Archiv der Kategorie: News

Bundesverkehrsministerium fördert 5G-Projekt an der HCU Hamburg mit 10 Millionen Euro

Am Montagabend hat Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, HCU-Präsident Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow und HCU-Vizepräsident Prof. Dr.-Ing. Harald Sternberg den Förderbescheid für das Projekt „Level 5 Indoor Navigation“ über zehn Millionen Euro überreicht. Das Projekt zielt darauf, anhand des neu verfügbaren Mobilfunknetzes 5G Lösungen für Navigation mittels Smartphone in geschlossenen Räumen zu entwickeln, in denen bisher kein GPS-Signal verfügbar ist. Hamburg wird damit eine von fünf deutschen Testregionen für das 5G-Mobilfunknetz. Die HafenCity Universität Hamburg (HCU) wird das Forschungsvorhaben federführend leiten. Das Projekt wird im Rahmen der 5x5G-Forschungsförderung des Bundesverkehrsministeriums gefördert.

Outdoor Navigation auf Smartphones, Spezialgeräten oder fest verbaut in Fahrzeugen ist heute Gang und Gäbe. Anders sieht es bei der Navigation innerhalb von Gebäuden oder auf einem Campus aus. Heute geht dies im Normalfall nur über entsprechende Zusatzhardware sowie individuelle Apps und Zugangsberechtigungen. Somit sind dies aber Insellösungen, die nur an einem Ort gelten.

Mit dem Projekt „Level 5 Indoor Navigation“ soll eine Plattform entwickelt werden, die es erlaubt, ähnlich der Outdoor Navigation mit Smartphones, eine universelle Lösung für umbaute Räume zu entwickeln. Dazu wollen die Forscher der HCU verschiedene Technologien auf Mobilfunkbasis sowie Erkenntnisse aus der Geodäsie und Geoinformatik und dem Gamingsektor neuartig verknüpfen.

Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow: „Ich freue mich, dass wir gleich zu Beginn meiner Amtszeit ein so großes Forschungsprojekt für die HCU im Digitalisierungsbereich gewinnen konnten. 5G und der Bereich der Indoor-Navigation sind zukunftsweisende Forschungsfelder.“

Prof. Dr.-Ing. Harald Sternberg: „Das Forschungsprojekt ist ein starkes Signal und ein toller Achtungserfolg für den Fachbereich Geodäsie und Geoinformatik an der HCU. Am Ende des Projekts soll jeder Smartphone-Nutzer eine simple nutzbare App haben, die für viele Gebäude gilt.“

Mit der Integration eines Hardwaretechnologiepartners streben die Wissenschaftler eine weitere Verbesserung auch in schlecht zugänglichen Gebieten von Gebäuden und Campuskomplexen an. Neben der reinen Navigation sollen somit auch weitere Funktionen in Gebäuden adressiert und über Echtzeitupdates aktiviert werden. Die entstehende App soll zu Projektende als Open Source Software der Öffentlichkeit zugänglich sein. Die Projektlaufzeit beträgt ab Winter 2019 drei Jahre.

Die Bundeskanzlerin an der HafenCity Universität Hamburg

Drei Wochen vor dem G20-Gipfel in Hamburg diskutierten am 18. und 19. Juni Vertreterinnen und Vertreter von fast 200 Organisationen aus der Zivilgesellschaft ihre Forderungen an die Weltpolitik. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel kam zum Gipfel an die HCU um die Abschlusserklärung entgegen zu nehmen.

Die 350 Teilnehmenden von Organisationen der Zivilgesellschaft aus rund 50 Ländern diskutierten beim Civil20-Gipfel (C20) an der HCU Hamburg am Sonntag und Montag in Workshops und Gesprächsrunden ihre Positionen zu Themen wie Umwelt, Klima, Landwirtschaft, Gesundheit oder Geschlechter-Gerechtigkeit, die sie in der Abschlusserklärung für die G20-Regierungschefs zusammenfassten.

„Ich glaube, dass gerade in schwierigen internationalen Zeiten es eine Chance ist, gemeinsame Interessen zu finden“, kommentierte Angela Merkel ihre Erwartungen an den G20-Gipfel am 7. und 8. Juli. „Das ist allemal besser, als in nationalen Alleingängen seine Möglichkeiten zu suchen.“

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel beim Eintrag in das Gästebuch der HCU

Derzeit hat Deutschland die G20-Präsidentschaft. Die Bundesregierung bat das Forum für Umwelt und Entwicklung sowie den Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe, den C20-Prozess zu koordinieren. Im Vorfeld dieses G20-Gipfels sei die Zivilgesellschaft mehr als jemals zuvor gefragt worden, sagte Maike Röttger, Geschäftsführerin des Kinderhilfswerks Plan International Deutschland (Hamburg) der Deutschen Presse-Agentur. „Wir führen das auf den Einfluss der Kanzlerin zurück.“ Diese starke Einbeziehung sei etwas Besonderes. „Denn der Raum für Zivilgesellschaft in der Welt wird immer kleiner.“ Plan International hatte den Co-Vorsitz einer der sechs internationalen C20-Arbeitsgruppen übernommen, die ihre Empfehlungen zu globalen Problemen an die G20 erarbeiteten.

