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Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow ist neuer Präsident der HafenCity Universität Hamburg

Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow wurde am Dienstag, den 25. Juni 2019, als neuer Präsident der HafenCity Universität Hamburg (HCU) durch Frau Dr. Eva Gümbel, Staatsrätin der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, im Rathaus vereidigt. Der Ökonom und Digitalexperte übernimmt die Leitung der Universität zum 1. Juli 2019.

Jörg Müller-Lietzkow: „Über die Chance, zusammen mit vielen hochqualifizierten und engagierten Menschen eine der zukunftsweisenden Universitäten neuen Typs Deutschlands gestalten zu können, freue ich mich sehr. Die HCU hat mich seit meinem ersten Besuch begeistert. Die Freundlichkeit der Menschen und die Vielfalt der Themen in einer der schönsten Städte Deutschlands laden ein, im Zeitalter der Digitalisierung die sehr gute aufgestellte HCU zu einem besonderen Leuchtturm weiterzuentwickeln. Diese gute Ausgangslage ist auch dem scheidenden Präsidenten und seinem bisherigen Präsidiumsteam zuzuschreiben, denen allen für ihre hervorragende Arbeit zu danken ist.“

Die Auswahl des neuen HCU-Präsidenten erfolgte durch eine Findungskommission, die besetzt war durch Mitglieder des Hochschulsenats, des Hochschulrats sowie weiteren Hochschulvertreterinnen und -vertretern. Müller-Lietzkow wurde anschließend im April in einer hochschulöffentlichen Sitzung vom Hochschulsenat zum neuen Präsidenten der HCU Hamburg gewählt und die Wahl wurde durch den Hochschulrat bestätigt.

Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel, Vorsitzende des Hochschulrats und der Findungskommission: „Es ist der Findungskommission gelungen, mit Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow einen Präsidenten zu finden, der sich durch seine Expertise in den Bereichen Digitalisierung, Forschung und Transfer, sowie interdisziplinäre Kooperationen auszeichnet. Ich freue mich auf die künftige Zusammenarbeit.“

Müller-Lietzkow war seit 2008 Professor für Medienökonomie und Medienmanagement an der Universität Paderborn. In der Forschung konzentriert sich Müller-Lietzkow insbesondere auf die Medienwirtschaft im digitalen Zeitalter. Neben dem GamesLab Paderborn hat er unter anderem eine internationale Partnerschaft der Universität Paderborn zum Rochester Institut of Technology aufgebaut. Er war seit 2016 am Modellprojekt Digitale Stadt Paderborn beteiligt und leitete dieses seitens der Universität Paderborn federführend.

Parallel zu seinen akademischen Tätigkeiten ist Müller-Lietzkow regelmäßig als Berater für Wirtschaft und Politik tätig. Unter anderem wurde er 2018 in die Enquete-Kommission Künstliche Intelligenz des Deutschen Bundestages berufen. Jörg Müller-Lietzkow ist verheiratet und hat eine Tochter.

Als Präsident der HCU Hamburg folgt er auf Dr.-Ing. Walter Pelka. Pelka leitete die Hochschule seit 2010 und begleitete in seiner Amtszeit die Zusammenführung von vier bau- und planungsbezogenen Fachbereichen aus drei Hamburger Hochschulen unter dem Dach der HafenCity Universität. Zusammen mit Kanzlerin Stephanie Egerland, Vizepräsidentin Prof. Dr. Gesa Ziemer und Vizepräsident Prof. Dr. Harald Sternberg nimmt das neue Präsidium nun die Arbeit auf.

Zur ausführlichen Vita von Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow

HCU-Präsident und langjähriger waterfront-Vorsitzender Dr.-Ing. Walter Pelka in den Ruhestand verabschiedet

Mit einem Senatsempfang im Gästehaus des Senats an der Alster ist der Präsident der HafenCity Universität Hamburg (HCU), Dr.-Ing. Walter Pelka am 27. Mai in den Ruhestand verabschiedet worden. Pelka übernahm im Jahr 2010 die Leitung einer der jüngsten Universitäten Deutschlands. Von der Gründung 2013 bis 2018 war Walter Pelka auch Vorsitzender des Fördervereins waterfront e.V. der HCU Hamburg und hat den Verein erfolgreich mitaufgebaut und neu aufgestellt. waterfront e.V. dankt Dr.-Ing. Walter Pelka herzlich im Namen aller Mitglieder für sein außerordentliches Engagement im Förderverein und für seine Arbeit als Vorsitzender.

