Schlagwort-Archiv: Neubau

Der HCU Neubau als Teil des „Blue Port 2014“

Vortrag von Michael Batz für waterfront-Mitglieder

Die Spitze des HCU Neubaus als blaue Kathedrale.

Die Spitze des HCU Neubaus als blaue Kathedrale.

In der Woche vom 28. Juli bis zum 3. August 2014 erstrahlte der Neubau der HafenCity Universität in den Abendstunden in tiefem Blau. Erstmalig wurde das neue Gebäude als östlichster Schlusspunkt in das Gesamtkonzept des „Blue Port 2014“ eingebunden. Der „Blue Port Hamburg“ ist eine Inszenierung des Hamburger Hafens zwischen den beiden Kreuzfahrtterminals und entlang der Elbe mit diversen Lichtinstallationen. Für die Idee und die Umsetzung des Konzepts zeichnet Michael Batz verantwortlich. Für den Förderverein der HafenCity Universität hat der Autor, Theatermacher und Lichtkünstler exklusiv einen Vortrag zum Thema „Stadt macht Licht – Licht macht Stadt“ gehalten.

Michael Batz sprach am 30. Juli zunächst über die historische Entwicklung von Fassaden im Zusammenhang von Elektrifizierung und Illumination. Im Laufe der Zeit haben sich die Lichter der Metropolen zur Performance entwickelt. So wurde die Stadt schon früh zur Bühne. Bereits in den 20er Jahren zierte beispielsweise den Eiffelturm in Paris eine über 20 Meter hohe Leuchtschrift „Citroen“. Heute dreht sich die Schlacht um Aufmerksamkeit auch um Licht: dort, wo es am hellsten ist, wird gar die Performance zur Stadt. Michael Batz machte deutlich, dass in diesem Zusammenhang „lauter“ aber nicht unbedingt besser sei. Er sprach vielmehr vom „Licht als Literatur der Nacht, die mit einer eigenen Grammatik versehen ist“.

Staatsrat Michael Sachs (rechts), Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, im Gespräch mit H.-P.T. Dahlheimer, BDB Landesvorsitzender Hamburg.

Staatsrat Michael Sachs (rechts), Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, im Gespräch mit H.-P.T. Dahlheimer, BDB Landesvorsitzender Hamburg.

Unter dem Schlagwort „Miniaturisierung und Energie“ erläuterte er die Vorteile des Einsatzes von LED Leuchtmitteln, gerade auch bei der Illuminierung des Hamburger Hafens. Die Farbe Blau mit ihren besonderen grafischen Fähigkeiten ist dabei ein wesentliches Element der Inszenierung. Eine Besonderheit in diesem Jahr ist der Einsatz der blauen Leuchtmittel auch auf den Van-Carriers, die sich bei der Verladung von Containern über die Kais der Hansestadt bewegen: durch den Einsatz der beleuchteten Carrier und deren Reflexionen auf der Wasseroberfläche kommt die gesamte Inszenierung „in Bewegung“.

Die HafenCity Universität im Kontext des "Blue Port".

Die HafenCity Universität im Kontext des „Blue Port“.

Im Anschluss an den Vortrag hatten die waterfront-Mitglieder und weitere Gäste die Gelegenheit, die Inszenierung des „Blue Port“ von der Dachterrasse der HCU aus zu betrachten. Dabei ergaben sich über den Dächern der Stadt zahlreiche Fachgespräche zum Entwerfen, Planen, Bauen und Inszenieren. Nach einer zwischenzeitlichen Stärkung auf der Terrasse vor der Mensa, wurde die Dachterrasse nach Einbruch der Dunkelheit zum Schauplatz klickender Fotoapparate und Smartphones – ein außergewöhnlicher und faszinierender Blick auf die blauen Installationen elbabwärts.

Akademische Einweihung des HCU Neubaus mit dem Ersten Bürgermeister Olaf Scholz

Am 2. Juni hat die HCU im Rahmen einer Akademischen Feier ihr neues Gebäude am Baakenhafen eingeweiht. 3_HCU_EinweihungDabei waren prominente Vertreter der Stadt zu Gast in der HafenCity. Der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Olaf Scholz, lobte in seinem Grußwort die interdisziplinäre Ausrichtung der HCU. Dadurch würden nicht nur Ressourcen geschont und Kompetenzen gebündelt. Das Zusammenwirken verschiedener Disziplinen bereits im Studium würde auch ein Stück Berufswirklichkeit vorwegnehmen, so dass die Studierenden zielgerichtet auf das Themenfeld „Baukunst und Metropolenentwicklung“ vorbereitet würden.

