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SCHULBAU-Wettbewerb „Schulcampus Neugraben“: Preisträgerinnen und Preisträger der HCU Hamburg gekürt

Copyright: Cubus Medien Verlag/Dirk Ewald

Am 28. Februar 2019 fand in Hamburg die Preisverleihung des Wettbewerbs SCHULBAU statt. In seiner sechsten Edition ist der Wettbewerb zum zweiten Mal interdisziplinär angelegt: Gemischte Teams aus Architektur-Studierenden der HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg) sowie Pädagogik-Studierende der Universität Hamburg (UHH) entwarfen gemeinsam ein zur Realisierung anstehendes Schulbau-Vorhaben der Stadt Hamburg: „Schulcampus Neugraben“ (Grundschule und Stadtteilschule). Die HCU-Studierenden wurden durch waterfront-Mitglied Prof. Florian Fink, Professor für Entwurf und Baukonstruktion an der HCU Hamburg, fachlich begleitet.

Ein Kernelement des Wettbewerbes ist die zu planende Schule. Gemeinsam mit den beiden Behörden SBH | Schulbau Hamburg (SBH) und der Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) Hamburg, die auch Kooperationspartner des Wettbewerbes sind, wird jeweils im Vorfeld des Wettbewerbes ein reales, zur Umsetzung anstehendes Schulbauprojekt Hamburgs ausgewählt. Die Studierenden planen somit auf der gleichen informellen Grundlage, die später auch dem realen Entwurfs- und Planungsprozess zugrunde liegt.

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Die Fachjury kürte einen zweiten Preis und zwei dritte Preise sowie ein besonderes Konzept mit einer Anerkennung. Der zweite Preis ging an das Konzept „Gewachsene Dorfstruktur“ (Preisgeld 1.000 Euro) von Anneke Jobs (HCU), Julia Krause (HCU) und Sarah Kruse (UHH). Einer der beiden dritten Preise (je 600 Euro Preisgeld) ging an das Konzept „Boulevard der Bildung“ von Johannes Hecker (HCU), Sandra Luu (HCU) und Andreas Schipper (UHH). Ebenfalls den dritten Preis erhielt das Konzept „Leben und Lernen in einer Informationsgesellschaft“ von Henry Sanewski (HCU), Aizhan Toktomamatova (HCU) und Lucas Jacobsen (UHH). Die Einreichung zum Thema „Demokratiekompetenz fördern und erfahrbar machen“, ein Rekurs auf die Anfänge unserer Staats- und Lebensform, von Jana-Fee Immig (HCU), Marc Sommer (HCU) und Lars Heineck (UHH), würdigte die Jury mit einer Anerkennung für ein besonderes Konzept (400 Euro Preisgeld).

Die Cubus Medien Verlag GmbH Hamburg hat diesen Wettbewerb initiiert und führt ihn seit der erstmaligen Ausrichtung 2014 gemeinsam mit der HCU Hamburg und der Universität Hamburg im Wintersemester 2018/2019 zum sechsten Mal durch.

Förderpreis für HCU-Nachwuchswissenschaftlerin

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Für ihre Arbeit in den interdisziplinären Projekten „BeInterBaltic“ und „Inno-BSR“ (BMBF-Projektförderung) erhielt Emiliya Popova, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg), am 22. Februar in Riga den „Baltic Sea Science Award“ des Ostseerats. Ihre Leistungen für die Forschungszusammenarbeit im Ostseeraum werden damit ausgezeichnet. Beide Projekte sind an der anspruchsvollen Schnittstelle zwischen den Disziplinen der gebauten Umwelt angesiedelt und eingebunden in ein Netzwerk von Universitäten aus den Ostseestaaten. Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen des „Baltic Sea Science Day“ an der Universität Lettland in Riga.

Emiliya Popova hat in der Stadtplanung an der Universität für Architektur, Bauwesen und Geodäsie, Sofia (Bulgarien) ihren Bachelorabschluss erworben. Mit Unterstützung eines DAAD-Stipendiums hat sie das Master-Programm Urban Design an der HCU Hamburg erfolgreich absolviert. Als Projektcontrollerin war sie mehrere Jahre bei „PSP Architekten Ingenieure“ tätig, davon 15 Monate im Rahmen des Neubaus eines Automobilwerks in Mexiko. Seit April 2017 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektkoordinatorin an der HCU Hamburg an der Professur für Entwurf und Analyse von Tragwerken bei waterfront-Mitglied Prof. Dr.-Ing. Annette Bögle. Zudem war sie mitverantwortlich für die Umsetzung der „Baltic International Summer School“ (B.I.S.S.) an der HCU Hamburg 2017 und 2018.