„waterfront versteht sich auch als ein fachlicher Treffpunkt für Experten rund um das Thema Bauen und Immobilienentwicklung. Wir wollen Wissenschaftler, Fachleute aus der Wirtschaft und einschlägige Absolventen an einen Tisch bringen und so den Wissenstransfer von der Hochschule in die Gesellschaft – und umgekehrt – unterstützen.“, hatte Walter Pelka anlässlich der Gründung von waterfront e.V. 2013 gesagt. Seitdem ist es gelungen zahlreiche Privatpersonen, darunter Professoren, Studierende und Hochschulangehörige sowie Unternehmen aus der Bau- und Immobilienwirtschaft und weiteren Branchen als Mitglieder für den Förderverein zu gewinnen. Der Förderverein kann ein exponentielles Wachstum aufweisen und hat bereits über 130 ordentliche Mitglieder. waterfront e.V. fördert neben studentischen Projekten und Abschlussarbeiten sowie Forschungsaufenthalten, auch Exkursionen und Veranstaltungsformate an der HCU.

Der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg ernannte Dr.-Ing. Walter Pelka zum 1. Oktober 2010 zum Präsidenten der HafenCity Universität Hamburg. Zuvor war er Geschäftsführer der DEKRA Industrial GmbH. Er leitete die Klassifikations-, Prüf- und Zertifizierungsgesellschaft Bureau Veritas S.A. und arbeitete für die beratende Ingenieurgesellschaft Lahmeyer International. Pelka studierte und promovierte an der RWTH Aachen Bauingenieurwesen, wo er –
nach einem Forschungsaufenthalt in Berkeley (USA) – auch den Forschungsbereich „Grundwasser“ leitete.

 

Seit 2018 ist Prof. Dr. Bernd Dahlgrün Vorsitzender von waterfront e.V. Gemeinsam mit ihm bilden Prof. Dr.-Ing. Annette Bögle und Patricia Hochgesand den Vorstand des Fördervereins.

HafenCity Universität Hamburg erhält ein neues Vermessungsboot

Ob Elbe oder Nordsee – die Hydrographinnen und Hydrographen der HafenCity Universität Hamburg (HCU) können mit ihrem neuen Vermessungsboot künftig vielfältige Forschungsprojekte realisieren. Am Dienstag, den 28. Mai wurde das Boot auf den Namen DVocean getauft.

Als Taufpatin für die feierliche Bootstaufe konnte Dr. Karin Kammann-Klippstein, Präsidentin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), gewonnen werden. In Anwesenheit weiterer geladener Gäste, feierten die HCU-Hydrographinnen und Hydrographen anschließend auf dem Vorplatz der Universität ihr neues Forschungsschiff.

Dr. Karin Kammann-Klippstein, Präsidentin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH): „Hydrographische Ausbildung und Forschung brauchen eine Messplattform, um Wissen nicht nur theoretisch zu vermitteln. Sie brauchen Messgeräte, Sensoren und Software. Mit dem acht Meter langen und 2,65 Meter breiten Vermessungsboot steht der HCU nun eine moderne Messplattform zur Verfügung, die mit Geräten ausgestattet ist, die dem letzten Stand der Technik entsprechen.“

Prof. Dr.-Ing. Walter Pelka, Präsident der HCU Hamburg: „Das Lehr- und Forschungsgebiet Hydrographie ist ein wichtiger Baustein im maritimen Cluster Hamburgs. Mit dem Vermessungsboot eröffnen sich unseren Hydrographinnen und Hydrographen neue Möglichkeiten für spannende Forschungs- und Lehrprojekte und vielfältige Kooperationen in und um die norddeutschen Gewässer.“