Die Zweite Bürgermeisterin der Freien und Hansestadt Hamburg und Senatorin für Wissenschaft und Forschung, 2_HCU_EinweihungDr. Dorothee Stapelfeldt, erklärte bei der „Transponderübergabe“, dass die Wissenschaft der Schlüssel für die stete Erneuerung einer Gesellschaft sei. Die HafenCity und die HafenCity Universität verkörperten daher gemeinsam sowohl architektonisch als auch gedanklich eine Einsicht, die alle diejenigen teilen würden, die sich derzeit Gedanken über die Rolle der Wissenschaft für die Hansestadt machten. „Wo kluge Menschen frei ihrer Neugier folgen können, da entstehen auch Ideen für unser künftiges Zusammenleben“, führte Frau Dr. Stapelfeldt weiter aus.

Dr.-Ing. Walter Pelka, Präsident der HCU, erläuterte zur Einweihung des Neubaus: „Die
Zusammenführung so unterschiedlicher Fach- und Wissenschaftskulturen aus Teilen
einer Technischen Universität, einer Fachhochschule, und einer Kunsthochschule
ist ein einmaliger Vorgang in dieser Größenordnung und dieser Komplexität. Das neue Gebäude bringt die Vision und Idee „HCU“ auf den Punkt. Endlich sind Lehre und Forschung der Wissensbereiche der HCU unter einem Dach vereint. Endlich kann Begegnung, kann Zusammenarbeit, kann Diskussion und Auseinandersetzung im besten Sinne tatsächlich stattfinden.“

Unter der Leitung von Professor Gesa Ziemer, Vize-Präsidentin für Forschung an der HCU, diskutierte Olaf Scholz bei der abschließenden Podiumsdiskussion mit dem international renommierten Professor of Urban Studies der London School of Economics and Political Science, 4_HCU_EinweihungRicky Burdett (auf dem Foto rechts), und HCU-Professor Dr. Gernot Grabher aktuelle Tendenzen in der Stadtforschung – einem Themenschwerpunkt der HCU. Ricky Burdett erläuterte dabei am Beispiel Londons, wie man den benachteiligten Osten der englischen Metropole durch stadtplanerische Maßnahmen im Vorfeld und Nachgang der Olympischen Spiele aufgewertet hat. Olaf Scholz formulierte seinen Anspruch an die Ausbildung an der HCU abschließend mit einem Augenzwinkern – er erwarte, dass Großprojekte zukünftig ihren „Zeit- und Kostenplan einhalten“.

Abschließend hatten die 400 geladenen Gäste aus der Hamburger Verwaltung, der Bau- und Immobilienwirtschaft sowie die Hamburger Hochschulvertreter Gelegenheit, sich auf der Terrasse vor dem Foyer Ost bei Getränken und Fingerfood zu den verschiedenen Wissensbereichen der HCU auszutauschen.

Führung durch den HCU Neubau exklusiv für waterfront Mitglieder

Die waterfront Mitglieder im Labor der Geomatik

Die waterfront Mitglieder im Labor der Geomatik

Die Foyers und die Hörsäle, die Werkstätten und die Labore, die Ausstellungsräume und die studentischen Arbeitsplätze, die Bibliothek und die Mensa – für die Mitglieder des Fördervereins waterfront e.V. gab es viel Neues zu sehen und Interessantes zu hören. Dr.-Ing. Walter Pelka, Präsident der HafenCity Universität Hamburg und Vorsitzender des Fördervereins, erläuterte am 8. Mai auf einer exklusiven Führung den frisch bezogenen Universitätsneubau am Magdeburger Hafen / Baakenhafen.

Architektonische Besonderheiten, ingenieurstechnische Spezifikationen, stadtplanerische Absichten sowie wissenschaftliche Konzeption und öffentlichkeitswirksamer Nutzen – die aus unterschiedlichen Branchen kommenden Mitglieder des waterfront e.V. stießen im Anschluss an die Führung eine lebhafte und facettenreiche Diskussion rund um die HCU und ihr neues Gebäude an.