Hamburger Kooperation erfolgreich im europäischen Wettbewerb

Im neuen Innovation-Action-Projekt „MICADO – Migrant Integration Cockpits and Dashboards“, das am 1. Januar 2019 gestartet ist und knapp 4 Jahre läuft, agieren die städtischen Projektpartner Freie und Hansestadt Hamburg, einschließlich des Urban Data Hub, das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) und die HCU gemeinsam. Die innovativen Datendienste und Kommunikationsformen von MICADO zielen auf einen gleichberechtigen Austausch zwischen Migrantinnen und Migranten, den jeweiligen Verwaltungen sowie Nichtregierungsorganisationen und sollen so den Ankommens- und Teilhabeprozess in urbanen Gemeinschaften verbessern. MICADO wird in Antwerpen, Bologna, Hamburg und Madrid pilotiert und startet mit einem Kickoff-Meeting in Brüssel in die erste Projektphase. Das CityScienceLab der HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg) ist hierbei Leadpartner. Maßgeblich beteiligt an dem Projekt sind die waterfront-Mitglieder Prof. Dr. Gesa Ziemer, Leiterin des CityScienceLab, und Prof. Dr.-Ing. Jörg Rainer Noennig.

Prof. Dr.-Ing. Jörg Rainer Noennig, Professor für Digital City Science am CityScienceLab der HCU Hamburg: „MICADO setzt konzeptionell das Projekt Finding Places fort, bei dem es 2016 um die räumliche Integration von Geflüchteten in Hamburger Stadtteilen ging. MICADO erweitert den Fokus zum einen inhaltlich, indem auch Sprache, Bildung und Arbeit als Erfolgsfaktoren für die Integration in urbane Gemeinschaften betrachtet werden, zum anderen geographisch und kulturell, da im EU-weiten Projektkonsortium nun auch andere Städte und Länder eingebunden werden, die mit neuen digitalen Werkzeugen die Herausforderungen der Migration meistern wollen.“

M.A. Claudia Günther, Senatskanzlei: „Unser Ziel ist es, vielfältige öffentliche Dienste und Integrationsangebote der Stadt miteinander zu verknüpfen. Auch zivilgesellschaftlichen Akteuren wollen wir die Möglichkeit geben, sich in MICADO mit zu vernetzen. Migrantinnen und Migranten erhalten dadurch einen besseren Überblick über und niedrigschwelligen Zugang zu Unterstützungsangeboten für eine bestmögliche Integration. Damit uns das gelingt, haben wir mit dem Urban Data Hub einen tatkräftigen Partner an unserer Seite, der die Potenziale städtischer Daten sichtbar machen wird.“

Dr. Christina Boll, Forschungsdirektorin und Projektleiterin MICADO am HWWI: „An einer schnellen und möglichst umfänglichen Integration der Migrantinnen und Migranten haben nicht nur die Betroffenen, sondern auch die Aufnahmegesellschaft ein großes Interesse. Denn nur eine diverse Gesellschaft, in der alle Talente ihren Platz finden, kann auf Dauer ökonomisch erfolgreich sein. MICADO ist ein vielversprechender Ansatz für Forschung und Anwender gleichermaßen.“

Migration ist heute Teil der urbanen Realität und stellt Städte und Kommunen vor die Herausforderung, den Ankommensprozess auf eine Weise zu gestalten, die positive Effekte von Migration herausstellt und unterstützt. Durch den Einsatz neuer Technologien im Datenmanagement und leicht zugänglicher audiovisueller Oberflächen soll MICADO eine technische Lösung bieten, um Ankommens- und Teilhabeprozesse effizienter zu gestalten. Diese Systeme sollen die Kommunikation mit und zwischen Kommunalverwaltungen erleichtern sowie den Zugang zu relevanten Informationen und Diensten vereinfachen. Hierfür werden sowohl bestehende als auch neu erhobene Daten und Informationen miteinander verbunden.

MICADO ist im EU-Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon 2020 angesiedelt und wird vom CityScienceLab der HCU Hamburg koordiniert. Das Konsortium besteht aus 15 Partnern aus fünf EU-Ländern, darunter Forschungsinstitute, öffentliche Einrichtungen und Unternehmen.

Förderhinweis:
Das Projekt MICADO wird aus dem EU-Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon 2020 unter der Finanzhilfevereinbarung Nr. 822717 gefördert.

BMBF-Projekt „iResilience“ mit Beteiligung der HCU Hamburg

Bild: Reallabor für nachhaltige Mobilitätskultur, Universität Stuttgart

Anfang November ist das Forschungsprojekt „iResilience“, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird, gestartet. Ziel des Projekts ist die modellhafte Entwicklung und Erprobung neuer Praktiken und Technologien zur kontinuierlichen Verbesserung der urbanen, klimaangepassten Resilienz (Widerstandskraft). Langfristig soll das die Verknüpfung von Überflutungsvorsorge und Hitzeprävention mit lebenswerter Stadt- und Freiraumgestaltung ermöglichen. Dabei ist die HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg) mit dem Fachgebiet „Architektur und Landschaft“ an dem Forschungsvorhaben beteiligt. Kooperationspartner sind die TU Dortmund (Forschungsinstitute sfs und ie³), das Deutsche Institut für Urbanistik (DIFU), die RWTH Aachen und die Städte Dortmund und Köln. Das Forschungsvorhaben läuft bis Ende Oktober 2021.