Das trotz seiner Größe trailerbare Vermessungsboot der HCU Hamburg kann in Binnengewässern und in küstennahen Regionen eingesetzt werden. Neben praktischen Übungen für Studierende wird es hauptsächlich für Forschungszwecke eingesetzt. Aufgrund seines geringen Tiefgangs sind auch flache Gewässer erreichbar. Anwendungsfelder liegen im Bereich der Erkundung und Überwachung von Wasserwegen und deren bebauten Ufern, der Erzeugung von 3D-Oberflächenmodellen, beruhend auf präzisen Echolotdaten kombiniert mit schiffsbasierten Laserscanner-Messungen. Des Weiteren können neue Ansätze zur Positionsbestimmung und von Bodenstrukturanalysen zur Bestimmung der Stabilität von Gebäuden und Unterwasserkonstruktionen untersucht werden.

Prof. Dr. Harald Sternberg, Professur für Hydrographie und Geodäsie, Vizepräsident Lehre und Studium und waterfront-Mitglied : „Seit mehr als dreißig Jahren ist die Hydrographie bereits als Forschungs- und Lehrschwerpunkt in Hamburg angesiedelt, mit dem neuen Vermessungsboot können wir den Hydrographie-Schwerpunkt in der Geodäsie und Geoinformatik weiter ausbauen und werden auf internationaler Ebene noch attraktiver.“

Seit 2009 ist die Hydrographie-Ausbildung eine Spezialisierung im zweijährigen Master of Science Geodäsie und Geoinformatik, 46 Studierende aus 15 Ländern studieren diesen Schwerpunkt aktuell an der HCU Hamburg. Dreiviertel der Studierenden des englischsprachigen Studienprogramms kommen aus dem Ausland. Die Universität ist eine von weltweit nur sieben Institutionen, die vom „International Board of Standards of Competence for Hydrographic Surveyors and Nautical Cartographers“ die höchste Stufe der Zertifizierung (A) für ihr Master-Studienprogramm erhalten hat.

Erstes duales Studium an der HafenCity Universität Hamburg

Ein praxisnahes Studium, mehrere Abschlüsse in kurzer Zeit, Studienfinanzierung durch das eigene Gehalt und einen sicheren Arbeitsplatz nach dem Abschluss – ein duales Studium bietet viele Vorteile. Die HafenCity Universität Hamburg (HCU) und das Landesamt für Vermessung und Geoinformation Schleswig-Holstein (LVermGeo SH) bieten erstmals zum Wintersemester 2019/2020 eine zeitsparende Kombination aus einem Bachelor-Studium der Geodäsie und Geoinformatik und dem Vorbereitungsdienst zum/zur Geoinformationsoberinspektor oder -inspektorin für zwei Studierende an. Nach rund dreieinhalb Jahren Ausbildung sollen Absolventinnen und Absolventen als Beamtinnen und Beamte in den „gehobenen Dienst“ eingesetzt werden. Das Ausbildungsangebot ist einzigartig in Norddeutschland.

Prof. Dr.-Ing. Harald Sternberg, Vizepräsident Lehre und Studium der HCU Hamburg und waterfront-Mitglied: „Mit der passgenauen Qualifizierung von Nachwuchskräften für das spannende Arbeitsfeld Geodäsie und Geoinformatik leistet die HafenCity Universität Hamburg einen wichtigen Beitrag, dass die öffentliche Verwaltung künftige Herausforderungen noch besser bewältigen kann.“

Cornelia Weber, Direktorin, LVermGeo SH: „Die Verwaltung profitiert durch eine bessere Verzahnung zwischen Studium und Beruf und bietet den Absolventen ein vielseitiges Einsatzfeld in dem sie den fortschreitenden digitalen Wandel in verantwortlichen Positionen beim LVermGeo SH begleiten.“

Das Bachelor-Studium der Geodäsie und Geoinformatik erstreckt sich über sechs Semester im Vollzeitstudium und wird mit dem „Bachelor of Science, B. Sc.“ abgeschlossen. Studierende lernen im Studium an der HCU Hamburg, raumbezogene Daten und Prozesse zu erfassen, die für Navigationssysteme und Routenplaner genutzt werden, für hochgenaue Seekarten, Satelliten- und Luftbilder und vieles mehr.