Zu den weiteren Teilnehmenden des Gipfels gehörten nach Angaben des Civil20-Sekretariats in Berlin der Naturschutzbund Deutschland, der Bund für Umwelt und Naturschutz, Greenpeace, die Kindernothilfe, Brot für die Welt und die Robert Bosch Stiftung. Auch Vertreterinnen und Vertreter der Ministerien waren vor Ort.

Civil 20 ist eines von sieben Dialogforen der G20. Bis auf Science20 (Halle/Saale) fanden in diesem Jahr alle in Berlin statt. Der Hamburger Senat setzte sich dafür ein, dass das Dialogforum C20 direkt in der G20-Gipfelstadt stattfindet und hat die HCU Hamburg als Veranstaltungsort vorgeschlagen.

2.000 Teilnehmende in Hamburg beim „March for Science“

Mehr als 2.000 Menschen haben sich am vergangenen Samstag auf dem Rathausmarkt versammelt, um beim „March for Science“ für die Werte freier Wissenschaft zu demonstrieren – darunter auch zahlreiche Studierende und Mitarbeitende der HCU Hamburg.

Der Hamburger March for Science ist Teil einer weltweiten Bewegung, die ihren Ursprung in den USA hat. In mehr als 600 Städten weltweit fanden am „World Earth Day“ am 22. April Märsche statt, um auf die Bedeutung wissenschaftlicher Forschung als Grundlage für die gesellschaftliche Entwicklung aufmerksam zu machen. In Deutschland gab es an 22 Orten Demonstrationen, zu denen nicht nur Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sondern alle Bürgerinnen und Bürger aufgerufen waren. Zahlreiche Hochschulen und wissenschaftliche Einrichtungen unterstützen die Märsche.

Marina Brink, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der HCU ist Teil des Organisationsteams des March for Science und hat die Kundgebungen moderiert: „Mit den Märschen wollen wir nicht nur zeigen, dass die Freiheit der Wissenschaft als demokratisches Grundprinzip gewährleistet bleiben muss. Wir wollen auch ein Zeichen der Solidarität gegenüber Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern setzen, die durch politische Rahmenbedingungen in ihrem Grundrecht auf freie Lehre und Forschung beschränkt werden. Wir freuen uns sehr über die große Aufmerksamkeit und dass so viele Menschen unserem Aufruf gefolgt sind!“

„Make Science, not War“, „Wer nichts weiß, muss alles glauben“ oder „Forschen statt Faken“ – kreativ zeigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Gestaltung von Schildern und Bannern. Der Hamburger March for Science startete auf dem Hamburger Rathausmarkt und setzte sich dann über den Jungfernstieg und Gänsemarkt in Richtung Universität Hamburg fort. Nach der Abschlusskundgebung präsentierten dort junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei einem Science Slam unterhaltsam und verständlich ihre aktuellen Forschungsprojekte.

 

„Wenn ich mit der U-Bahn fahre und Endstation ist die HafenCity Universität, dann habe ich ein gutes Gefühl!“

HCU-Hochschullehrer und waterfront-Mitglied Bernd Kritzmann geht in den Ruhestand

Nach über 70 Semestern und 35 Jahren Lehrtätigkeit im Bauwesen verlässt Professor Dr.-Ing. Bernd Kritzmann die HafenCity Universität Hamburg (HCU) und wurde zum Ende des Wintersemesters 2016/2017 feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Professor Kritzmann hat sich in den vergangenen Jahrzehnten mit hohem Engagement für die Hochschule, seinen Studiengang Architektur und die Studierenden eingesetzt. Im Interview spricht er über die HCU, seine akademische Laufbahn und den zukünftigen Ruhestand.

Herr Professor Kritzmann, Sie blicken auf über 35 Jahre Lehrtätigkeit zurück ­- wie sieht die persönliche Bilanz ihrer akademischen Laufbahn aus?

