gemeinsam mit dem Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung sowie der HafenCity Universität einen großen Schritt hin zu einer verbesserten Planungs- und Beteiligungskultur machen. Mit diesem Projekt investiert Hamburg in eine zeitgemäße und moderne Bürgerbeteiligung. “

Prof. Dr. Gesa Ziemer, waterfront-Mitglied und Leiterin CityScienceLab: „Am CityScienceLab der HCU entwickeln wir datenbasierte, interaktive Modelle, die Bürgerinnen und Bürger dabei unterstützen, sich aktiv an der Gestaltung ihrer Stadt zu beteiligen. Nach FindingPlaces freuen wir uns besonders, die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der BSW und dem LGV fortzuführen. Das Projekt DIPAS ist eine einzigartige Gelegenheit, Expertise und die Erfahrung zusammenzuführen und in Hinblick auf stärkere Einbeziehung digitaler Technologien weiterzuentwickeln.“

Arne Dornquast, Bezirksamtsleiter Bergedorf: „Die Bürgerbeteiligung in allen kleinen und großen Planungsprozessen ist, insbesondere in der Bezirksverwaltung, von größter Bedeutung. Durch das DIPAS-Projekt wird die Möglichkeit einer direkten und zeitgemäßen Partizipation aller interessierten Akteurinnen und Akteure unkompliziert und direkt ermöglicht. Ich freue mich besonders darüber, dass wir derzeit mit der Fachbehörde über weitere Einsatzmöglichkeiten sprechen.“

Rolf-Werner Welzel, Geschäftsführer Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung:
„Damit die Bürgerinnen und Bürger leichter ihre Hinweise, Vorschläge, Fragen und Kritik zu den städtebaulichen Planungen der Stadt Hamburg abgeben können, entwickeln die BSW und der LGV schon seit langem digitale Online-Anwendungen, deren Grundlage die Hamburger Geodaten sind. Wir freuen uns, dass die bestehenden Online-Beteiligungsplattformen im Rahmen des Projekts DIPAS zusammengeführt sowie weiterentwickelt werden können. Dabei stellen wir gerne sicher, dass alle notwendigen Geo-Daten technologisch verfügbar sind und so eine schnelle, transparente und umfassende Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger bei städtischen Planungen möglich wird. Zusammengefasst bedeutet dieses, DIPAS wird die Grundlage für die digitale Vernetzung verschiedenster Online-Anwendungen im urbanen Raum sein, und alle Projektbeteiligten setzen dadurch auch einen Teil des Hamburger Urban Data Konzepts um.“

Seit 2016 ist das Online-Beteiligungstool der Stadt im Einsatz und wurde bereits in elf Verfahren erfolgreich angewendet, um Hamburgerinnen und Hamburgern die Teilhabe an Planungsprozessen zu erleichtern. Parallel hat das CityScienceLab im vergangenen Jahr mit dem Projekt „Finding Places“ zur Identifizierung möglicher Flächen für Flüchtlingsunterkünfte im Auftrag der FHH erstmals sein interaktives Stadtmodell auf der Ebene der Gesamtstadt angewandt. Mit dem Zusammenführen der beiden Instrumente im Projekt DIPAS soll ein integriertes Partizipationswerkzeug entstehen, das im Rahmen von informellen Beteiligungsverfahren sowohl vom individuellen Nutzer (über Desktop-PC, Tablet oder Smartphone) als auch mit Hilfe digitaler Datentische (sogenannter Multi-Touch-Tables), in Workshops von Gruppen gemeinsam verwendet werden kann.

Zunächst wird das Beteiligungstool für den Einsatz auf Multi-Touch-Tables angepasst. Anschließend werden schrittweise u.a. ein 3D-Modell der Stadt, digitale Planwerke, 3D-Visualisierungen von städtebaulichen Entwürfen eingebunden und schließlich Simulationen (z.B. von Verkehr, Schall oder Schattenwurf) ermöglicht werden. Ziel ist es, den großen Schatz von Geodaten für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen und so nutzerfreundlich aufzubereiten, dass eine Diskussion auf Augenhöhe mit den Fachleuten möglich wird. Bürgerinnen und Bürger sollen durch erweiterte Nutzungsmöglichkeiten und Informationstiefe dabei unterstützt werden, sich noch besser als bisher mit ihren Ideen, Fragen, Ortskenntnissen und Kritik in Planungsvorhaben einzubringen. Den Planungsverantwortlichen wird zudem die Auswertung und weitere Verarbeitung des Bürgerfeedbacks erleichtert, da dieses künftig nicht nur im Rahmen von Online-Beteiligung, sondern auch aus Veranstaltungen vor Ort automatisch digital erfasst wird. Es ist geplant, das System in einer ersten Pilotierungsrunde im Frühsommer 2018 bei der Erstellung eines Bezirksentwicklungsplans in Bergedorf einzusetzen.

Das Projekt DIPAS ist auf drei Jahre angesetzt, die Projektleitung übernimmt die Stadtwerkstatt in der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen. Bereits 2018 soll ein erster Prototyp im Rahmen eines Pilotierungsvorhabens erprobt werden. DIPAS ist ein Projekt im Rahmen der Senatsstrategie Digitale Stadt und des Vorhabens „Digital First – Chancen der Digitalisierung für eine bürgerfreundliche und moderne Verwaltung nutzen“.

Mehr Informationen unter www.hamburg.de/dipas.