Den Vorbereitungsdienst absolvieren die Studierenden in ihrer vorlesungsfreien Zeit in der Kieler Zentrale und in den Abteilungen des Liegenschaftskatasters des LVermGeo SH sowie im Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein. Ihre vielfältigen Tätigkeiten umfassen Bodenordnung, digitale Kartografie, Geoinformationssysteme, Immobilienbewertung, Photogrammetrie, Topografie und Vermessung. Des Weiteren werden sie in Verwaltung und Recht des Landes Schleswig-Holstein ausgebildet, um später eine Führungsposition im öffentlichen Dienst übernehmen zu können.

Online gibt es weitere Informationen zum Studienangebot:
https://schleswig-holstein.de/LVermGeoSH-Ausbildung
https://www.hcu-hamburg.de/bachelor/geo/

Spitzenplatz verteidigt: Auch 2019 erhalten 44 HCU-Studierende das Deutschlandstipendium

Bereits zum 8. Mal verlieh die HafenCity Universität Hamburg (HCU) im Mai das Deutschlandstipendium. Mit einer Förderquote von ca. 2,5 % liegt die HCU Hamburg über dem Bundesdurchschnitt und erzielt unter den Hamburger Hochschulen einen Spitzenwert. Zum Vergleich: Die prozentual höchste Anzahl von Deutschlandstipendienträgern besteht mit 1,6 Prozent aller Studierenden im Saarland.

Auf der feierlichen Vergabefeier überreichten die Förderer und Prof. Dr.-Ing. Harald Sternberg (Vizepräsident für Lehre und Studium) den Stipendiatinnen und Stipendiaten ihre Urkunden.

Über einen Zeitraum von zwei Semestern erhalten besonders leistungsstarke und engagierte Studierende durch das Deutschlandstipendium eine monatliche Förderung von 300 Euro. Die Stipendien werden zu gleichen Teilen durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und Unternehmen, Stiftungen oder Privatpersonen finanziert. Bezogen auf alle Studierenden erhalten etwa ein Prozent der Studierenden in Deutschland diese besondere Unterstützung.

Von den derzeit 2.400 HCU-Studierenden bewarben sich insgesamt 130 Bewerberinnen und Bewerber für das diesjährige Deutschlandstipendium.

Dr.-Ing. Walter Pelka, Präsident der HCU Hamburg: „Das Deutschlandstipendium zeigt, wie ausgezeichnete Leistungen im Studium verbunden mit sozialem Engagement belohnt werden. Die Förderung gibt den Stipendiatinnen und Stipendiaten zusätzlichen Freiraum, eröffnet Chancen und belebt die Vernetzung von Hochschulen, Gesellschaft und Unternehmen. Hervorzuheben ist, dass das Deutschlandstipendium offen für Studierende aller Fachrichtungen ist und an der HCU auch in diesem Sinne vergeben wird.“

Neben der finanziellen Unterstützung bietet das Deutschlandstipendium durch ein Begleitprogramm und regelmäßige Stammtische vielfältige Möglichkeiten des Dialogs zwischen Förderern und Geförderten.

Mit ihrer fünften Teilnahme an dem Programm fördern die Europa Center Uwe Heinrich Suhr Stiftung und die Ingeborg Suhr Stiftung die Vergabe der Stipendien wesentlich. Zum vierten Mal engagieren sich in diesem Jahr WTM Engineers sowie PRISMA Projektingenieure. Wie auch im Vorjahr unterstützt mit Heinke Sanders auch eine Privatperson Studierende. Zum zweiten Mal als Förderer dabei sind in diesem Jahr die ECE Projektmanagement GmbH & Co. KG sowie die IB & T Software GmbH. Zum ersten Mal dabei sind die HafenCity Hamburg GmbH und Schüssler-Plan Ingenieurgesellschaft mbH.