Schlagwort-Archiv: Olaf Scholz

HafenCity Universität Hamburg kooperiert mit Massachusetts Institute of Technology (MIT)

Es ist endlich so weit: Nach mehr als einjähriger Vorarbeit freut sich die HCU Hamburg, dass das Massachusetts Institute of Technology (MIT) als Kooperationspartner gewonnen werden konnte. Der Präsident der HafenCity Universität Hamburg (HCU), Dr.-Ing. Walter Pelka, und der Direktor des MIT Media Labs, Joichi Ito, unterzeichneten am 2. Juni im Rathaus eine entsprechende Vereinbarung – in Anwesenheit des Ersten Bürgermeisters Olaf Scholz und der Zweiten Bürgermeisterin Katharina Fegebank.

Gemeinsames Digital City Science Lab wird Digitalisierung von Städten erforschen und begleiten

Hamburg wird zu einem lebenden Labor: Ziel des Digital City Science Lab ist es, die Verän-derungen von Städten durch die Digitalisierung zu erforschen und konstruktiv mit zu gestalten. Dazu sollen vor allem in Hamburg urbane Veränderungsprozesse untersucht und wissenschaftlich ausgewertet werden.

Der Präsident der HafenCity Universität Hamburg (HCU), Dr.-Ing. Walter Pelka, und der Direktor des MIT Media Labs, Joichi Ito, bei der Unterzeichnung im Rathaus – in Anwesenheit des Ersten Bürgermeisters Olaf Scholz und der Zweiten Bürgermeisterin Katharina Fegebank.

Der Präsident der HafenCity Universität Hamburg (HCU), Dr.-Ing. Walter Pelka, und der Direktor des MIT Media Labs, Joichi Ito, bei der Unterzeichnung im Rathaus – in Anwesenheit des Ersten Bürgermeisters Olaf Scholz und der Zweiten Bürgermeisterin Katharina Fegebank.

Die Kooperation mit der HCU ermöglicht es dabei dem Media Lab am MIT, seine Modelle zur Simulation von urbanen Themen zu verifizieren und weiterzuentwickeln: zum Beispiel zu wissenschaftsgestützten Planungsinstrumenten, Elektromobilität, urbaner Landwirtschaft, intelligenten Arbeits- und Wohnräumen und anderen Aspekten innovativer Stadtentwicklung. Geplant ist sowohl Grundlagenforschung als auch anwendungsorientierte Forschung, ge-meinsam mit in diesem Bereich engagierten internationalen Unternehmen.

Transfer in die Öffentlichkeit

Wichtig ist die Vermittlung der Ergebnisse an die Öffentlichkeit. Diese geschieht anhand sogenannter City Scopes. Diese Stadtmodelle dienen der anschaulichen Darstellung der Ergebnisse und deren Vermittlung auch für Nicht-Fachleute. Im Rahmen der Entwicklung des Lab soll zudem ein Think Tank zwischen Wirtschaft, Politik und Wissenschaft aufgebaut werden, der die Stadt in zukünftigen Entwicklungsvorhaben berät.

Das Lab wird geleitet durch einen Direktor/eine Direktorin, bestellt durch die HCU. Die City Science Task Group wird gebildet aus Professuren aus den Bereichen digitale Technologien sowie Stadtforschung/Smart City/Digitale Stadt und wissenschaftlichen Mitarbeitern/innen. Angesiedelt ist das Lab an der HCU. Gesteuert wird das Lab durch ein vierköpfiges Steering Committee (aus jeweils zwei Mitgliedern des MIT Media Lab und zwei Mitgliedern der HCU). Zudem soll ein Advisory Board formiert werden, mit Mitgliedern aus der Stadt, der Industrie und Wissenschaft. Zur Intensivierung der Kooperation sollen regelmäßig Wissenschaft-ler/innen und Studierende beider Universitäten an der jeweils anderen Einrichtung tätig sein. Die wissenschaftliche Expertise dieser Task Group wird ergänzt durch weitere Professorin-nen und Professoren der HCU.