„iResilience“ versteht die Stadtquartiere Dortmund-Jungferntal, Dortmund Innenstadt-Nord sowie Köln-Deutz als Reallabore. In den Stadtteilen dienen Realexperimente von Verwaltungen, Bürgerinnen und Bürgern sowie Expertinnen und Experten in einem definierten Zeitraum dazu, Probleme gemeinsam zu bearbeiten. Zielsetzung in den beiden Städten ist eine Verbindung von Überflutungsvorsorge und Hitzeprävention mit einer lebenswerten Stadt- und Freiraumgestaltung.

Waterfront-Mitglied Prof. Antje Stokman, Architektur und Landschaft (HCU Hamburg): „Durch gemeinsam entwickelte Visionen und experimentelle 1zu1-Realisierungen urbaner Freiräume vom Handeln zum Wissen zu kommen – daran werden wir gemeinsam mit verschiedenen regionalen Akteuren sowie Bürgerinnen und Bürgern aus der Rhein-Ruhr-Region in diesem Projekt arbeiten. So wird die Handlungsebene des Quartiers zum Möglichkeits- und Experimentierraum für neue Formen des gegenseitigen Lernens und der Gestaltung nachhaltiger urbaner Transformationsprozesse.“

Die HCU Hamburg ist mit dem Fachgebiet „Architektur und Landschaft“ unter der Leitung von waterfront-Mitglied Prof. Antje Stokman im Rahmen des Teilprojekts „Stadt- und landschaftsplanerische Strategien grün-blauer und intelligenter Stadtinfrastrukturen“ beteiligt. Die HCU-Forschenden sind verantwortlich für die Entwicklung quartiersbezogener Zukunftsbilder, die Umsetzung urbaner Grünsysteme, die Konzeption und Betreuung temporärer Aktionen sowie die Entwicklung und Implementierung der Showcases im Bereich „Urbanes Grün“ in den Pilotgebieten.

Energieforschungsverbund unter Beteiligung der HCU Hamburg verlängert

Der Energieforschungsverbund Hamburg (EFH) wird für den Förderzeitraum bis 2022 weiter finanziert. Gegründet wurde der EFH 2013 mit Unterstützung des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg und unter Beteiligung der fünf großen Hamburger Hochschulen – HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg), Universität Hamburg, Technische Universität Hamburg, Helmut-Schmidt Universität /Universität der Bundeswehr Hamburg und der HAW Hamburg – zur Vernetzung und Koordination der Energieforschung in Hamburg. Der thematische Schwerpunkt des EFH liegt in den Bereichen „Erneuerbare Energien und Systemgestaltung“, „Effiziente Wärmeversorgung und Quartiere“ und „Mobilität und Logistik in Metropolregionen“.

Die HCU Hamburg ist ein aktives Mitglied des EFH. Erfolgreiche Energieforschungsprojekte in Kooperation mit den Hamburger Hochschulen sind die Forschungsprojekte Instandhaltungsstrategien von Wärmenetzen (BMWi), Geographisches WärmeInformations- un

Bildquelle: pexels (CC0-Lizenz)

d SimulationsSystem GEWISS (BMWi), mySmartLife (EU) und CLEVER Cities (EU). Die Energieforschungsexpertise an der HCU Hamburg fokussiert die Bereiche Energieeffizienz, Wärmeversorgung, nachhaltige Gebäudetechnik einschließlich sozialwissenschaftlicher Aspekte. Seit 2017 nehmen waterfront-Mitglied Prof. Dr.-Ing. Ingo Weidlich (Technisches Infrastrukturmanagement) und Dr.-Ing. Gersena Banushi die Aufgaben im EFH für die HCU Hamburg wahr. Hierzu gehören neben den administrativen Aufgaben die Profilschärfung im Bereich Energieforschung, die Durchführung von Veranstaltungen an der HCU Hamburg sowie die Koordination der Forschungsaktivitäten und der ständige Austausch und Kontakt mit Forschenden im Energiesektor der Metropolregion Hamburg.

Der EFH arbeitet eng mit dem Cluster Erneuerbare Energien (EEHH) zusammen, um gemeinsam Forschungsprojekte zwischen Unternehmen der Metropolregion Hamburg im Bereich Erneuerbare Energien und den Hamburger Hochschulen zu initiieren und umzusetzen. Als Schnittstelle zwischen dem EEHH und dem EFH ist die Forschungskontaktstelle (FKS) angesiedelt, die Forschungsaktivitäten im Bereich der Energieforschung in Hamburg fördert sowie Kooperationen und Projekte zwischen den Hochschulen und der Industrie vermittelt und begleitet. Bis Ende 2017 konnten Forschungsgelder in Höhe von ca. 54 Mio. € im Rahmen von 14 Verbundprojekten für Partner in Hamburg eingeworben werden.

Seit 2017 wird der Energieforschungsverbund ausschließlich von der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (BWFG) und den beteiligten Hochschulen – jeweils zur Hälfte – finanziert. Die Finanzierung der Forschungskontaktstelle (FKS) erfolgt durch die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI).