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Abschlusspräsentation Visiting Professor Neil Thomas

Am 8. Oktober hat der britische Ingenieur Neil Thomas (Gründer und Direktor von Atelier One) die Abschlusspräsentation zum diesjährigen „HCU Visiting Professor“ gehalten. Mit der Unterstützung des Sponsors Chris¬tian Roggenbuck (Max Hoffmann GmbH & Co. KG) und den Koordinatoren Prof. Dr. Annette Bögle und Prof. Klaus Sill war Neil Thomas (u.a. verantwortlich für den ingenieurmäßigen Anteil der Eröffnungszeremonie der Olym¬pischen Spiele in London 2010 sowie in Sochi 2014) unter dem Titel „ALL THAT IS SOLID MELTS INTO AIR“ zu vier Workshops mit Studierenden der HafenCity Universität in Hamburg.

VP_1Bereits im Juni hatte Neil Thomas sein Oeuvre in einer Public Lecture einem begeisterten Publikum an der HCU vorgestellt. In den Workshops setzten sich die Studierenden der Architektur und des Bauingenieurwesens unter seiner Anleitung mit den verschiedenen Aspekten der Innovationskraft der Konstruktion und des strukturellen Entwerfens auseinander. Dabei hatte Neil Thomas immer auch eine Überraschung dabei: Gäste! So hatten die Studierenden die Gelegenheit, sich mit Vorträgen, Arbeiten und Anleitungen von Julia King (Architektin), Christopher Hornzee-Jones (Gründer und Direktor Aerotrope), Will Alsop (Architekt, Designer), Deborah Smith (Curator of Visual Arts), Jem Finer (Multimedia Künstler, The Pogues) und Luis Fernandez (Structural Egineer) auseinanderzusetzen.

In den Workshops hatten die Studierenden unterschiedliche Aufgaben zu durchdenken und umzusetzen. Zunächst galt es, einen Drachen zu designen und anzufertigen. Die fertigen Drachen wurden erfolgreich in der steifen Elb-Brise vor der HCU ausprobiert. Dann kam die Aufgabe, am Elbstrand eine Sandburg zu bauen. Am Strand von Övelgönne wurde so Fachwissen vermittelt, Materialkunde betrieben, Teamwork erprobt – und nicht zuletzt entstanden außergewöhnliche Blickfänger für die Öffentlichkeit.

VP_3Nach gemeinsamen Ausstellungsbesuchen und fachlichem Input machten sich Neil Thomas und die Studierenden an die Hauptaufgabe, eine Brücke zu bauen. Das ist nicht nur eine technisch-physikalische Aufgabe, sondern auch eine metaphorische. Letztlich verbinden Brücken immer Menschen. Ein sehr beeindruckendes Gruppenergebnis war dann auch eine Zusammenarbeit mit Schülern der „Katharinenschule in der HafenCity“: die Studierenden vermittelten den Schülern Schritt für Schritt, vom Modell bis zum Original, wie eine Leonardo Brücke ohne Hilfe aufgebaut und später überquert werden kann. Die Gäste der Präsentation waren beeindruckt und hatten sichtlich Freude – auch Neil Thomas strahlte über das ganze Gesicht.

Vor allem wird Neil Thomas allen Beteiligten als engagierter, sympathischer, kommunikativer und kreativer Visiting Professor in Erinnerung bleiben. Das ganze Volumen seiner Kompetenzen warf er nochmals während der Abschlusspräsentation sowohl an die Leinwand in der Cafeteria der HCU als auch ins Publikum. Wortgewaltig und unterhaltsam, immer auch mit einigem schauspielerischen Talent versehen, skizzierte er seine Tätigkeit an der HCU und dankte allen Beteiligten. Neil – wir haben zu danken!