Vierte Ausgabe des Formats „waterfront dialog“ ein voller Erfolg

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „waterfront Dialog“ von waterfront e.V. – Der Förderverein der HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg) wurde zusammen mit den anwesenden Gästen die neue Veranstaltungsfläche im Caféteria-Bereich der HCU Hamburg eingeweiht. Neue Möbel und Gestaltungselemente sowie eine von der Hamburger Sparkasse (waterfront-Mitglied) geförderte Veranstaltungstechnik ermöglichen hier zukünftig flexible und maßgeschneiderte Formate und Veranstaltungen. Nach einer kurzen Begrüßung von Frauke Kasting (Referentin des HCU-Präsidenten und waterfront-Mitglied) und Jost Backhaus (waterfront e.V.) rundeten zwei Präsentationen über aktuelle und spannende Projekte der HCU Hamburg den Abend ab.

Tobias Holtz, Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Prof. Gesa Ziemer (waterfront-Mitglied), präsentierte das CityScienceLab der HCU Hamburg, eine Kooperation mit dem Media Lab am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston. Das internationale „Digital City Science Lab“ ist ein Zentrum für Grundlagenforschung und angewandte Forschung auf dem Feld der digitalen Stadtentwicklung. Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen die Wechselwirkung von Stadt und Digitalisierung. An den rechnergestützten Simulationssystemen werden komplexe städtische Zusammenhänge für die Zusammenarbeit zwischen Experten und Nicht-Fachleuten veranschaulicht. Für das Projekt FindingPlaces wurde im CityScienceLab im Auftrag der Stadt Hamburg eines dieser Modelle weiterentwickelt und mit Daten zu den Grundstücken im Hamburger Stadtgebiet hinterlegt, um so einen sachlichen Dialog über geeignete Flächen für Flüchtlingsunterkünfte zu ermöglichen. Zwischen Mai und Juli 2016 fanden 34 Workshops im CityScienceLab der HCU Hamburg statt, die von der steg Hamburg mbH moderiert wurden. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entwickeln zudem weitere innovative Partizipationsmöglichkeiten für die Bürgerinnern und Bürger und  zukünftige Projekte für die Stadtgesellschaft sind geplant.

Im zweiten Teil des Abends präsentierte Prof. Dipl.-Ing. Christiane Sörensen (waterfront-Mitglied) einen Kurz-Film zur internationalen Summer School „The Rural in the City“, einer Kooperation mit Studierenden des Technions Haifa, die im Juli 2016 an der HCU Hamburg stattfand. Das „Sommer Studio“ widmete sich einem Phänomen, das im Zuge der globalen Urbanisierung immer mehr in den Vordergrund rückt: dem Spannungspotential des Ländlichen im Urbanen. Am Beispiel von Moorfleet, einem Gebiet im Süden Hamburgs, das durch seine charakteristische Mischung von Landwirtschaft, Industrie, Energieproduktion und Naherholung gekennzeichnet ist, setzten sich die Studierenden mit den ideellen und räumlichen Möglichkeiten der Koexistenz des Ländlichen im urbanen Kontext intensiv auseinander. Die Summer School war international ausgerichtet und in Workshops organisiert, die von Mentoren aus der Architektur, Stadtethnologie und Kunst geleitet wurden.

Nach den beiden Präsentationen wurden jeweils Fragen aus dem Publikum beantwortet. Im Anschluss an die Fragerunde ergaben sich bei einem gemütlichen Get-together mit Getränken und Snacks weitere Möglichkeiten für einen vertiefenden Austausch.