Ich blicke mit großer Freude und mit Stolz auf meine akademische Laufbahn. Ich habe über 70 Semester und 35 Jahre in der Lehre gearbeitet und schaue nun auf über 50 Jahre Berufserfahrung im Bereich Bauwesen zurück. Durch meine Mitarbeit und die vielfältigen Tätigkeiten im wissenschaftlichen Bereich hatte ich das Glück, die gesamte Entwicklung von Hamburger Hochschulen in den letzten 25 Jahren – und natürlich speziell die der HafenCity Universität Hamburg – mitzubekommen. Von Beginn an war ich an jedem Schritt unserer jungen Hochschule beteiligt: von der Namensgebung bis zum Spatenstich für unseren Neubau. Es war eine sehr intensive und spannende Zeit. Über Hamburg hinaus verfüge ich heute über ein Netzwerk in ganz Deutschland, Europa und darüber hinaus.

 

Sie sind seit der Planung und der Gründung ein Teil der HCU. Wie wird die HCU Ihrer Einschätzung nach von anderen Hochschulen gesehen bzw. wie lässt sie sich in die deutsche Hochschullandschaft verorten?

Die HCU wurde in ihrer Gründungsphase von der gesamten Hochschullandschaft in der Bundesrepublik – und auch in der Schweiz und in Österreich – sehr stark beobachtet. Eine Verschmelzung von Fachhochschule, Universität und Kunsthochschule zu einer Hochschule war etwas völlig neues. Die HCU ist und war auf jeden Fall ein Innovationsschub. Alle Beteiligten, zu denen auch ich zählte, hatten die Möglichkeit eine Universität mitaufzubauen. Der gesamte Prozess wurde sehr stark von außen unter die Lupe genommen, und dabei auch kritisch gesehen. Die HCU hat sich aber fest in der Hochschullandschaft etabliert und wir haben einiges auf dem Weg gebracht. Hervorzuheben wäre beispielsweise die Kooperation mit dem MIT (Massachusetts Institute of Technology) und unserem City Science Lab. Das ist wirklich eine tolle und einmalige Sache. Die HCU ist mittlerweile auch bei den Protagonisten in der Stadt und in der Metropolregion Hamburg fest verankert und angesehen.

 

Wie sieht Ihr persönliches Bild von der HCU aus?

Die HCU hat einen sehr guten Weg hinter sich, es gibt sehr viele positive Aspekte und ich habe hier unglaublich gerne gearbeitet. Bei Wettbewerben zeigt sich deutlich die Qualität der HCU, da unsere Studierenden reihenweise Preise und Auszeichnungen gewinnen und immer vorne mit dabei sind. Aber natürlich gibt es da noch mehr Potenzial und wir können definitiv noch eine Schippe drauf legen. Die HCU braucht Menschen und Fachkräfte, die nachrücken. Es muss immer eine Weiterentwicklung und Innovationen geben. Die Ansätze und Problemlösungen der jungen Menschen müssen dabei miteinfließen. Die Hochschule ist auch ein Lebens- und Aufenthaltsraum, das kann noch mehr genutzt und gefördert werden. Was ich der HCU ins Buch schreiben würde: Vernetzt euch noch mehr intern – die noch bessere Vernetzung unserer einzelnen Studiengänge birgt weiteres Potenzial. Sonst fühle ich mich nach wie vor sehr wohl in unserem schönen Gebäude und in unserer Hochschule. Wenn ich mit der U-Bahn fahre und Endstation ist die HafenCity Uni, dann ist das schon ein gutes Gefühl!

 

Über 70 Semester waren Sie für Ihre Studierenden da. Was wird Ihnen am meisten fehlen?

Das kann ich natürlich jetzt noch nicht absehen. Ich hatte in der Regel 200 Studierende pro Semester und man ist sehr viel im direkten Kontakt mit den Studierenden: Vorlesungen, Forschungsprojekte sowie der soziale und fachliche Austausch in der Sprechstunde. Wahrscheinlich werden mir am meisten die vielen Menschen fehlen, die ich immer um mich brauche und die ich jeden Tag in der HCU um mich hatte. Ich habe schon meiner Frau gesagt, dass wir reichlich Feste feiern müssen, um viele Menschen einzuladen, weil ich das einfach brauche. Das werde ich wirklich vermissen. Ich habe in den Jahre über 5000 Architekten mitausgebildet. Wichtig war mir in all den Jahren immer die Lehre an der HCU, für Studierende da zu sein und mich mit einzubringen. Gleichzeitig war es auch immer ein Ansporn für mich die fachliche Expertise und Kompetenz zu behalten und „dranzubleiben“. Das hat mir in den vielen Semestern eine Menge Spaß bereitet.