Freie und Hansestadt Hamburg unterstützt

Die Task Group selbst wird Grundlagenforschung betreiben, die beteiligten Wissenschaftler/innen der HCU und weiterer Hamburger Hochschulen und Forschungseinrichtungen vernetzen, die Zusammenarbeit mit dem internationalen Partner in Projekten aufbauen sowie Drittmittelanträge für Projekte in der Grundlagenforschung stellen. Andererseits wird sie auch für die Vernetzung in Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft sowie die Akquise von Drittmitteln aus diesen Bereichen für anwendungsorientierte Projekte verantwortlich sein.

Das neue gemeinsame Labor von HCU und MIT Media Lab wird unterstützt durch eine An-schubfinanzierung der Freien und Hansestadt Hamburg.

Akademische Einweihung des HCU Neubaus mit dem Ersten Bürgermeister Olaf Scholz

Am 2. Juni hat die HCU im Rahmen einer Akademischen Feier ihr neues Gebäude am Baakenhafen eingeweiht. 3_HCU_EinweihungDabei waren prominente Vertreter der Stadt zu Gast in der HafenCity. Der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Olaf Scholz, lobte in seinem Grußwort die interdisziplinäre Ausrichtung der HCU. Dadurch würden nicht nur Ressourcen geschont und Kompetenzen gebündelt. Das Zusammenwirken verschiedener Disziplinen bereits im Studium würde auch ein Stück Berufswirklichkeit vorwegnehmen, so dass die Studierenden zielgerichtet auf das Themenfeld „Baukunst und Metropolenentwicklung“ vorbereitet würden.

Die Zweite Bürgermeisterin der Freien und Hansestadt Hamburg und Senatorin für Wissenschaft und Forschung, 2_HCU_EinweihungDr. Dorothee Stapelfeldt, erklärte bei der „Transponderübergabe“, dass die Wissenschaft der Schlüssel für die stete Erneuerung einer Gesellschaft sei. Die HafenCity und die HafenCity Universität verkörperten daher gemeinsam sowohl architektonisch als auch gedanklich eine Einsicht, die alle diejenigen teilen würden, die sich derzeit Gedanken über die Rolle der Wissenschaft für die Hansestadt machten. „Wo kluge Menschen frei ihrer Neugier folgen können, da entstehen auch Ideen für unser künftiges Zusammenleben“, führte Frau Dr. Stapelfeldt weiter aus.

Dr.-Ing. Walter Pelka, Präsident der HCU, erläuterte zur Einweihung des Neubaus: „Die
Zusammenführung so unterschiedlicher Fach- und Wissenschaftskulturen aus Teilen
einer Technischen Universität, einer Fachhochschule, und einer Kunsthochschule
ist ein einmaliger Vorgang in dieser Größenordnung und dieser Komplexität. Das neue Gebäude bringt die Vision und Idee „HCU“ auf den Punkt. Endlich sind Lehre und Forschung der Wissensbereiche der HCU unter einem Dach vereint. Endlich kann Begegnung, kann Zusammenarbeit, kann Diskussion und Auseinandersetzung im besten Sinne tatsächlich stattfinden.“

Unter der Leitung von Professor Gesa Ziemer, Vize-Präsidentin für Forschung an der HCU, diskutierte Olaf Scholz bei der abschließenden Podiumsdiskussion mit dem international renommierten Professor of Urban Studies der London School of Economics and Political Science, 4_HCU_EinweihungRicky Burdett (auf dem Foto rechts), und HCU-Professor Dr. Gernot Grabher aktuelle Tendenzen in der Stadtforschung – einem Themenschwerpunkt der HCU. Ricky Burdett erläuterte dabei am Beispiel Londons, wie man den benachteiligten Osten der englischen Metropole durch stadtplanerische Maßnahmen im Vorfeld und Nachgang der Olympischen Spiele aufgewertet hat. Olaf Scholz formulierte seinen Anspruch an die Ausbildung an der HCU abschließend mit einem Augenzwinkern – er erwarte, dass Großprojekte zukünftig ihren „Zeit- und Kostenplan einhalten“.

Abschließend hatten die 400 geladenen Gäste aus der Hamburger Verwaltung, der Bau- und Immobilienwirtschaft sowie die Hamburger Hochschulvertreter Gelegenheit, sich auf der Terrasse vor dem Foyer Ost bei Getränken und Fingerfood zu den verschiedenen Wissensbereichen der HCU auszutauschen.