Dr. Iris Beuerle bei der Übergabe der Promotionsurkunde mit Dr.-Ing. Walter Pelka

Dr. Iris Beuerle bei der Übergabe der Promotionsurkunde mit Dr.-Ing. Walter Pelka

Im Rahmen dieses Get-togethers übergab Dr-Ing. Walter Pelka auch eine Promotionsurkunde an Frau Iris Beuerle, Lehrbeauftragte an der HCU und Mitglied im waterfront e.V., die mit ihrer Arbeit „Wohnungsgenossenschaften im gesellschaftlichen Wandel“ den akademischen Grad „Doktorin der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften“ erlangte. Herzlichen Glückwunsch Frau Beuerle!

Erfolgreiche Geomatik-Tagung an der HafenCity Universität Hamburg

Vom 26. bis 28. März 2014 trafen sich 540 Geomatik-Experten unter dem Motto „Geoinformationen öffnen das Tor zur Welt“ zu einer großen Fachtagung an der HafenCity Universität Hamburg (HCU). In insgesamt 145 Beiträgen – davon allein 90 Vorträge – wurden neueste Entwicklungen und Forschungsergebnisse ausgetauscht.

Eröffnung der Tagung durch Dr. Dorothee Stapelfeldt, Zweite Bürgermeisterin Hamburg (Foto: Backhaus / HCU)

Eröffnung der Tagung durch Dr. Dorothee Stapelfeldt, Zweite Bürgermeisterin Hamburg (Foto: Backhaus / HCU)

Dr. Dorothee Stapelfeldt, Zweite Bürgermeisterin der Freien und Hansestadt Hamburg, eröffnete die Tagung mit einem Grußwort: „Geoinformationen sind heute für viele Anwendungen unerlässlich. Neben der privaten Nutzung in Navigationssystemen kommen die Erkenntnisse der Geomatik etwa im Katastrophenschutz oder bei der Umsetzung der Energiewende zum Einsatz. Auch moderne Stadtplanung ist ohne Geomatik undenkbar. Zum ersten Mal halten gleich vier Fachgesellschaften der Geomatik ihre Jahrestagung gemeinsam ab. Hamburg ist ein guter Ort für diese Premiere. Das Alleinstellungsmerkmal der Hamburger Geomatik ist in unserer amphibischen Stadt die Verbindung mit der Hydrographie, die an der HafenCity Universität als Vertiefungsschwerpunkt gelehrt wird.“

Frau Dr. Stapelfeldt und Herr Dr.-Ing. Pelka beim Messerundgang

Frau Dr. Stapelfeldt und Herr Dr.-Ing. Pelka beim Messerundgang

Im Anschluss machte Frau Dr. Stapelfeldt in Begleitung von Dr.-Ing. Walter Pelka, Präsident der HCU, einen Rundgang über die mit 25 Ständen besetzte Fachfirmenausstellung. Von der Bildaufnahme aus niedrig fliegenden Drohnen oder vom Vermessungsschiff aus, über die Standortsuche für Wind-kraftanlagen oder Sonnenkollektoren bis zum digitalen Druck von 3D-Stadtmodellen – hier war die ganze Bandbreite der Geomatik vertreten.

Dr.-Ing. Walter Pelka, Präsident der HCU: „Geoinformationstechnologie, Geodätische Messtechnik, Hydrographie – die gebaute Umwelt ist auf die Erfassung und Auswertung von Geodaten angewiesen. Die Geomatik ist daher fester Bestandteil einer Universität für Baukunst und Metropolenentwicklung. Nicht zuletzt freuen wir uns auch, mit der Geomatik-Tagung einen ersten Probedurchlauf unseres neuen Universitätsgebäudes erfolgreich gemeistert zu haben.“

Prof. Dr.-Ing. Jochen Schiewe (HCU, Veranstalter): „Das Grußwort der Senatorin und ihr Ausstellungs-Rundgang sind auf ein sehr positives Echo der Teilnehmer und Aussteller gestoßen – diese ideelle Unterstützung der Hamburger Politik wurde im Verlauf der Tagung mehrfach und ausdrücklich hervorgehoben. Das Bekenntnis zur HCU, speziell zur HCU-Geomatik mit ihrer engen Verknüpfung zur Hydrographie, ist sehr positiv aufgenommen worden. Wir blicken auf eine gelungene Tagung zurück, für die es ausgesprochen viel Lob gab  – nicht nur für die beeindruckende Architektur des Gebäudes, sondern auch für das erstmalige Zusammenwirken der Fachgesellschaften in einer gemeinsamen Tagung, das viele Synergien aufgezeigt hat.“

