Tag der Digitalisierung an der HCU Hamburg – Digitalstaatsministerin Dorothee Bär und Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank zu Gast an der HCU

Der „Tag der Digitalisierung“ an der HafenCity Universität Hamburg (HCU) fand heute im Beisein von Digitalstaatsministerin Dorothee Bär sowie der Wissenschaftssenatorin und Zweiten Bürgermeisterin Katharina Fegebank mit rund 300 Teilnehmenden statt. Im Fokus standen die enge Verbundenheit sowie auch die Zukunftsorientierung von Digitalisierung, Planung, Konstruktion und Bauen sowie den Smart City-Metropolregionen im wissenschaftlichen Kontext von Wirtschaft und Gesellschaft zu akzentuieren. Zudem wurden verschiedene digitale Projekte der HCU präsentiert und die Zukunft des urbanen Raums im Zeitalter der Digitalisierung diskutiert.

Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitalisierung bei der Bundeskanzlerin: „Hamburg ist, auch dank der HCU, eine Smart City und ein Vorbild für viele Aktivitäten in Deutschland, Europa und darüber hinaus. Wir freuen uns, wenn Hamburger Erkenntnisse in den Wissenstransfer der Modellprojekte Smart Cities einfließen und somit helfen, andere Kommunen zum Kompetenzaufbau zu befähigen.“

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Hamburg steht im bundesweiten Vergleich auf Platz 1 des Smart City Index – das ist Ansporn und Auftrag zugleich, dass immense Potenzial digitaler Technologien für die Stadt der Zukunft zu nutzen. In der HafenCity Universität haben wir dafür eine starke Partnerin: Das preisgekrönte Projekt „Finding Places“ des City Science Labs, der vor wenigen Wochen stattgefundene, internationale City Science Summit oder die Förderzusage über 10 Millionen Euro Bundesmittel für das 5G-Projekt „Level 5 Indoor Navigation“ sind alle beeindruckende Beispiele für die ausgeprägte wissenschaftliche Qualität der HCU. Das City Science Lab oder die geplante Eröffnung eines UN Technology Innovation Labs sind überdies Ausdruck für den hohen Grad an fach- und branchenübergreifendem Forschen. Mit Herrn Professor Müller-Lietzkow wird nun ein ausgesprochener Digitalexperte die Geschicke der HCU leiten – ich wünsche ihm zu seiner Amtseinführung am heutigen „Tag der Digitalisierung“ eine glückliche Hand und gutes Gelingen und freue mich auf die Zusammenarbeit.“

Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow, Präsident der HafenCity Universität Hamburg: „Wer die Zukunft der Städte planen, konstruieren und bauen will, kommt an einer smarten Nutzung digitaler Spitzentechnologien, wie KI, Blockchain und Data Science nicht vorbei – Die HCU ist dazu bereit und freut sich dies am Tag der Digitalisierung zeigen zu können.“

Hintergrund: Tag der Digitalisierung

Alle Lebensbereiche sind von der Digitalisierung betroffen – so auch die „gebaute Umwelt“, sei es in der Stadt oder auf dem Land. Die Digitalisierung verändert dabei nicht nur die Möglichkeiten der (technischen) Ausgestaltung, sondern auch Quartiere und Städte – Smart Cities und smarte Metropolregionen schöpfen dabei die Potenziale der Digitalisierung voll aus.

Darin liegen große Chancen für Forschung, Lehre und Transfer der Spezialuniversität HCU. Diese Herausforderungen und Chancen greift die HCU Hamburg in vielen Bereichen interdisziplinär heute schon auf. Mit dem „Leuchtturmprojekt“ CityScienceLab oder dem jüngst eingeworbenen BMVI-Projekt „Level 5 Indoor Navigation Projekt“ werden Digitalisierung und weitere Thematiken auf hohem Niveau erforscht und angewandt. Der Tag der Digitalisierung gibt, auch unter Berücksichtigung weiterer gesellschaftlicher Ziele, wie zum Beispiel Klimapolitik oder neue Mobilitätsformen, innovative Antworten auf drängende Fragen.