 

Haben Sie ein persönliches Highlight unter den vielen Projekten, die Sie in den letzten 35 Jahren betreut haben?

Zu den Highlights zählen sicherlich die über 30 Exkursionen: Ich war mit meinen Studierenden in Nepal, den USA, in Frankreich und Italien sowie in vielen anderen Ländern. Wir haben den Studierenden auch außergewöhnliche Angebote wie eine „architektonische“ Fahrradtour durch Mecklenburg-Vorpommern direkt nach der Wende ermöglicht. Ich habe weiterhin große Freude am Verreisen und meine Frau und ich werden auch in der Zukunft weiterhin viel reisen. Ich werde auch weiterhin Architektur-Fotos machen. Wenn ich alles zusammenrechne, dann habe ich von all den Exkursionen, Reisen und Seminaren bestimmt über 2 Terrabyte Fotos.

 

Seit Anfang April sind Sie nun im wohlverdienten Ruhestand. So wie man Sie kennt, wird Ihr Eintritt in den Ruhestand kein endgültiger Abschied von der Architektur sein. Was machen Sie in Zukunft?

Ich werde der Architektur in verschiedenen Funktionen weiter erhalten bleiben: Ich berate weiterhin den Akkreditierungsverbund für Studiengänge der Architektur und Planung (ASAP), da ich in meiner gesamten Laufbahn alle deutschsprachigen Universitäten und Hochschulen und die jeweiligen Architekturabteilungen kennengelernt habe. Zudem bin ich nach wie vor im Vorstand von Barrierefrei Leben e.V. und in verschiedenen beratenden Tätigkeiten für die Freie und Hansestadt Hamburg aktiv. In meiner Freizeit werde ich mich meinem größten Hobby, der Malerei, widmen. Ich gehöre seit 1998 der Hamburger Aquarellwerkstatt an und bin Mitglied eines Gemeinschaftsateliers.

Ramboll ist 100. Mitglied im Förderverein der HafenCity Universität Hamburg

Die Ramboll IMS Ingenieurgesellschaft mbH ist das 100. Mitglied im waterfront e.V. – der Förderverein unterstützt die HafenCity Universität Hamburg (HCU) in Wissenschaft, Lehre und Forschung.

Der Förderverein waterfront e.V. unterstützt die HafenCity Universität Hamburg (HCU) in Wissenschaft, Lehre und Forschung. Dabei bringt er Menschen aus den Bereichen Bauen, Immobilien und Metropolenentwicklung in den Dialog. Die Mitglieder ermöglichen der HCU durch persönliches Engagement und materielle Förderung wichtige und innovative Projekte umzusetzen.

Die dänische Ramboll Group A/S ist ein weltweit agierendes Ingenieur- und Beratungsunternehmen, in dem weltweit über 13.000 Expertinnen und Experten in der Ingenieur-, Planungs- und Managementberatung arbeiten. Seit über 40 Jahren erarbeitet die seit 2012 zum Ramboll-Konzern gehörende und in Hamburg ansässige Ramboll IMS Ingenieurgesellschaft mbH innovative Lösungen im Bereich Wasserbau & Häfen.

Wasserbau- und Hafenprojekte sind häufig von hoher Komplexität geprägt. Der Entwurf und die Planung dieser Projekte erfordern ein breites Spektrum an Kompetenzen. Ramboll ist führender Anbieter unabhängiger Beratungsleistungen im Bereich Häfen und Wasserstraßen sowie Küsten- und Hochwasserschutz.

HCU-Präsident und waterfront-Vorstand Dr.-Ing. Walter Pelka: „Wir freuen uns sehr, mit der Ramboll IMS Ingenieurgesellschaft mbH ein führendes Ingenieur- und Beratungsunternehmen als 100. Mitglied für unseren Förderverein gewonnen zu haben. Unser erst vor vier Jahren gegründeter Förderverein ist erfreulich schnell gewachsen und zeigt die zunehmende Anerkennung für unsere Hochschule in der Stadt. Attraktive Mitglieder im waterfront e.V. verstärken das fachliche Netzwerk der HCU“.

Dr.-Ing. Peter Ruland, Direktor der Ramboll IMS Ingenieurgesellschaft mbH: „Wir unterstützen sehr gerne die HCU. Darüber hinaus gibt es viele wechselseitige Interessen: Einerseits sind wir „Abnehmer“ der Absolventen, andererseits gibt es viele Anknüpfungspunkte für eine Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis. Die räumliche Nähe unseres Bürostandortes am Stadtdeich zur HCU wird diese Zusammenarbeit besonders leicht machen“.

Herzlich Willkommen!