Prof. Dr. Manfred Weisensee, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kartographie, DGfK: „Wir hatten ein grandioses Feedback von Teilnehmern, Ausstellern sowie von den als Gäste eingeladenen Fachverbänden! Alle Teilnehmer haben die Qualität des Programms und der gesamten Veranstaltung sehr gelobt.“

In einer der 5 Keynote-Vorträge präsentierte Dr. Sebastian Saxe (CIO, Hamburg Port Authority, HPA) den Hamburger Hafen mit seiner Infrastruktur, den Mitarbeitern sowie den Verkehrswegen. Anhand von vielen wissenswerten Details zeigte Dr. Saxe auch die große Bedeutung von Geodaten für die Weiterentwicklung des Hafens auf. Davon konnten sich die Tagungsteilnehmer auch auf einer Exkursion zur HPA überzeugen. Eine zweite Exkursion führte zum Landesbetrieb für Geoinformation und Vermessung (LGV). Beide Institutionen sind beständige Partner der HCU.

 

Exklusive Mitgliederführung durch den Neubau der HafenCity Universität

Der Förderverein der HafenCity Universität hat am 30. September 2013 zur ersten Veranstaltung exklusiv für Vereinsmitglieder eingeladen. Dabei führte Dr.-Ing. Walter Pelka, Präsident der HCU und Vorstandsvorsitzender von waterfront e.V., persönlich durch den Neubau der HafenCity Universität.

 

Foto: Peter Sitt

Foto: Peter Sitt

Bei strahlendem Sonnenschein erläuterte Dr.-Ing. Walter Pelka seinen Gästen die architektonischen Alleinstellungsmerkmale des in Entstehung befindlichen neuen Gebäudes der HCU. Der Neubau gliedert sich in zwei Teile, die durch eine transparente mehrgeschossige Halle vertikal und horizontal miteinander verbunden sind. Die Stockwerke im Bauteil Süd öffnen sich jeweils mit einer beeindruckenden Fensterfront mit vorgelagerten Balkonzeilen zur Elbe hin. Das Bauteil Nord hingegen verfügt im Gegensatz zum Südflügel über ein fünftes Stockwerk, was eine freie Sicht in Richtung Speicherstadt bietet.

Foto: Peter Sitt

Foto: Peter Sitt

Der Standort des Universitätsneubaus mitten im urbanen Umfeld in der sich entwickelnden HafenCity ist die beste Voraussetzung dafür, dass die HCU ihre Bedeutung als wichtiger Akteur der Hamburger Baukultur und Stadtentwicklung weiter ausbauen kann. Den Studierenden bietet der Neubau der HCU die Gelegenheit, am Puls dieses Stadtentwicklungsprojektes zu studieren, dessen Planung, Gestaltung und Bauprozess live zu erleben und das entstehende Stadtquartier quasi als „Labor vor der eigenen Haustür“ zu nutzen.

Mehrwert für waterfront Mitglieder

Beim anschließenden Sektempfang ergaben sich weitere Gelegenheiten, sich interessiert über die Baupläne auszutauschen oder den Anlass zum gegenseitigen Kennenlernen zu nutzen. Der Hamburger Landesvorsitzende H.-P.T. Dahlheimer vom waterkant-Mitglied BDB fasste seine Eindrücke so zusammen: „Das war eine tolle Stimmung auf dem Neubau und geradezu ein Genuss, das Gebäude vom Dach aus überblicken zu können. Die angenehm großen Fenster sorgen für viel Licht in den Innenräumen und in dem grandiosen Atrium. Ein besonders beeindruckender Blick ergibt sich auch von der Elbe aus auf den Bau. Der BDB freut sich schon darauf, als Mitglied von waterfront zukünftig privilegiert Räume für die ein oder andere Veranstaltungen im Neubau der HafenCity Universität nutzen zu können.“