Bundesverkehrsministerium fördert 5G-Projekt an der HCU Hamburg mit 10 Millionen Euro

Am Montagabend hat Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, HCU-Präsident Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow und HCU-Vizepräsident Prof. Dr.-Ing. Harald Sternberg den Förderbescheid für das Projekt „Level 5 Indoor Navigation“ über zehn Millionen Euro überreicht. Das Projekt zielt darauf, anhand des neu verfügbaren Mobilfunknetzes 5G Lösungen für Navigation mittels Smartphone in geschlossenen Räumen zu entwickeln, in denen bisher kein GPS-Signal verfügbar ist. Hamburg wird damit eine von fünf deutschen Testregionen für das 5G-Mobilfunknetz. Die HafenCity Universität Hamburg (HCU) wird das Forschungsvorhaben federführend leiten. Das Projekt wird im Rahmen der 5x5G-Forschungsförderung des Bundesverkehrsministeriums gefördert.

Outdoor Navigation auf Smartphones, Spezialgeräten oder fest verbaut in Fahrzeugen ist heute Gang und Gäbe. Anders sieht es bei der Navigation innerhalb von Gebäuden oder auf einem Campus aus. Heute geht dies im Normalfall nur über entsprechende Zusatzhardware sowie individuelle Apps und Zugangsberechtigungen. Somit sind dies aber Insellösungen, die nur an einem Ort gelten.

Mit dem Projekt „Level 5 Indoor Navigation“ soll eine Plattform entwickelt werden, die es erlaubt, ähnlich der Outdoor Navigation mit Smartphones, eine universelle Lösung für umbaute Räume zu entwickeln. Dazu wollen die Forscher der HCU verschiedene Technologien auf Mobilfunkbasis sowie Erkenntnisse aus der Geodäsie und Geoinformatik und dem Gamingsektor neuartig verknüpfen.

Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow: „Ich freue mich, dass wir gleich zu Beginn meiner Amtszeit ein so großes Forschungsprojekt für die HCU im Digitalisierungsbereich gewinnen konnten. 5G und der Bereich der Indoor-Navigation sind zukunftsweisende Forschungsfelder.“

Prof. Dr.-Ing. Harald Sternberg: „Das Forschungsprojekt ist ein starkes Signal und ein toller Achtungserfolg für den Fachbereich Geodäsie und Geoinformatik an der HCU. Am Ende des Projekts soll jeder Smartphone-Nutzer eine simple nutzbare App haben, die für viele Gebäude gilt.“

Mit der Integration eines Hardwaretechnologiepartners streben die Wissenschaftler eine weitere Verbesserung auch in schlecht zugänglichen Gebieten von Gebäuden und Campuskomplexen an. Neben der reinen Navigation sollen somit auch weitere Funktionen in Gebäuden adressiert und über Echtzeitupdates aktiviert werden. Die entstehende App soll zu Projektende als Open Source Software der Öffentlichkeit zugänglich sein. Die Projektlaufzeit beträgt ab Winter 2019 drei Jahre.

Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow ist neuer Präsident der HafenCity Universität Hamburg

Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow wurde am Dienstag, den 25. Juni 2019, als neuer Präsident der HafenCity Universität Hamburg (HCU) durch Frau Dr. Eva Gümbel, Staatsrätin der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, im Rathaus vereidigt. Der Ökonom und Digitalexperte übernimmt die Leitung der Universität zum 1. Juli 2019.

Jörg Müller-Lietzkow: „Über die Chance, zusammen mit vielen hochqualifizierten und engagierten Menschen eine der zukunftsweisenden Universitäten neuen Typs Deutschlands gestalten zu können, freue ich mich sehr. Die HCU hat mich seit meinem ersten Besuch begeistert. Die Freundlichkeit der Menschen und die Vielfalt der Themen in einer der schönsten Städte Deutschlands laden ein, im Zeitalter der Digitalisierung die sehr gute aufgestellte HCU zu einem besonderen Leuchtturm weiterzuentwickeln. Diese gute Ausgangslage ist auch dem scheidenden Präsidenten und seinem bisherigen Präsidiumsteam zuzuschreiben, denen allen für ihre hervorragende Arbeit zu danken ist.“

Die Auswahl des neuen HCU-Präsidenten erfolgte durch eine Findungskommission, die besetzt war durch Mitglieder des Hochschulsenats, des Hochschulrats sowie weiteren Hochschulvertreterinnen und -vertretern. Müller-Lietzkow wurde anschließend im April in einer hochschulöffentlichen Sitzung vom Hochschulsenat zum neuen Präsidenten der HCU Hamburg gewählt und die Wahl wurde durch den Hochschulrat bestätigt.

Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel, Vorsitzende des Hochschulrats und der Findungskommission: „Es ist der Findungskommission gelungen, mit Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow einen Präsidenten zu finden, der sich durch seine Expertise in den Bereichen Digitalisierung, Forschung und Transfer, sowie interdisziplinäre Kooperationen auszeichnet. Ich freue mich auf die künftige Zusammenarbeit.“

Müller-Lietzkow war seit 2008 Professor für Medienökonomie und Medienmanagement an der Universität Paderborn. In der Forschung konzentriert sich Müller-Lietzkow insbesondere auf die Medienwirtschaft im digitalen Zeitalter. Neben dem GamesLab Paderborn hat er unter anderem eine internationale Partnerschaft der Universität Paderborn zum Rochester Institut of Technology aufgebaut. Er war seit 2016 am Modellprojekt Digitale Stadt Paderborn beteiligt und leitete dieses seitens der Universität Paderborn federführend.

Parallel zu seinen akademischen Tätigkeiten ist Müller-Lietzkow regelmäßig als Berater für Wirtschaft und Politik tätig. Unter anderem wurde er 2018 in die Enquete-Kommission Künstliche Intelligenz des Deutschen Bundestages berufen. Jörg Müller-Lietzkow ist verheiratet und hat eine Tochter.

Als Präsident der HCU Hamburg folgt er auf Dr.-Ing. Walter Pelka. Pelka leitete die Hochschule seit 2010 und begleitete in seiner Amtszeit die Zusammenführung von vier bau- und planungsbezogenen Fachbereichen aus drei Hamburger Hochschulen unter dem Dach der HafenCity Universität. Zusammen mit Kanzlerin Stephanie Egerland, Vizepräsidentin Prof. Dr. Gesa Ziemer und Vizepräsident Prof. Dr. Harald Sternberg nimmt das neue Präsidium nun die Arbeit auf.

Zur ausführlichen Vita von Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow

HCU-Präsident und langjähriger waterfront-Vorsitzender Dr.-Ing. Walter Pelka in den Ruhestand verabschiedet

Mit einem Senatsempfang im Gästehaus des Senats an der Alster ist der Präsident der HafenCity Universität Hamburg (HCU), Dr.-Ing. Walter Pelka am 27. Mai in den Ruhestand verabschiedet worden. Pelka übernahm im Jahr 2010 die Leitung einer der jüngsten Universitäten Deutschlands. Von der Gründung 2013 bis 2018 war Walter Pelka auch Vorsitzender des Fördervereins waterfront e.V. der HCU Hamburg und hat den Verein erfolgreich mitaufgebaut und neu aufgestellt. waterfront e.V. dankt Dr.-Ing. Walter Pelka herzlich im Namen aller Mitglieder für sein außerordentliches Engagement im Förderverein und für seine Arbeit als Vorsitzender.

„waterfront versteht sich auch als ein fachlicher Treffpunkt für Experten rund um das Thema Bauen und Immobilienentwicklung. Wir wollen Wissenschaftler, Fachleute aus der Wirtschaft und einschlägige Absolventen an einen Tisch bringen und so den Wissenstransfer von der Hochschule in die Gesellschaft – und umgekehrt – unterstützen.“, hatte Walter Pelka anlässlich der Gründung von waterfront e.V. 2013 gesagt. Seitdem ist es gelungen zahlreiche Privatpersonen, darunter Professoren, Studierende und Hochschulangehörige sowie Unternehmen aus der Bau- und Immobilienwirtschaft und weiteren Branchen als Mitglieder für den Förderverein zu gewinnen. Der Förderverein kann ein exponentielles Wachstum aufweisen und hat bereits über 130 ordentliche Mitglieder. waterfront e.V. fördert neben studentischen Projekten und Abschlussarbeiten sowie Forschungsaufenthalten, auch Exkursionen und Veranstaltungsformate an der HCU.

Der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg ernannte Dr.-Ing. Walter Pelka zum 1. Oktober 2010 zum Präsidenten der HafenCity Universität Hamburg. Zuvor war er Geschäftsführer der DEKRA Industrial GmbH. Er leitete die Klassifikations-, Prüf- und Zertifizierungsgesellschaft Bureau Veritas S.A. und arbeitete für die beratende Ingenieurgesellschaft Lahmeyer International. Pelka studierte und promovierte an der RWTH Aachen Bauingenieurwesen, wo er –
nach einem Forschungsaufenthalt in Berkeley (USA) – auch den Forschungsbereich „Grundwasser“ leitete.

 

Seit 2018 ist Prof. Dr. Bernd Dahlgrün Vorsitzender von waterfront e.V. Gemeinsam mit ihm bilden Prof. Dr.-Ing. Annette Bögle und Patricia Hochgesand den Vorstand des Fördervereins.

HafenCity Universität Hamburg erhält ein neues Vermessungsboot

Ob Elbe oder Nordsee – die Hydrographinnen und Hydrographen der HafenCity Universität Hamburg (HCU) können mit ihrem neuen Vermessungsboot künftig vielfältige Forschungsprojekte realisieren. Am Dienstag, den 28. Mai wurde das Boot auf den Namen DVocean getauft.

Als Taufpatin für die feierliche Bootstaufe konnte Dr. Karin Kammann-Klippstein, Präsidentin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), gewonnen werden. In Anwesenheit weiterer geladener Gäste, feierten die HCU-Hydrographinnen und Hydrographen anschließend auf dem Vorplatz der Universität ihr neues Forschungsschiff.

Dr. Karin Kammann-Klippstein, Präsidentin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH): „Hydrographische Ausbildung und Forschung brauchen eine Messplattform, um Wissen nicht nur theoretisch zu vermitteln. Sie brauchen Messgeräte, Sensoren und Software. Mit dem acht Meter langen und 2,65 Meter breiten Vermessungsboot steht der HCU nun eine moderne Messplattform zur Verfügung, die mit Geräten ausgestattet ist, die dem letzten Stand der Technik entsprechen.“

Prof. Dr.-Ing. Walter Pelka, Präsident der HCU Hamburg: „Das Lehr- und Forschungsgebiet Hydrographie ist ein wichtiger Baustein im maritimen Cluster Hamburgs. Mit dem Vermessungsboot eröffnen sich unseren Hydrographinnen und Hydrographen neue Möglichkeiten für spannende Forschungs- und Lehrprojekte und vielfältige Kooperationen in und um die norddeutschen Gewässer.“

Das trotz seiner Größe trailerbare Vermessungsboot der HCU Hamburg kann in Binnengewässern und in küstennahen Regionen eingesetzt werden. Neben praktischen Übungen für Studierende wird es hauptsächlich für Forschungszwecke eingesetzt. Aufgrund seines geringen Tiefgangs sind auch flache Gewässer erreichbar. Anwendungsfelder liegen im Bereich der Erkundung und Überwachung von Wasserwegen und deren bebauten Ufern, der Erzeugung von 3D-Oberflächenmodellen, beruhend auf präzisen Echolotdaten kombiniert mit schiffsbasierten Laserscanner-Messungen. Des Weiteren können neue Ansätze zur Positionsbestimmung und von Bodenstrukturanalysen zur Bestimmung der Stabilität von Gebäuden und Unterwasserkonstruktionen untersucht werden.

Prof. Dr. Harald Sternberg, Professur für Hydrographie und Geodäsie, Vizepräsident Lehre und Studium und waterfront-Mitglied : „Seit mehr als dreißig Jahren ist die Hydrographie bereits als Forschungs- und Lehrschwerpunkt in Hamburg angesiedelt, mit dem neuen Vermessungsboot können wir den Hydrographie-Schwerpunkt in der Geodäsie und Geoinformatik weiter ausbauen und werden auf internationaler Ebene noch attraktiver.“

Seit 2009 ist die Hydrographie-Ausbildung eine Spezialisierung im zweijährigen Master of Science Geodäsie und Geoinformatik, 46 Studierende aus 15 Ländern studieren diesen Schwerpunkt aktuell an der HCU Hamburg. Dreiviertel der Studierenden des englischsprachigen Studienprogramms kommen aus dem Ausland. Die Universität ist eine von weltweit nur sieben Institutionen, die vom „International Board of Standards of Competence for Hydrographic Surveyors and Nautical Cartographers“ die höchste Stufe der Zertifizierung (A) für ihr Master-Studienprogramm erhalten hat.